Die Sunday Times aus London begeht den Holocaust-Gedenktag mit einer widerwärtig antisemitischen Karikatur

Israel Matzav, 26. Januar 2013

Sonntag, 27. Januar – heute – ist der jährliche Holocaust-Gedenktag der Vereinten Nationen, der in der gesamten Welt begangen wird, besonders aber in Europa.

Die Karikatur in diesem Eintrag wurde von der Sunday Times of London (die neben dem Telegraph einst eine der weniger antisemitischen Zeitungen Londons war) als angemessen bewertet für den Anlass bewertet und veröffentlicht wurde. „Wird die Zementierung des Friedens weiter gehen?“ Raheem Kassam vom Commentator schreibt dazu:

Letzte Woche war es MP David Ward, dessen Fall ein Schlaglicht auf ein ständig wachsendes Kontingent an antiisraelischen Stimmungen innerhalb der britischen Regierung setzt. Das sind die Pappnasen, die Sie glauben machen wollen, dass Israels Sicherheitswall zu 100 Prozent aus Beton besteht, 30 Meter hoch ist und mit dem Blut von Palästinensern gebaut wurde.

Und wer könnte sie möglicherweise dafür verantwortlich machen, dass sie diese vor schlechter Information strotzende Vorstellung haben, wenn ihre Kollegen im Parlament sie zu einseitigen Schritten in der Westbank einladen, während sie gleichzeitig die Hamas und die Hisbollah als „Freunde“ bezeichnen?

Wichtiger ist aber: Wer kann ihnen Vorwürfe machen, wenn einige der klügsten Medien des Landes Israel und seine Führer in genau dieses Licht stellen: den großnasigen Juden, der über einer Mauer kauert, mit dem Blut von Palästinensern baut, während die sich darin unter Schmerzen winden?

Denn genau das hat die Sunday Times heute gemacht; sie hat sich nicht nur auf der dünnen Linie zwischen Kritik und Ritualmord-Lüge bewegt, sondern sie spuckend überschritten, sie als Dreck hinterlassen und volles Tempo voraus nach Antisemitismusstadt hinein galoppiert.

„Wird das Zementieren des Friedens weiter gehen?“, heißt die Bildunterschrift unter dem Bild eines quasimodoartigen Netanyahu. Als würde dieser halbherzige Versuch eines Wortspiels helfen könnte den offenkundigen Rassismus dieses Bildes zu maskieren. Nein.

Im Gespräch mit einem Freund wurde ich unlängst gefragt: “Glaubst du, dass die Menschen nach 200 Jahren den Holocaust vergessen haben werden oder glauben, dass er ein Märchen ist?“ Meine naive Antwort lautete: „Nein. Ich glaube, es gibt genug gute Menschen in der Welt, die sicher stellen, dass das nicht geschieht.“ Damals hätte ich niemals gedacht, dass die Redakteure der Sunday Times zu denen in der Welt gehören würden, die wahrer Stürmer-Manier den Holocaust-Gedenktag nutzen würden, um eine Ritualmord-Lüge zu veröffentlichen und wissentlich die Erinnerung an einen der größten Völkermorde überhaupt untergraben.

Ich nehme an, in diesem Punkt lag ich falsch. Ich hoffe wirklich, dass ich bei dem andren nicht falsch liegen werde.

Ist irgendjemand wirklich überrascht? Großbritannien unternahm mehr als jedes andere Land der Welt, um die Gründung des jüdischen Staates zu verhindern. Es unternahm mehr als jedes andere Land außerhalb Deutschlands, dass der Holocaust durchgeführt wurde, indem es die Juden an der Emigration in ihre jüdische Heimat verhinderte. Das einzige, das sich in den letzten 65 Jahren geändert hat, ist: Der Islam ist nach Großbritannien gekommen, wo er weithin von der multikulturellen Schwatztruppen begrüßt wurde, die ihn exotisch finden…

Sie dürfen erwarten, dass Großbritannien in nicht allzu ferner Zukunft den Weg Somalias einschlagen wird. Ich hoffe nur, dass seine Juden rechtzeitig aufwachen und es verlassen.

3 Gedanken zu “Die Sunday Times aus London begeht den Holocaust-Gedenktag mit einer widerwärtig antisemitischen Karikatur

  1. Wenn ich auf meinem Blog irgendwas poste über Reisen, Kultur, Essen, Politik etc. bekomme ich immer alle Bewertungssterne. Poste ich was über Israel dann bekomme ich automatisch weniger Sterne. Komisch, nicht wahr? Außerdem haben sich 2 FB-„Freunde“ von mir verabschiedet, die meinten, „ja, alles ganz nett, aber Du mit Deinem pro-israel-Fimmel“. Und weg waren sie. Nicht das ich darüber traurig wäre, aber es ist so bezeichnend: Nirgendwo, bei keinem Thema, schwappen die Aversionen so hoch. Hat natürlich alles nichts mit Antisemitismus zu tun…..

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