Originelles Denken: Missbrauch des Holocaust zur Verleumdung Israels

Der internationale Holocaust-Gedenktag sollte als Erinnerung daran dienen, dass – wenn wir unsere Wachsamkeit nicht aufrecht erhalten und nicht die in Holocaust-Begriffen abgefasste Verbreitung von antiisraelischen Verleumdungen verhindern – dieselbe Bedrohung, die unsere Vorfahren in Europa verzehrte, uns in unserer Heimat in der tödlichen Umsetzung der Delegitimierung verzehren könnte.

Barry Shaw, Jerusalem Post, 28. Januar 2013

Holocaustgedenken sollte die Opfer ehren, doch in jüngerer Zeit ist sein Gebrauch von den Feinden der Juden und des jüdischen Staates pervertiert worden; und in seiner pervertierten Form wird es als Keule zur Dämonisierung und Delegitimierung Israels, des jüdischen Staates, verwendet.

Als der Großmufti von Jerusalem, Hadsch Amin al-Husseini, sich beeilte Adolf Hitler seiner Treue zu versichern, machte er das aus einem antisemitischen Wunsch heraus die palästinensischen Juden zu vernichten und sie durch eine arabische Nation zu ersetzen.

Palästina war eine öde ottomanische Provinz, die vom zionistischen Vorhaben der Schaffung einer legitimen nationalen Heimstätte des jüdischen Volkes wiederbelebt wurde; der Völkerbund machte es 1922 zu einem einhelligen und juristisch für Recht erkannten Fakt. Spulen wir auf heute und die zahlreichen Äußerungen von PA-Präsident Mahmud Abbas vor, die vor Antisemitismus nur so dampfen.

Abbas erhielt seinen Doktortitel vom Oriental College in Moskau für Holocaustleugnung, die auf einer wirren Idee gründet, dass die Zionisten (Juden) mit den Nazis bei der Ermordung von Juden kooperierten. 1983 schrieb er das Buch „Die geheime Beziehung zwischen dem Nationalsozialismus und der zionistischen Bewegung“, in dem er behauptete die Gaskammern der Nazis seien nicht genutzt worden um Juden zu töten, sondern nur um sie zu desinfizieren. Er reduzierte die Zahl der im Holocaust getöteten Juden auf 890.000 und theoretisierte weiterhin, dass sie als gemeinsamer Einsatz von jüdischen Führern und den Nazis ermordet wurden.

In der sich verschlimmernden, antisemitischen Verschwörungstheorie schreibt Mahmud Abbas, dass Adolf Hitler sich erst entschloss Juden zu töten, nachdem David Ben-Gurion ihn dazu provozierte, indem er 1942 „den Nazis den Krieg erklärte“.

Die Feststellung ist interessant, dass die BBC in ihrem Profil von Abbas dessen Holocaustleugnung vertuscht. Sie beschreibt ihn als „einen hoch intelligenten Mann, der in Ägypten Jura studierte, bevor er in Moskau promovierte. Er ist Autor mehrerer Bücher…“ Das Profil versäumt es die These seiner Dissertation oder das Themen seiner Bücher zu beschreiben.

Die New York Times nennt Abbas „einen Rechtsanwalt und Historiker. Er hat einen Doktortitel in Geschichte vom Oriental College in Moskau. Sein Thema war der Zionismus.“ „Zionismus“ und nicht „Holocaustleugnung“.

Der unverhohlen antisemitische Mahmud Abbas wird „moderat“ genannt. Und das trotz der Tatsache, dass er wiederholt sagte, er werde den jüdischen Staat nie anerkennen, „nicht mal in tausend Jahren“. Er hat außerdem einen Palästinenserstaat gefordert, in dem nicht ein einziger Jude die Staatsbürgerschaft erhalten darf, was damit einen Palästinenserstaat zum ersten offiziell „judenreinen“ Staat seit Nazideutschland machen würde.

Die Jerusalem Post veröffentlichte am 22. Januar einen Bericht von Khaled Abu Toameh und Herb Keinon, in dem Mahmud Abbas in einem Interview mit Al-Mayadin (ein mit der Hisbollah und dem Iran verbundener libanesischer Fernsehsender) zitiert wird; dort sagte er, die zionistische Bewegung habe vor dem Zweiten Weltkrieg Verbindungen mit den Nazis gehabt.

Abbas behauptet er habe „70 weitere Bücher, die ich immer noch nicht veröffentlicht habe“ zu den angeblichen Verbindungen der zionistischen Bewegung zu den Nazis. „Ich fordere jeden heraus sie Beziehung zwischen dem Zionismus und den Nationalsozialismus in Abrede zu stellen“, sagte Israels „moderater Friedenspartner“.

Wundert es, dass Verfechter der palästinensischen Sache in die Nutzung von Holocaust-Bildsprache verfallen, um Israel zu verleumden und einen obszöne Metapher zu schaffen, die Israel als Nazis und die Palästinenser als Holocaust-Juden anordnet? Die Äußerung des britischen Liberaldemokraten und Parlamentariers David Ward, dass „Juden, die während des Holocaust Stufen der Verfolgung erlitten, innerhalb von ein paar Jahren der Befreiung aus den Todeslagern auf täglicher Basis Gräueltaten an den Palästinensern in der Westbank und dem Gazastreifen begehen“, ist vollgestopft mit antisemitischen Anschuldigungen. Da haben wir es: Juden verließen die Konzentrationslager und begannen fast sofort die palästinensischen Araber zu verprügeln, verhungern zu lassen und hinzurichten, so Wards Hirngespinst.

