Aus dem Vatikan zu Gaza: Israel ist ein Baby-Killer

Nicht ein Wort war in all den Jahren vom Vatikan zu hören, als Babys in Sderot in tödlicher Gefahr waren. Die Gewalt begannen sie dort erst letzte Woche wahrzunehmen.

Guilio Meotti, Arutz-7, 21. November 2012

Kardinal Gianfranco Ravasi, Präsident des Vatikanischen Kulturrats, kommentierte den Krieg zwischen Israel und Hamas; dabei lieferte er eine heftige Attacke auf das jüdische Volk: „Ich denke an das ‚Massaker an den Unschuldigen‘. In Gaza sterben Kinder, die Schreie ihre Mütter sind ein Dauerschrei, ein universaler Schrei.“

Der hohe Vertreter der katholischen Kirche setzte Israels Operation im Gazastreifen gegen die Terrorgruppen mit der neutestamentlichen Geschichte der Abschlachtung der jüdischen Kinder durch Herodes gleich, als dieser sich bemühte Jesus zu töten.

Ravasi ist einer der beliebtesten katholischen Kardinäle und Direktor der Kirchenpolitik für Kultur; er bezeichnete Israel in einer schamlosen Form von Antisemitismus als Baby-Killer; damit beschuldigt er den jüdischen Staat subtil des Mordversuchs am neuen Jesus, symbolisiert durch das palästinensische Volk.

Die Ritualmord-Lüge des Vertreters des Vatikans wurde während einer Präsentation des neuen Buchs über das Leben Jesu von Papst Benedikt abgeliefert. Ravisis Thema jedoch – die Juden als Herodes, der die unschuldigen Babys tötete, weil sein Herz darauf aus war Jesus zu töten – wurde von mittelalterlichen Organisatoren von Pogromen heiß geliebt.

William Shomali, Generalvertreter des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, sagte in Radio Vatikan: „Was jetzt im Gazastreifen abläuft, ist eine grausame Gewaltspirale.“ Der Weihbischof erklärte dann: „Es ist schwierig zu wissen, wer das begann.“ Wie schwierig?

Vor ein paar Wochen behauptete Shomali in einem Interview mit dem katholischen Magazin Famiglia Cristiana, dass „Hass auf Christen“ der Talmud selbst sei. „Der Talmud, das von den Ultraorthodoxen studierte heilige Buch, das noch mehr verehrt wird als die Bibel selbst, lädt religiösen Hass ein, spricht übel von Jesus und noch schlimmer von Maria und – im Allgemeinen – von Christen“, sagte der Bischof. Er fügte an: „In israelischen Schulen wird nicht die Liebe zum anderen gelehrt, sondern die Vernichtung des anderen.“

Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur des Vatikan sagte Michel Sabbah, Patriarch emeritus von Jerusalem, der Gazastreifen habe seit vielen Jahren „unter der Last eines absurden Embargos gelebt, das das Alltagsleben von eineinhalb Millionen Menschen unmenschlich macht“.

Sabbah unterzeichnete gerade einen Appell von mehr als 100 christlichen Leitern, die die internationale Gemeinschaft aufforderten die Anerkennung des palästinensischen Staates als volles UNO-Mitglied zu unterstützen. Zu den Unterzeichnern gehört auch der griechisch-orthodoxe Erzbischof Atallah Hanna, ein selbsterklärter Antisemit, der die Selbstmordanschläge gegen israelische Zivilisten segnete.

Dennoch ist vom Papst keine Verurteilung des Trommelfeuers der Terrorgruppen auf die Städte des südlichen Israels vor der Operation Wolkensäule gekommen. Die Kirchenautoritäten und Benedikt XVI. selbst erhoben ihre Stimmen zur Verurteilung der Gewalt, die im Gazastreifen ausbrach, erst nachdem Israel begann die Einrichtungen der Terrorbewegungen in diesem Gebiet zu bombardieren. Vorher war nicht ein Wort zu hören.

Während der Operation Gegossenes Blei 2009 bezeichneten offizielle Vertreter des Vatikan den Gazastreifen als „Konzentrationslager“. Nachdem der Nazi-Vergleich seine Arbeit tat, ist jetzt das Motiv des Jesus-Mörders in die katholische Kirche zurückgekehrt.
Kommentar von Carl in Jerusalem:
In Wirklichkeit kann man keine Absätze im Talmud finden, die von Jesus sprechen, denn sie sind vo den von der Kirche inspirierten Regierungen seit Jahrhunderten herauszensiert worden. Ich verfüge über ein kleines Pamphlet, in dem alle zensierten Worte aufgeführt werden und in den letzten Jahren haben neue Bände, auf der Grundlage handschriftlicher Texte, die zensierten Worte an den Rändern hinzugefügt. Fakt ist: Zahllose jüdische Bücher wurden zensiert, um zu vermeiden die Empfindlichkeiten der Kirche zu verletzen.
Was den vorliegenden Fall angeht, zeigen Ravasis Kommentare, dass er die Benutzung „palästinensischer“ Kinder als menschliche Schutzschilde durch die Terrororganisationen völlig ignoriert. Wir Juden haben kein Prinzip des „die andere Wange hinhalten“. Wir werden gelehrt: Wenn jemand kommt, um dich zu töten, dann musst du ihn vorher töten. Und ja, das schließt die „palästinensischen“ Terroristen ein.

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