Willkommen in Absurdistan

Der FDP-Vorsitzende von Hessen, Jörg-Uwe Hahn, hat sich eines Verbrechens schuldig gemacht. Er hatte es gewagt zu fragen, ob Deutschland weiterhin bereit sei, einen asiatischen Vizekanzler zu akzeptieren, denn wenn dem nicht so sei, so wäre es die Aufgabe der Zivilgesellschaft, dies zu ändern. Wörtlich: „Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren.“

Sofort wurde die Guillotine aufgebaut: Von „Rassismus in Reinkultur“ wird geschimpft, er gebe „sich Rassismus hin, statt ihn zu bekämpfen“, habe „tief rassistisches Gedankengut“ intus, sei „stillos entgleist“ und so weiter.

Was, bitte, soll daran rassistisch sein? Hahn hat weder Rösler als Person, als MIgrationshintergründler noch sonstwie herabgewürdigt. Er hat eine Frage gestellt, die vielleicht unberechtigt ist, aber wenn, dann fragt er, ob die Wähler in Deutschland noch zu rassistisch sind, um einen Asiaten weiterhin in einem herausgehobenen Amt zu akzeptieren.

Die „Kritiker“ – reine Kampfgeier, die ohne Nachzudenken wie pawlowsche Hunde auf bestimmte Reizwörter reagieren und ihre Standardverleumdungen ablassen, wenn es der „Richtige“ sagt. Man möge sich erinnern: Vor einigen Jahren zog ein Mulatte (darf man das noch sagen?) in den US-Präsidentschaftswahlkampf. Wenn ich mich recht erinnere, dann war es eine große deutsche Wochenzeitschrift, die den Mann auf dem Titel im seitlichen Porträt abdruckte, daneben die Frage, ob die USA bereit seien für einen schwarzen Präsidenten.

Nach dem, was wir im Moment an künstlicher Verleumdungsaufregung erleben, muss die Redaktion dieser Zeitschrift (war es nicht de SPIEGEL?) also ein Trupp Rassisten sein, die sofort aus der deutschen Medienlandschaft zu entfernen sind!