Wessen heilige Stätten werden angegriffen?

Leo Rennert, The American Thinker, 1. April 2013

Wenn man Mahmud Abbas zuhört, dann wird die Al-Aqsa-Moschee – die drittheiligste Stätte des Islam – von Israel systematisch angegriffen. Und nicht nur die Al-Aqsa, die auf dem Tempelberg steht, sondern alle christlichen und muslimischen heiligen Stätten in Jerusalem. So schlug der Palästinenserführer letzte Woche auf dem Gipfel der Arabischen Liga Alarm. Im Gegenzug versprachen die arabischen Führer einen Fonds von $1 Milliarde zum Schutz des „arabischen Ostjerusalem“.

Abbas ließ dem am Sonntag bei einer Fahrt nach Amman weiteres folgen; dort unterschrieben er und König Abdallah eine Vereinbarung zum Schutz der heiligen Stätten in Jerusalem. Wieder wurde die Al-Aqsa als oberstes Ziel israelischer Angriffe hingestellt. Und als Zugabe erklärten die beiden Führer die Schützer aller muslimischen und christlichen Stätten in Jerusalem zu werden.

Das war nicht nur ein erdichtetes Machwerk, da die Al-Aqsa und alle anderen religiösen Stätten in Jerusalem offen bleiben und unter vollem israelischem Schutz stehen. Auffallend fehlt aber bei all diesen angeblich bedrohten Zielen die jüdischen heiligen Stätten in Israels Hauptstadt, wo Tempelberg und Westmauer die heiligsten Orte des Judentums sind. Irgendwie entging es der Aufmerksamkeit von Abbas und König Abdallah – sollten sie es mit dem Schutz aller heiligen Stäten in Jerusalem ernst meinen – dass die tatsächlich gefährdeten Heiligtümer in Jerusalem und der angrenzenden Westbank die jüdischen sind.

Als wollen sie diese Tatsache unterstreichen, während Abbas und König Abdallah sich in Amman zusammensetzten, um nicht existenten Bedrohungen christlicher und muslimischer Heiligtümer zu begegnen, schleuderten palästinensische Jugendliche Steine auf israelische Besucher auf dem Tempelberg. Das Steine-Trommelfeuer verfehlte sein Ziel, den Juden den Zugang zur heiligsten Stätte des Judentums zu verwehren. Dafür sorgte die israelische Polizei.

Ein unerschrockener Journalist sollte aber König Abdallah und Abbas darüber aufklären, wer tatsächlich heiligen Boden respektiert – und wer nicht.

Als der Großvater des Monarchen auf dem Haschemitenthron saß, riss Jordanien die Kontrolle über Ostjerusalem an sich, einschließlich des Tempelbergs und der Westmauer. Unter jordanischer Herrschaft wurden jede Menge Synagogen in der Altstadt Jerusalems verwüstet und zerstört. Ein ziemlicher Kontrast zu den diesjährigen Karfreitags-Ritualen, bei denen christliche Pilger aus Nah und Fern friedlich die Via Dolorosa entlang zur Grabeskirche zogen, wo Jesus gekreuzigt worden sein soll. Seit Israel 1967 Ostjerusalem eroberte, ist dies während aller Osterfeiertage üblich gewesen.

In scharfem Gegensatz geht die völlige Missachtung jüdischer religiöser Empfindungen durch Araber und ihre Führer bis heute weiter. Unter der Herrschaft von Abbas und der PA in der Westbank sind das Rahelgrab bei Bethlehem und das Josephsgrag in Nablus regelmäßige Ziele palästinensischer Vandalen geworfen.

Aber irgendwie scheint das Abbas nicht im Geringsten zu kümmern.

Ein Gedanke zu “Wessen heilige Stätten werden angegriffen?

  1. Wird man es auch „MAUER“ nennen?

    http://german.ruvr.ru/2013_04_10/Saudi-Arabien-baut-riesigen-Zaun-entlang-Grenze-mit-Jemen/

    Saudische Behörden haben mit dem Bau eines Sperrzauns entlang der Grenze mit dem Jemen begonnen. Wie erwartet soll sich die ca. 1800 Kilometer lange Umzäunung vom Roten Meer im Südwesten des Reiches bis zur Grenze mit Oman im Südosten von Saudi Arabien erstrecken.

    Die Entscheidung zum Bau wurde im Zusammenhang mit der Verschlechterung der Situation im Jemen nach dem Sturz von Präsident des Landes Ali Abdullah Saleh im Februar 2012 getroffen. Seither versuchen Tausende von illegalen Einwanderern, Drogenhändlern und Schmugglern, sich in Saudi Arabien aus dem Jemen illegal einzuschleichen.

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