Mittagessen mit Viertklässlerinnen

Freitagmittag. Nach der 6. Stunde. Inzwischen ist es 13.45 Uhr. Hunger. Oh, bis 14 Uhr ist die Mensa des Ganztagsschulbereichs noch offen. Die haben immer zu viel, weil viele Kinder sehr bescheiden essen. Mal sehen.

Tatsächlich, es gibt noch reichlich vom Kartoffel-Broccoli-Auflauf. Ich bekomme einen vollgeladenen Teller und setze mich zu zwei Mädels, die alleine einen Sechsertisch belegen; aller anderen bis auf einen sind leer und der eine voll besetzt. Die zwei grinsen fröhlich, den Lehrer hat man hier gerne dabei.

A-K holt sich Nachschlag. Ihr Teller ist ganz schön voll. „Schaffst du das überhaupt noch?“, frage ich sie. „Na klar. Das ist lecker.“

Nach kurzem Nachdenken: „Wir kriegen besseres Essen als meine Mutter.“
„Wie meinst du das denn? Was isst die denn?“
„Mal’n Toast oder so, abends.“
„Bei deiner Mama auf der Arbeit gibt’s doch bestimmt auch eine Kantine.“

„Keine Ahnung. Zu Mama auf die Arbeit darf ich nicht kommen. Das ist anders als hier. Zu dir auf die Arbeit darf ich kommen!“

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