Ägyptischer Forscher behauptet es gab keine Tempel

Elder of Ziyon, 14. Januar 2013

Al-Ahram berichtet, der ägyptische Forscher Dr. Rahim Rihan, angeblicher Experte für den Sinai und Meeresarchäologie, habe festgesetzt, dass es niemals irgendwelche jüdischen Tempel in Jerusalem gab.

Teil seiner Beweise ist der Bericht des Völkerbunds vom Dezember 1930, der feststellte, dass die Westmauer den Muslimen gehöre. (Teil dieser Schlussfolgerung entstammte der Aussage der Rabbiner, dass sie niemandem gehöre außer Gott, während die Muslime sie als ihren Grundbesitz beanspruchten.)

Sieht man sich aber genau diesen Bericht an, dann macht der Völkerbund glasklar, dass die jüdischen Tempel auf dem Tempelberg standen [obwohl diese Darstellung einige Auslassungen enthält – heplev]:

Die Klagemauer bildet einen integralen Bestandteil der westlichen Außenschale des Haram-esh-Sherif, der selbst die Stätte der antiken jüdischen Tempel ist, die heute durch muslimische Moscheen ersetzt sind… Die sehr großen Steinblöcke an der Basis der Mauer, insbesondere die sechs Lagen behauener Steine, werden von den meisten Archäologen der Zeit des Herodes-Tempels zugeordnet (d.h. dem zweiten, wieder aufgebauten Tempel). Viele der Steine tragen auf ihrer Oberfläche hebräische Inschriften, einige aufgemalt, andere eingemeißelt. Oberhalb dieser Steine gibt es drei Lagen unbehauenen Mauerwerks; diese sind vermutlich römische Arbeit (aus der Zeit des Wiederaufbaus der Stadt als römische Kolonie durch Kaiser Hadrian). Die oberen Schichten entstammen weit späterer Zeit, entstammen wahrscheinlich dem Zeitraum um 1500 n.Chr. Jüngere Forschung zeigen an, dass die Grenzen der Mauer mit denen des Plattform des salomonischen Tempels übereinstimmen, von dem Steinlagen immer noch unterhalb der Oberfläche vorhanden sein sollen.

… Salomo baute den ersten Tempel Jerusalems, dessen Herrlichkeit und Schönheit weithin bewundert wurden, Dank der heiligen Bücher und der Historiker. Der Tempel stand auf dem Berg Moriah auf dem Plateau, heute bekannt als der Haram-esh-Sherif.

… Um 720 v.Chr. zerstörten die Assyrer das Königreich Israel und nahmen die Einwohner als Gefangene mit. Um 600 v.Chr. griff Nebukadnezar, König von Babylon, das Königreich Judäa an. Er zerstörte die Stadt Jerusalem und den Tempel Salomos im Jahr 687 v.Chr. Die meisten Anwohner wurden in Gefangenschaft gebracht und waren nicht in der Lage in ihr Land zurückzukehren, bis der persische König Kyros etwa 50 Jahre später Babylon erobert hatte.

Nach Angaben des Propheten Jeremiah hatte die Juden, die während der Zeit des Exils im Heiligen Land verblieben waren, bereits die Gewohnheit entwickelt an den Ruinen des Tempels zu beten. Nachdem die Juden nach Palästina zurückkehreten, wurde der Tempel an seiner alten Stelle wieder aufgebaut, etwa um die Jahre 520 – 515 v.Chr. Während des folgenden Jahrhunderts wurde von Esra und Nehemiah eine vorgeschriebene Form von Ritualen eingerichtet.

332 v.Chr. kamen die Juden unter die Vorherrschaft der Makedonier. König Antiochus IV. behandelte die Juden in gewissem Ausmaß auf schlimme Weise. Das dauerte an, bis das Land von den Römern erobert wurde; Pompejus betrat Jerusalem im Jahr 63 v.Chr. Die Tradition – Bavli, Makkoth24 – sagt, dass die Juden auch in dieser Zeit (d.h. nach der Zerstörung des zweiten Tempels) sich angewöhnt hatten zu den Ruinen der heiligen Stätte zu gehen.

Im Jahr 40 v.Chr. wurde Herodes mit dem Zusatz „der Große“ mit Hilfe der Römer König von Judäa. Währen seiner Herrschaft gewann das judäische Königreich etwas von seinem alten Glanz zurück. Herodes baute den Tempel ein zweites Mal wieder auf.

Dieser letzte Tempel sollte nicht die Lebensdauer seiner Vorgänger erreichen, denn im Jahr 70 n.Chr. eroberte Titus, der danach römischer Kaiser wurde, Jerusalem und wie Nebukadnezar sechseinhalb Jahrhunderte vor ihm zerstörte er die gesamte Stadt Jerusalem und auch den Tempel. Nur ein Teil der Westmauer blieb von dem Gebäude übrig.

Im von Dominikanern herausgegebenen Buch „Vincent and Abel, Jérusalem nouvelle“ (Paris 1922-26) wird uns gesagt, das die Juden während der ersten Zeit nach der Zerstörung des herodianischen Tempels weiterhin zu den Ruinen gingen und dort weinten. Die Tradition sagt, dass der Ort des Weinens damals der Stein auf dem Berg Moriah gewesen zu sein scheint, wo heute die Omar-Moschee steht.

… Es gibt mehrere jüdische Autoren des 10. und 11. Jahrhunderts, z.B. Ben Meir, Rabbi Samuel ben Paltiel, Solomon ben Judah und andere, die darüber schreiben, dass die Juden die Klagemauer aus frommen Gründen Zwecken repaprierten, also unter der arabischen Herrschaft. Ein unbekannter christlicher Pilger des 11. Jahrhunderts bezeugt eine Fortführung der Gepflogenheit, dass Juden jedes Jahr nach Jerusalem kommen.

Was für Lügner sind nötig, um ein Dokument als Beweis eines Standpunkts anzuführen, das in Wirklichkeit genau das Gegenteil sagt?

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