Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (22.-28.07.2012)

Montag, 23.07.2012:

Die Arabische Liga unterstützt die PA-Anstrengungen zur Anerkennung eines Palästinenserstaats durch die UNO.

Die Direktoren von Mossad und ISA berichten, dass der Iran und die Hisbollah im Verlauf der letzten zwei Jahre in mehr als 20 Ländern Anschläge auf Israelis versucht haben.

Die Wahrheit: Nicht Israel sorgt dafür, dass die Menschen im Gazastreifen gesundheitlich gefährdet sind, sondern die Streitereien zwischen Fatah und Hamas. Ein erstes Todesopfer ist auch schon zu beklagen.

Dienstag, 24.07.2012:

Der Shin Bet stellt einen signifikanten Anstieg der Terroranschläge in Jerusalem fest. Seit Januar hat es schon mehr als 70 davon gegeben, dabei wurden 29 Israelis verletzt.

Mittwoch, 25.07.2012:

Eine iranische Zeitung (von den Mullahs kontrolliert und in deren Auftrag schreibend) forderte Syrien ziemlich direkt auf Israel anzugreifen. Begründung: Assad habe jeden Grund dazu, da ja Israel hinter den Bombenmorden an seiner Führungsetage von letzter Woche steckt.

Die Muslimbruderschaft in Person ihres ägyptischen Präsidenten Mursi: Der Frieden mit Israel – unter Vorbehalt. Und er ruft zum Jihad zur Befreiung Palästinas auf.

Heckmeck:
– Die Hamas bestreitet Gerüchte einer arabischsprachigen Londoner Zeitung, sie überlege den Gazastreifen als von einem (möglichen) Saat unabhängige Einheit zu erklären. Es wird keinen Palästinenserstaat nur in und keinen ohne den Gazastreifen geben, sagte der leitende Hamasnik Salah al-Bardawil.

Donnerstag, 26.07.2012:

Jibril Rajub ist der Präsident des „Palästinensischen“ Olympischen Komitees. Er hat natürlich etwas dagegen, dass der in München 1972 von „Palästinensern“ ermordeten Israelis gedacht wird. Seine Argumentation ist allerdings wohl einmalig: Sport ist für Frieden gedacht, nicht für Rassismus. – Ah, ermordeter jüdischer Athleten zu gedenken ist Rassismus. Und die PA ist ein Friedenspartner. (Das ist übrigens derselbe Jibril Rajub, der letzten Monat forderte, Israel solle die U21-Europameisterschaft im Fußball entzogen werden.)

B’Tselem hat mal wieder ein Video  „gemacht“, mit dem die IDF unverhältnismäßigen und bösartigen Verhaltens gegenüber arabischen Jugendlichen bezichtigt wird. Kein Wunder: Das Teil ist einseitig zusammengeschnitten, damit weder der Zusammenhang noch der tatsächliche Ablauf bekannt wird.

Freitag, 27.07.2012:

Ma’an ist anscheinend weniger einseitig als B’Tselem: Die Agentur berichtet, dass das Video der NGO wichtige Aspekte auslässt, so z.B. dass der Araber, dem er die Kopfnuss verpasste, den Offizier heftig körperlich angriff.

Die Arabische Liga warnt  Israel: Haltet euch von der Al-Aqsa-Moschee fern, unserer heiligsten Stätte. Huch, ist Mekka verschwunden? Und Medina abgebrannt?

Samstag, 28.07.2012:

Die üblichen „Demonstrationen“, von denen dann irgendwann wieder ein Video israelischer Soldatengewalt gegen Araber veröffentlicht wird – ohne das, was vorher war:

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

2 Gedanken zu “Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (22.-28.07.2012)

  1. „… Streitereien zwischen Fatah und Hamas. Ein erstes Todesopfer ist auch schon zu beklagen.“ Soll das etwas Neues sein? Ich erinnere mich an sehr viele Todesopfer wegen Streit zwischen Fatah und Hamas. Solche Streite mit tödlichem Ausgang gab es in den letzten Jahren doch immer wieder.

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