Zu Ehren von Israels 65. Geburtstag

Barbara Sofer, Jerusalem Post, 11. April 2013

65 + 1 neue Gründe Israel 2013 zu lieben – in loser Reihenfolge

1. Junge eingeborene Führungspersönlichkeiten der Norway House Cree Nation in Manitoba (Kanada) kamen nach Israel, um zu lernen „wie ein alters Volk sein Erbe beibehalten kann, während es die moderne Welt begrüßt und damit Selbstbestimmung erreicht“.

2. Wir Israelis reden mit unseren Händen, deshalb entwickelt ein Startup namens Pointgrab eine Technologie, damit unsere Computer unsere Gesten verstehen.

3. Wir reden gerne, basta. Sechs (ex-) Leiter des streng geheimen Shin Beth (Geheimdienst) sind die Stars eines Films, der die Geheimnisse ihrer Karrieren offenbart. Selbst der Regisseur sagte, er sei überrascht gewesen, dass sie einer Meinung waren.

4. Intensität. Wir werden von Bloomberg in Sachen „Forschungs- und Entwicklungsintensität“ auf dem ersten Rang geführt.

5. Beim Forschen trinken wir rund 4,5 kg Kaffee im Jahr. Die neue Cups Tel Aviv-App wird das einfacher machen, über sie wird aller Kaffee zu einem Festpreis angeboten, den man trinken kann.

6. Mobileye Inside: Luxuriöse europäische BMWs und Volvos werden sich jetzt mit israelischer Anti-Crash-Technologie schützen.

7. Wir überraschen die Experten immer noch. Die berühmten Israelexperten des Auslands sagten unsere Wahlergebnisse falsch voraus.

8. Wann immer wir ein paar Wochen relativen Frieden haben, richten sich unsere Gemüter schnell von Sicherheits- auf soziale Fragen.

9. Wir sind die ersten, die bei einer Katastrophe im Ausland zu Hilfe kommen, doch es dauert 50 Tage um eine neue Regierung zu bilden und niemand schien es eilig zu haben.

10. Die erste Entscheidung unserer neuen Regierung war Holocaust-Überlebenden zu helfen.

11. Unsere Regierungskoalition besteht aus zwei Parteien, die „Heimat“ im Namen führen. Dann gibt es noch eine mit Zukunft und eine mit Bewegung.

12. Die kritisch gefeierte US-Fernsehserie, die auf einer israelischen Fernsehserie basiert, heißt „Heimat“.

13. Ein Regisseur und Oscar-Gewinner wird seinen ersten Fernseh-Pilotfilm hier drehen. Er heißt „Tyrann“.

14. Der syrische Führer wird auch „Tyrann“ genannt. Wir nehmen Patienten aus seinem Land bei uns auf, auch wenn sie offiziell der Feind sind.

15. Der Kibbutz Dan exportiert Kaviar in einen Markt, der vom Iran dominiert wird.

16. Vor kurzem aufgeschnappt: „Triff mich an der Ecke der Palmach und der Hebräische Brigade.“

17. Versuche nicht das in Israel entwickelte WatchLock zu überlisten. Es schickt eine „Ich werde geknackt“-SMS an den Eigentümer, wo immer in der Welt der sich befindet.

18. Als eine Israelin in Italien die Goldmedaille für behinderte Ruderer gewann, war die „Hatikva“ nicht für die Siegerehrung vorbereitet. Sie nahm das Mikrofon und sang halt das Lied selbst (und zwar wunderbar).

19. Die preisgekrönte Kuh Kharta produzierte 18.208 Liter Milch, nachdem sie eine Behandlung wegen posttraumatischem Stress erhielt. Sie lebt in einem Kibbutz nahe der Grenze zum Gazastreifen.

20. Die illegalen ausländischen Arbeiter kommen meist aus Ländern die ihnen die Reise nach Israel verbieten. Sie glauben der Propaganda nicht. Wir auch nicht!

21. Trotz des Verbots finden Iraner Wege Rita zuzuhören, dem israelischen Star, die auf Persisch singt.

22. Israel exportiert Zucker nach Holland für niederländische Schokolade; und nach Marokko, für süßen Tee.

23. Wir schlagen sie auf dem Spielfeld nicht, aber wir schicken das Architektur-Simulationsystem nach Brasilien, damit sie dort Fußballstadien bauen.

24. Der Israeli Boris Gelfand gehört zu den weltbesten Schachmeistern. Er wurde in Minsk in Weißrussland geboren.

25. Vier Sechstklässler aus der Schule Ma’aleh HaTorah in Ma’aleh Adumim belegten die ersten Plätze bei der siebten jährlichen internationalen Meisterschaft MindLab Olympics, einem „Denkspiel“-Wettkampf für Kinder aus zehn Ländern.
Sie sind auch gut, was die Torah angeht.

