Jerusalemer Araber beantragen israelische Staatsbrügerschaft – muss ein bösartiges israelisches Komplott sein

Elder of Ziyon, 22. Mai 2012

Hier ist ein saukomisches Beispiel dafür, wie die antiisraelische Linke bizarre Verschwörungstheorien veranstaltet, um die Dinge zu erklären, die sie einfach nicht begreifen kann. Es kommt von Riman Barakat im Magazin +972:

Als Einwohner Ostjerusalems war ich durch einen aktuellen Trend wie vom Blitz getroffen: Viele meiner Freunde und Bekannten, die Jerusalemer Personalausweise besitzen – Dokumente eines permanenten Wohnsitzes, nicht israelischer Staatsbürgerschaft – beantragen still israelische Pässe und erhalten diese.

Es ist nicht unmittelbar klar, warum. Derzeitige Einwohner Ostjerusalems – die mehr als 350.000 Personen oder 38% der Gesamtbevölkerung der Stadt sind – führen ihr tagtägliches Leben, kaufen in israelischen Einkaufszentren ein, nutzen israelische Dienste, besuchen israelische Restaurants und Bars, schicken ihre Kinder zum Studium an die Hebräische Universität in Jerusalem und erhalten israelische Sozial- und Gesundheitsleistungen. Was fügt ein „Upgrade“ ihres Status von Einwohner Ostjerusalems zu israelischen Staatsbürgern dem hinzu? Warum lehnten Einwohner Ostjerusalems das israelische Angebot der Staatsbürgerschaft 1967 ab und warum streben sie deren Erwerb jetzt aktiv an, insbesondere weil diese Staatsbürgerschaft verlangt, dass sie den umstrittenen Treueid auf den israelischen Staat leisten müssen?

Ich glaube, der Trend ist das Ergebnis einer gut geplanten und ständig angewandten israelischen Strategie die palästinensische Bevölkerung Ostjerusalems unter Druck zu setzen.

Natürlich! Wenn palästinensische Araber freiwillig israelische Staatsbürger werden, dann muss das ein ruchloser jüdischer Komplott sein!

Es gibt die Möglichkeit nicht, dass sie die Palästinensische Autonomiebehörde als korrupte Diktatur mit ständig zunehmenden totalitären Tendenzen betrachten und glaube, dass ihr Leben und das Leben ihrer Familien unter israelischer Souveränität als unendlich besser sein dürften. Nein, das ist verrücktes Gerede. Es muss so sein, dass Israel – indem es sie auffordert ihren Einwohnerstatus regelmäßig nachzuweisen, sie in Wirklichkeit unter Druck setzt, gegen ihren Willen israelische Staatsbürger zu werden.

Natürlich wissen die Spinner vom +972 nur allzu gut, dass diese boshaften jüdischen Zionisten ganz natürlich die verhassten Araber von „Ostjerusalem“ unter Druck zu setzen  wissen, damit sie israelische Staatsbürger werden und die Zahl der arabischen Bürger im jüdischen Staat erhöhen. Das muss eine weitere Form der „ethnischen Säuberung“ sein.

(Hier haben wir eine weitere Art und Weise, wie arabische Führer ihre eigenen Leute bevormunden, indem sie ihnen nicht zutrauen zu tun, was sie zu tun wollen und stattdessen Wege finden Israel dafür verantwortlich zu machen, dass Araber auf eine Art und Weise handeln, die sich nicht an ihr geschätztes – und oft falsches – Narrativ klammern.)

Barakats Agenda wird später in diesem unsinnigen Text etwas klarer:

Während die PA dem Phänomen gegenüber, dass Ostjerusalemer Israelis werden, die Augen verschließt, frage ich mich: Hält die PA noch an der Vision Ostjerusalems als der zukünftigen Hauptstadt Palästinas fest? Wenn nicht, dann sollte die PA sofort anfangen die Möglichkeit einer offenen Stadt zu diskutieren, sowohl intern als auch öffentlich.

