Wieder ein Bericht wie der von Goldstone

Dror Eydar, Israel HaYom, 1. Februar 2013

Fangen wir beim Ende des neuesten Berichts des UNO-Menschenrechtsrats an, der eine Zeitleiste der „israelischen Siedlungen in besetztem palästinensischem Territorium“ bietet. Nun, alles fing 1948 an, als wir unseren Staat auf palästinensischem Land in Verletzung britischer Politik gründeten, wie sie im „Weißbuch“ umrissen wurde, das nur 75.000 Juden die Einreise nach Palästina gestattete. Darüber hinaus hing die Einreise von der Zustimmung der Araber ab. Seit damals annektierten wir Land, siedelten, schänden usw. Das Weißbuch als Ausgangspunkt. Nett, nicht wahr?

Nun, die internationale Definition ist „besetzte Gebiete“ (nicht „besetzte palästinensische Gebiete“), was bedeutet, dass der Besitz des Landes juristisch umstritten ist. Wir argumentieren, dass das land uns gehört, als Teil des historischen Landes Israel, aufgrund dessen, dass es nie zu einem anderen Staat gehörte. Schon in den 1970-er Jahren bewiesen Rechtsexperten, dass wir keine „Besatzer“ sind, weil wir nie Land eroberten, das einem anderen Staat gehörte. Die letzte souveräne Instanz in diesem Land war die britische Mandatsmacht. Die jordanische Besatzung wurde nie offiziell anerkannt und selbst Jordanien gab die Besitzansprüche auf dieses Territorium gegen Ende der 1980-er Jahre auf.

Außerdem sollte die Zeitleiste vor mehr als 3.000 Jahren beginne. Doch selbst, wenn wir 18 Jahrhunderte zurückgehen, stellen wir fest, dass die römischen Herrscher dem Land Israel – oder Judäa – den Namen „Palästina“ in dem Bemühen gaben die Verbindung zwischen den Juden und ihrer Heimat zu durchtrennen. Im siebten Jahrhundert vertrieben muslimische Eroberer einen großen Teil der jüdischen Bevölkerung aus dem Gebiet und konvertierten sie zwangsweise zum Islam. Seit damals war das Land weitgehend öde, bis Ende des 19. Jahrhunderts – der Rückkehr der jüdischen Nation nach Zion. Das Land hatte auf seine wirklichen Söhne und Töchter gewartet und sollte nur unter ihnen aufblühen.

Der UNO-Bericht wird im Mülleimer der Geschichte landen, genauso wie der Goldstone-Bericht. Beide wurden vom Menschenrechtsrat ausgegeben, der seit seiner Gründung bewiesen hat, dass jeder Mensch auf dieser Erde Rechte hat – außer den Juden.

Auf seinem Weg in den Mülleimer wird der Bericht Israel Schaden zufügen, den Terror gegen uns legitimieren und der diplomatischen Lügenkultur eine weitere Schicht hinzufügen.

Genauso wie im Fall Goldstone waren diejenigen, die darin hauptsächlich zu Israels Delegitimierung beitragen, von europäischen Regierungen finanzierte israelische Organisationen, die zu einem großen Teil auch vom New Israel Fund finanziert werden. Der Bericht nutzte umstrittene Daten, die von Organisation wie B’Tselem, Yesh Din, Adalah und natürlich Peace Now zur Verfügung gestellt wurden, um Dutzende Punkte zu belegen. Die Ermittler, die den Bericht zusammenstellten, verließen sich außerdem auf Leitartikel und Kommentare aus einer einzigen journalistischen Quelle. Sie vermuten richtig: Ha’aretz. Ein großartiges Werk empirisch-wissenschaftlicher Forschung.

Ein Gedanke zu “Wieder ein Bericht wie der von Goldstone

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.