Ward zog auch nicht zurück, als er mit der Empörung aus seiner Partei konfrontiert wurde. In einer lahmen Verteidigung sagte er: „Nun, ich beschuldige die Juden, die das taten. Wenn Sie ein Jude sind, der das nicht tat, dann beschuldige ich Sie nicht.“

Beachten Sie den ständigen Verweis auf die Juden – nicht die Israelis. Das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass er Antisemit ist.

Was ich an diesem Vorfall verstörend fand ist, dass diejenigen, die Ward dafür verurteilten, dass er die Juden mit dem Holocaust und das Palästinenserproblem nebeneinander stellte, nichts unternahmen um zu zeigen, dass weder die Juden noch Israel die Palästinenser in irgendeiner Weise, Gestalt oder Form so behandeln, wie die Nazis mit den Juden umgingen.

Niemand zeigte ihm, dass die Palästinenser, wären sie nicht derart durchdrungen von ihrer antisemitischen Ablehnung neben einem jüdischen Staat zu leben und nicht so leidenschaftlich geschworen hätten den jüdischen Staat aus ihrer Mitte zu entfernen, heute längst ihren eignen Staat haben würden.

Der Einfluss des Holocaust auf den arabisch-israelischen Konflikt positioniert Israel als die bösen Nazis, während gleichzeitig die Islamisten und die palästinensischen Araber Nazidoktrin und Drohungen gegen Israel zur Anwendung bringen. Hören Sie dem Iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zu und lesen Sie die Chara der Hamas und die der PLO, dann begreifen Sie die Wahrheit.

Dämonisierung und Bilder nach Art von Goebbels werden von pro-palästinensischen, anti-Israel-Gruppen regelmäßig in Wegwerfparolen benutzt, die die antisemitischen Wurzeln ihrer Sache offenlegen.

Greta Berlin, Gründerin der „Free Gaza“-Bewegung, ist eine Antisemitin und hat in ihren Bemühungen Israel in Nazi-Kleidung zu hüllen oft Holocaust-Parallelen genutzt. Auf ihrer „Free Gaza“-Facebookseite erschien ein Video, das die Botschaft im Titel führte, „Zionisten betrieben die Konzentrationslager und halfen bei der Ermordung von Millionen Juden“. Unter diesem Video erschien die folgende Botschaft: „Das Wort ‚Nazi‘ ist eine Kombination aus Nationalsozialistischer Partei und Zionistischer Partei“.

Als sie von anderen pro-palästinensischen Organisationen bedrängt wurde, die von dieser offenen Zurschaustellung von Antisemitismus peinlich berührt waren, gab sie eine dürftige Ausrede von einem „technischen Fehler“ ab und behauptete, ihre Kritiker betrieben „eine Hexenjagd“.

Auf einer pro-palästinensischen „Our Land“-Facebookseite postete Greta Berlin eine personalisierte Einführung zur zionistischen Kollaboration mit den Nazis: „Endlich kommen Menschen die bestätigen, was viele von uns seit vielen Jahren gewusst haben. Nicht nur das: Der Holocaust wurden von den Zionisten ausgebeutet, um Israel zu schaffen, doch bekam das – weitgehend – Hilfe, wurde angestiftet und zu einem großen Teil von ihnen geschaffen, um eine unvermeidliche Welle der Weltmeinung für die Gründung einer ‚sicheren Zuflucht‘ zu schaffen.“ Lassen Sie mich das wiederholen. In ihren eigenen Worten schrieb sie: „Viele von uns haben seit vielen Jahren gewusst … dass der Holocaust von den Zionisten [Juden] ausgenutzt wurde um Israel zu schaffen.“ Damit machte sie sich nicht nur zu einer fanatischen Antisemitin, sondern wiederholte auf gespenstische Weise die Gedanken und Worte des Mahmud Abbas, der oft als Israels vernünftiger und moderater Friedenspartner dargestellt wird.

Von mir in einer Fernsehdebatte vor kurzem gefragt, gab Greta Berlin zusammen mit einem Araber namens Rami aus Lod (Israel) und Mahmud aus Amman (Jordanien) zu, dass ihre individuellen Lösungen für das Problem dieselbe war: ein Palästinenserstaat anstelle von Israel. Tief im Herzen derer, die Holocaust-Metaphern nutzen, steckt der Traum Israel abzuschaffen; die Endlösung des jüdischen Problems im Nahen Osten.

Auf Grundlage ihre jüngsten Geschichte, Äußerungen und Taten schlage ich vor, dass Israels Feinde einen Blick in den Spiegel werfen um um sehen, wer die Judenhasser von heute sind und wer sich wie die modernen Nazis verhält.

Der internationale Holocaust-Gedenktag sollte als Erinnerung daran dienen, dass – wenn wir unsere Wachsamkeit nicht aufrecht erhalten und nicht die in Holocaust-Begriffen abgefasste Verbreitung von antiisraelischen Verleumdungen verhindern – dieselbe Bedrohung, die unsere Vorfahren in Europa verzehrte, uns in unserer Heimat in der tödlichen Umsetzung der Delegitimierung verzehren könnte.

2 Gedanken zu “Originelles Denken: Missbrauch des Holocaust zur Verleumdung Israels

  1. Wie sagte meine Mutter sl. so schön: Sie gedenken der Opfer von Auschwitz und Treblinka um auf uns Überlebende besser einschlagen zu können.
    Amen.

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