Hier sehen wir die Wahrheit. Für Barakat ist Jerusalem als palästinensische Hauptstadt nicht das wichtigste Ziel – das Ziel besteht darin sicherzustellen, dass es nicht jüdisch ist!

Sie wissen, wie wichtig es für Jerusalem ist eine arabische Stadt zu sein, wie wir ständig erinnert werden? Nun, das ist nicht wirklich so wichtig. Besser wäre es, sie wäre unter Kontrolle der UNO, als den Juden zu gestatten dabei mitzureden, wie ihre Hauptstadt geführt wird.

Das stimmt völlig mit der arabischen Haltung von 1949 gegenüber Jerusalem überein, als alle arabischen Länder (mit Ausnahme Jordaniens) in der UNO Druck ausübten Jerusalem zu einer internationalen Stadt zu machten. Damals war nicht von der ewigen Bedeutsamkeit Jerusalems für die Muslime zu hören, kein Jubel, dass die Altstadt sich unter muslimischer Kontrolle befand – nein, für sie war es wichtiger, dass ganz Jerusalem – einschließlich der westlichen Seite – den Juden weggenommen wird. Und das ist das, was Barakat hier sagt.

Barakat, eine palästinensische Araberin, die nun Co-Direktorin des Israel-Palestine Center for Research and Information ist – eine so liberale Organisation, dass sich jeder Araber ihr wahrscheinlich anschließen würde – zeigt, dass selbst für sie das wahre Ziel darin besteht den Masse des von Juden beherrschten Landes zu reduzieren und nicht die „palästinensische Eigenstaatlichkeit“. Ein palästinensisch-arabischer Staat ist einfach das Mittel dieses Ziel zu erreichen, nicht das Ziel selbst.

4 Gedanken zu “Jerusalemer Araber beantragen israelische Staatsbrügerschaft – muss ein bösartiges israelisches Komplott sein

  1. Wenn du die Kommentare zu diesem Artikel von Frau Barakat auf +972 (Ländervorwahl Israel) liest, weißt du, was friedensbewegte Palis und ihre jüdischen Verbündeten zusammenschweißt. Du brauchst nur das „About“ von +972 zu lesen. Diese Palis sind clevere Taktierer, die recht erfolgreich auf gehirngewaschene linke und antiisraelische/antijüdische Ressentiments setzen und die jüdischen Gehilfen, selbst bis zur Unkenntlichkeit links indoktriniert, arbeiten ihnen zu.

    Man muss schon eingestehen, dass die Palästinenser den Nobelpreis für strategische und taktische Propaganda verdienten, wenn es denn einen solchen gäbe.

    Ein Volk erfindet sich selbst, schafft sich einen einzigartigen und höchst profitablen Flüchtlingsstatus, terrorisiert die westliche Welt und erzwingt sich damit auch noch die Mitleid erregende Opferrolle.

    Warum das gelingt, liegt an den Opponenten. Wären die Gegner der Palis keine Juden, würde kein Hahn danach krähen.

    Mich würde interessieren, seit wann die Vorfahren von Frau Barakat in Ostjerusalem leben. Wie beurteilt sie die osmanische und jordanische „Besetzung“?

    • Die osmanische Zeit und die jordanische Besatzung sind für diese Leute uninteressant, außer sie können dafür angeführt werden, dass das Land und die Stadt „arabisch“ sind. 19 Jahre Ausnahmezustand sind bei denen Normalität und „Tradition“.

  2. Das Phänomen ist eigentlich vergleichsweise simpel erklärbar. Die Menschen haben Angst, im Falle einer Teilung im Pallystaat zu landen und sorgen vor, solange es noch entspannt möglich ist.

    • Die leider relativ wenigen geradeaus denkenden Menschen wissen das. Typen wie unsere Friedenshetzer und die Palli-Propagandisten werden es nie begreifen (wollen).

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