Araber flippen wegen „Israelischem Mezze-Stand“ in Harvard mit Nahost-Essen aus

Elder of Ziyon, 9. November 2012

Al-Arabiya schreibt:

Die Globalisierung bringt die Welt an Ihren Tisch; ziemlich buchstäblich, wenn sie auf die internationale Cuisine angewandt wird. Was aber als exotisch vermarktet werden sollte, kann tatsächlich als politisch inkorrekt rüberkommen, so wie im Fall des Speiseraums der Harvard Business School.

Was als einfacher, auf dem sozialen Netzwerk Facebook geteilter Eintrag begann – Sara el-Yafis Online-Klarstellungsnotiz an die Caterer der fragwürdigen Israeli Mezze Station der Universität – verbreitete sich dann wie ein Buschbrand.

„Der Eintrag wurde ganz von mir geschrieben, nachdem ich letzte Woche das Bild des Menüs auf der Facebook-Chronik meines Freundes sah“, sagte die libanesische Absolventin gegenüber Al-Arabiya und deutete an, dass sie keine Campus-Aktivistin ist. „Ich fragte ihn, ob er deswegen etwas unternahm oder unternehmen werde, er sagte Nein. Also sagte ich ihm, ich würde das Bild nehmen und etwas darüber schreiben!“

Hummus, Harrisa und Halloumi, um ein paar zu nennen, wurden von Yafi alle historisch überprüft; sie betonte mit jedem Aufzählungspunkt, dass das jeweilige Essen nicht israelisch ist, was den Namen des Standes falsch macht.

„Wenn du darauf bestehst die Araber nicht zu ehren (von denen viele Harvard-Studenten/-Absolventen sind – „hi!“) und/oder wenn du darauf bestehst niemals in kulinarischen Werten von Arabern zu sprechen (da wir ja von ihnen nie anders als Kriegstreiber und Terroristen reden), dann solltest du wenigstens den Anstand haben, das Mittelmeer-Mezze-Station zu nennen“, sagte Yafi in ihrem Eintrag.

Die Studentin sagte, die HBS habe viele arabische Studenten und fand, es sei notwendig die Aufmerksamkeit auf die offensichtlichen Beschilderungs-Entgleisung.

„Während meiner Zeit in Harvard habe ich ehrlich nie etwas so empörendes gesehen. Offensichtlich ist die Israeli Mezze Station in den vergangenen drei bis vier Jahren ziemlich oft aufgetaucht. Sobald ich das wusste, dachte ich mir, es sei unmöglich nicht darüber zu schreiben und die Aufmerksamkeit der geeigneten Leute wirklich darauf zu bringen, dass dies einfach inakzeptabel ist. Also markierte ich einige Harvard-Absolventen auf dem Foto, damit sie meinen Eintrag lesen und teilen können“, sagte Yafi.

Ich kann verstehen, dass Araber sich aufregen, wenn sie ihr traditionellen Essen falsch dargestellt sehen, obwohl es „das Empörendste“ zu nennen wohl ein ziemlicher Overkill ist. Und ich hätte kein Problem damit den Stand „Middle East“ oder „Mediterranean“ zu nennen. In der Tat stammt das Foto des Essens au seiner typischen Darstellung eines Ramadan-Iftar-Essens [der hier ursprünglich vorhandene Link ist nicht mehr gültig].

Doch man stelle sich vor, der Stand hieße „Palästinensischer Mezze-Stand“. Das wäre genauso falsch, da nichts davon „palästinensisches“ Essen ist – aber würde irgendein stolzer libanesischer oder ägyptischer Student einen derartigen Aufstand deswegen gemacht haben? Offensichtlich nicht.

Die Wut besteht nicht, wie der Artikel behauptet, wegen „kultureller Falschdarstellung“. Die Wut besteht wegen des Wortes „Israeli“.

Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass Israelis derart wütend wären, würden arabische Restaurants anfangen „arabische Sabich“ oder „arabische Ptitim“ oder „arabische Bamba“ zu verkaufen.

In dem Artikel heißt es weiter, dass der von Harvard engagierte Imbissverkäufer für die Benennung verantwortlich ist.