Was könnten zivilisierte Menschen denken, wenn Soziopaten wie Tamimi sich in Bewunderung sonnen?

This Ongoing War, 21. August 2012


Die reuelose, ungerechtfertigt freigelassene Mörderin Tamimi
mit dem reuelosen, ungerechtfertigt freigelassenen Mörder Tamimi
bei ihrer Hochzeit in Amman (Jordanien) im Juni 2012

Nach einigen Offline-Kommentaren über die Tamimi-Rede von gestern haben wir ein paar weitere Gedanken, die wir teilen möchten. Das Verlangen dazu ist von einem Gefühl ausgelöst, dass etwas zutiefst Verstörendes geschieht, das entweder ignoriert oder von den Leuten vorsätzlich nicht beachtet wird, die es beachten sollten.

Wenn ein Politiker oder einen Person der Öffentlichkeit auf unserer Seite des Zauns eine ignorante, dumme, smarte oder prägnante Äußerung tut – insbesondere, wenn es um die Araber geht (Sie kennen die Beispiele) – wird seinen/ihren Kommentaren mit fast sofortiger Analyse und regelmäßig mit Verurteilung einer globalen Phalanx aus Presse und Politikern begegnet. Die arabischen Medien konzentrieren sich obsessiv auf solche Dinge. Außerhalb der arabischen/islamischen Welt sehen wir, wie europäische, amerikanische, australische oder andere Kritiker weithin Rückschlüsse darauf ziehen, wie diese besondere israelische Sichtweise die nächste Schwarze Pest oder eine Zunahme der Pogrome in Frankreich herbeiführen wird. Als Minimum wird behauptet, dass den Seelen und der DANN unschuldiger israelischer Kinder, dem Weltfrieden usw. irreparabler Schaden zugefügt wird.

Um das zu illustrieren: Wenn eine Gruppe israelischer Delinquenten (das ist schon eine Sache aus der jüngsten Vergangenheit) bei einem Kampf auf der Straße einen arabischen Jugendlichen verprügelt, sagt die New York Times, der Vorfall habe zu „einer schonungslosen nationalen Konversation über Rassismus, Gewalt und wie die israelische Gesellschaft an diesen Punkt gelangt sein könnte“ geführt hat. Das ist ein echtes Zitat, Sie können das überprüfen. Wir glauben, die Schlussfolgerung des Journalisten der Times ist überreizter Blödsinn, aber darum geht es nicht. Israel ist nicht, war nie und sollte niemals immun für Kritik sein, sollte das nicht sein und ist es in den meisten Fällen nicht.

Jetzt denken Sie einen Moment darüber nach, wie Ahlam Tamimi und die Hunderte ihrer veröffentlichten Interviews und Reden werden von der globalen öffentlichen Meinung aufbereitet. Achten Sie insbesondere darauf, wie Araber sie betrachten, denn sie sind ihr Hauptpublikum.

Niemand – gewiss nicht die Frau selbst – leugnet die Tatsache, dass sie eine vorsätzliche Tötung großen und grausamen Maßes plante uns durchführte, was der ganze Zweck der Übung war. Das Gesetz verurteilte sie, weil sie eine Mörderin ist; sie sagt (mehr oder weniger), dass sie es für die Freiheit und Ehre ihres Landes tat. Die Tatsache, dass sie zu töten plante und überaus erfolgreich war, wurde nie bestritten. Sie lässt keine Gelegenheit aus zu sagen, dass es sich um Kinder und insbesondere um jüdische Kinder und genauer um orthodox jüdische Kinder wie unsere handelte, die das Ziel waren. Sie bedauert, dass sie nicht mehr tötete – das findet sich im Video von gestern und in zahlreichen anderen Reden und früheren Videos, die sie in Freiheit in Jordanien aufzeichnete.

Sie erscheint im Fernsehen und vor sie anhimmelnden Menschenmengen (fragen Sie uns, wenn Sie die Videos sehen wollen) und bringt die widerlichsten Arten rassistischen Hasses auf Juden, Israelis und Zionisten zum Ausdruck. Sie hat das oft gemacht, seit sie im Oktober ungerechtfertigt ihre Freiheit erhielt und ihre Botschaft wird von den sozialen Medien immens verstärkt. Sie ist ein Star auf YouTube, eine Heldin auf Facebook. Sie wird weltweit über Satellitenfernsehen in jede Ecke der Arabisch sprechenden Welt ausgestrahlt. Man kann darüber diskutieren, ob sie den größten Fußabdruck einer gewöhnlichen Mörderin (wenn man „Promis“ wie Hitler, Mao, Stalin usw. ignoriert) der Menschheit hat. Wenn das wie eine Übertreibung wirkt, dann drängen wir Sie einzuräumen, dass sie in die höchste Liga gehört. Dass die meisten Menschen dies nicht wissen, ist der Tatsache geschuldet, dass die meisten Menschen kein Arabisch sprechen.

Sie lächelt herzlich, wenn sie sagt, sie tötete diese Juden und ihr Gott wollte, dass sie das tut. Sei stellt heraus, dass sie in der Folge mit Freiheit, Ruhm und einer Hochzeit belohnt wurde, die live im Fernsehen übertragen wurde. Die bewundernden Masse applaudierten und heulten. Die Ermutigung (und vermutlich der Wille) ihr Tun nachzuahmen ist klar.

Wie viele Arabisch Sprechende gibt es in der Welt? Eine schnelle Suche im Internet bringt diese Zahlen zutage: „280 Millionen Muttersprachler und weitere 250 Millionen Nicht-Muttersprachler“ [Quelle]. Wie viele arabische Zeitungen? Viele.

Hier ist das, was wir sagen wollen: Wir haben gesucht und bisher keinen Blog, Artikel, keine veröffentlichte Rede oder einen Kommentar in ihrer Sprache – Arabisch – gefunden, mit der die Frau oder ihre Ansichten kritisiert werden. Bisher nicht einen einzigen. Wenn unserer Leser uns Ausnahmen zeigen können, bitte tut es.

Das ist zutiefst schockierend. Tamimis Botschaft ertönt in der arabischen und islamischen Welt. Ihre Ansichten reichen nicht einmal zu einer Kontroverse. Sie ist einfach eine Heldin, überall. Sie und ihre widerlichen Taten, Meinungen und Absichten scheinen eine Art globaler Konsens in der arabischen und islamischen Welt zu repräsentieren. Es gibt keine öffentliche Diskussion, es wird keinerlei Empörung geäußert – nicht einmal bezüglich der Passivität des Königreichs Jordanien, wo sie leb tund von wo eine dynamische, auf Tamimi fokussierte Industrie von Videos – online wie über den Äther verbreitet – ihre Botschaft von Hass und Tod in die Welt schickt.

Bedeutet das Fehlen von Kritik in der gesamten arabischen Welt, dass man dort das vorsätzliche Töten von unschuldigen Menschen bei den Feinden unterstützt? Bedeutet ihr Schweigen, das sie die Ermordung von Kindern unterstützen, wie es Tamimi in der Tat tut? Und dass sie sehen wollen, dass es wieder und wieder geschieht, wie sie es in der Tat tut?

Was sagt das über den Diskurs, der in der arabischen Welt im Gang ist? Welches Licht wirft es auf die globalen Nachrichten-Medien? Was sagt es uns über die Chancen jemals Frieden zu schließen?