Nach Amud Anan: Raketen kosten Gaza-Bauern 500.000 Schekel

Elder of Ziyon, 2. Dezember 2012

Nach Angaben der Palestine Press Agency ist heute der erste Tag, dass der Gazastreifen Erdbeeren und Kirschtomaten der Saison in europäische Märkte exportiert.

Einige der Waren werden über den Kerem Shalom-Übergang geschickt und eine palästinensisch-arabische Firma – „Harvest Export“ – nutzen, um allen Papierkram und die logistische Organisation zu handhaben. So weit ich weiß sind alle Feldfrüchte des Gazastreifens bisher über israelische Exporteure verschickt worden.

Interessanterweise vermerkt die Internetseite von Harvest Export mit Stolz, dass „palästinensische Bauern aus Langzeit-Beziehungen mit ihren israelischen Gegenparts die Nutzung moderner Landwirtschaftstechniken und -methoden lernen“.

Die Exportsaison sollte eigentlich vor zwei Wochen beginnen – aber der Islamische Jihad entschied sich Mörser auf den Kerem Shalom-Übergang zu schießen, was seine Schließung erzwang, trotz israelischer Anstrengungen die humanitäre Hilfe weiter fließen zu lassen.

Offizielle Vertreter der Bauern des Gazastreifens schätzen, dass sie wegen der Kämpfe eine halbe Million Schekel verloren, weil sie die Erdbeeren im Strip selbst für 5 Schekel pro Kilogramm verkaufen mussten, statt in Europa 25 Schekel pro Kilogramm zu bekommen.

Vielleicht können sie den Islamischen Jihad wegen des Fehlbetrags verklagen? Das Justizsystem im Gazastreifen wird sie doch sicher fair behandeln, oder?