Angriff auf christliches Hausbau-Projekt in Jerusalem ignoriert. Raten Sie mal, warum.

Kein Price-Tag, keine Siedler, nicht Jüdich, aber definitiv gewalttätig und nicht berichtet

Dexter Van Zile, CAMERA Media Analyses, 21. September 2012

Als eine unbekannte Einzelperson am 5. September 2012 den Satz “Jesus ist ein Affe” in Hebräisch auf die Tür eines Trappisten-Klosters in Latrun sprühte, machte das in der ganzen Welt Schlagzeilen. Über die Schändung, von der man glaubt, dass sei ein wegen der Räumung von Migron in der Westbank erbosten Juden begangen wurde, berichteten die Jerusalem Post, Ha’aretz, die New York Times, die Los Angeles Times, der Boston Globe und eine Reihe weiterer Nachrichten-Medien in der ganzen Welt. Über den Vorfall wurde z.B. in Irland, Schottland und den Niederlanden berichtet.

CNN und NBC News berichteten ebenfalls über die Schändung.

Kein Zweifel: Die Schändung hatte Nachrichtwert.

Wovon die Menschen nichts gehört haben, ist eine viel gewalttätigere Attacke auf ein römisch-katholisches Hausbau-Projekt im Viertel Bethphage in Jerusalem, der im August stattfand. Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem bietet die folgenden Details in einem von Lauren Charnin geschriebenen Artikel:

Bethphage – Die Episkopale Kommission für Medien und die Versammlung der katholischen Ortsbischöfe im Heiligen Land verurteilte einen gewalttätigen Vorfall in einem christlichen Hausbau-Komplex in Bethphage in Jerusalem.

Das geschah am Montag, 20. August zwischen 20 Uhr und Mitternacht, als eine Gruppe von fünfzig jungen Männern den Wohnkomplex für 79 Familien angriff, der Teil eines Projekts der Franziskaner im Heiligen Land ist. Nach einem Handgemenge zwischen jungen Leuten des christlichen Bereichs und einigen Nachbarn wurden Freunde hinzu gerufen und alle zusammen griffen sie den Komplex an, brüllten, warfen Steine, zerschlugen Autos und Fenster des Hauses. Eine Reihe Einwohner wurde verletzt und einer musste zur Behandlung ins Krankenhaus eingewiesen werden. „Die tun das, weil sie wissen, dass wir nicht mit Gewalt reagieren werden!“, protestierte David Josef, fünffacher Vater; er betonte: „Das ist das dritte Mal, dass uns das in zwei Jahren passiert…“

Der lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Fouad Twal, der Wächter des Heiligen Landes, Vater Pierbattista Pizzaballa und der zusätzliche Bischof von Jerusalem, William Shomali, begleitet von Priestern und Franziskanermönchen, besuchten am Mittwoch Bethphage, um ihre Solidarität mit den Einwohnern zu zeigen. Sie hörten sich die Beschwerden und Ansichten der Bevölkerung an und sahen aus erster Hand den als Folge dieses gesetzwidrige Handeln entstandenen Schaden.

Alle stimmten in der Verurteilung dieser Vorfälle und der Notwendigkeit Maßnahmen zur Verhinderung ihrer Wiederholung überein. Die Wichtigkeit gutnachbarlicher Beziehungen zwischen den Einwohnern des Baus und ihren muslimischen Nachbarn wurde betont.

Ein genaues Lesen des vom Lateinischen Patriarchat veröffentlichten Artikels deutet an, dass der Angriff ein Vorfall von Gewalt von Muslimen gegen Christen ist.

Eine „Nexis“-Suche mit den Worten „Bethphage“ und „Patriarchate“ in wichtigen Zeitungen der Welt, die nach dem 19. August 2012 veröffentlicht wurden, ergibt keine Resultate, was darauf hindeutet, dass die Weltpresse die Story ignorierte. Eine ähnliche Suche nach „Bethphage“ und „Anschlag“ bringt ein Gesamtergebnis von 10 Artikeln, die sich allesamt mit lokalen Geschichten beschäftigen, die nichts mit dem vom Patriarchat in Jerusalem zu tun haben.

Eine „Nexis“-Suche nach dem Wort „Patriarchat“ in großen Zeitungen der Welt, die nach dem 19. August 2012 veröffentlicht wurden, ergab sechs Ergebnisse, die nichts mit dem oben beschriebenen Angriff zu tun haben.

Das Lateinische Patriarchat veröffentlichte hier einen weiteren Artikel zu dem Anschlag und ein YouTube-Video über den Angriff kann hier angesehen werden. Der Algemeiner verwies hier in einem Artikel auf den Anschlag.

Jetzt wissen Sie also Bescheid, nicht Dank der Nachrichten-Organisationen, die vorgeben Sie zu informieren.