26. Israel hat seit sieben Jahren den ersten Preis des MindLab-Wettbewerbs gewonnen.

27. Stanley Fischer, Chef der Bank of Israel, hat eine Gehaltserhöhung abgelehnt.

28. Ein Schild auf einem fahrenden LKW: Hamovil Ha’artzi, der nationale (Wasser-) Transporter.

29. Das internationale Beraterkomitee von MSNBC sagt: Israel ist ein Paradies für Häftlinge.

30. Trotz der Bedrohung durch den Iran war 2012 das beste Jahr aller Zeiten, was den Touristenbesuch angeht.

31. Selbst unsere bissigste Satire-Show heißt „Ein wunderbares Land“.

32. Ja, wir kümmern uns. Israelische Wissenschaftler haben treffend so genannten „trostlosen Fisch  vom Yarkon“ vom Rande des Aussterbens zurückgeholt.

33. Im Herbst steht auf Linienbussen in Städten „Shana Tova“ – ein gutes neues Jahr.

34. Unser Präsident führt einen Organspende-Ausweis mit sich.

35. Äußerst erfolgreich: Eine Rock tragende religiöse Frau absolvierte erfolgreich den Elite-Pilotenkurs und wurde Navigatorin, trotz Drucks, dass „eine religiöse junge Frau das nicht tun kann“.

36. Der Tennis-Juniorenweltmeister ist ein Zwölfjähriger aus Ramle, der das Spiel in einem Kinderzentrum in der Peripherie erlernte.

37. Miss Israel kam aus Äthiopien nach Israel, als sie 12 Jahre alt war. Sie ist eine Waise, die von ihren Großeltern aufgezogen wurde.

38. Besagte Schönheitskönigin dient als Offizierin in der IDF.

39. Die Gewinnerin der ersten Staffel von The Voice of Israel machte Aliya aus Kanada, ein paar Tage vor Beginn des Wettstreits. Gewinnerin der zweiten Staffel  wurde eine israelische Araberin aus Akko.

40. Wie sieht es mit beliebten Herbstangeboten im Jerusalem-Kalender aus? Zehn Referate zu Buße.

41. In meinem Supermarkt im Angebot: besonderes Waschpulver für Tzizit. Im Angebot bei den Touristenläden: himmelblaue Tzizit mit authentischem Färbemittel.

42. Bei guten Juwelieren im Angebot: ein Davidstern, der aus antikem Schutt aus archäologischen Grabungen in der Davidstadt hergestellt wurde.

43. In Jerusalem im Angebot: Badeanzüge für züchtige Frauen. Der Hersteller hat jüdische und arabische Kunden und erhielt vor kurzem eine Bestellung aus Qatar.

44. Archäologen fanden vor kurzem den 2.700 Jahre alten Tempel einer Gemeinschaft, die in Motza, westlich von Jerusalem lebte.

45. Ein Projektentwickler warb vor kurzem dafür, dass eine gesamte Gemeinde in eine Wohnsiedlung westlich von Jerusalem zieht: Motza.

46. In einem Land, in dem viele Bürger ohne Demokratie aufwuchs, bekommen wir am Wahltag frei (und verdienen es).

47. Ein arabischer Freund und ich tauschen hebräische und arabische Dora the Explorer-DVDs, um unsere Familien-Sprachkenntnisse zu verbessern.

48. Die Straßenbahn-Haltestellen sind in Hebräisch, Arabisch und Englisch beschriftet.

49. Patient, der aus Moskau im Hadassah University Medical Center in Jerusalem statt in den USA ankam: „Die Betreuung ist gut und alle sprechen Russisch.“

50. Land der Möglichkeiten: Der neue Leiter der Notaufnahme am Hadassah ist der Älteste von elf Geschwistern und wuchs in einem Dorf in Galiläa auf. Sein Vater besuchte die Schule nur bis zur vierten Klasse und seine Mutter lernte nie Lesen und Schreiben. Er und drei seiner Geschwister sind Ärzte. (Auch er spricht Russisch.)

51. Im Finale des Kochwettbewerbs MasterChef Israel stand ein deutscher Einwanderer, der vom Katholizismus zum Judentum konvertierte, eine Hijab tragende israelisch-arabische Krankenschwester und eine sehr religiöse Jüdin aus einer Familie mit 14 Kindern. Es war die beliebteste Sendung des Jahres.

52. Kein Versucher Evas, diese Schlange: Der Snake Robot des Technion – Israel Institute of Technology kriecht unter Trümmer, um eingeschlossene Menschen zu finden.

53. Als vor Pessah Heuschrecken kamen, war das nicht nur ein Landwirtschaftsproblem, wie in anderen Ländern. Hier verbindet sie jeder mit den zehn Plagen der Bibel.

54. Israels Wettbewerbsbeitrag für die Academy Awards, der Film Fill the Void, wurde von einer orthoxen, die Haare bedeckt tragenden Frau gemacht und bietet eine Innenansicht des Dilemmas, dem Menschen gegenüber stehen, die keine Fernseher haben oder ins Kino gehen.

55. Der gefeierte Koch Shaul Ben-Aderet lernte kochen, als seine irakische Großmutter auf ihn aufpasste. Sie hatte kein Fernsehen, also beschäftigte sie ihn mit Kochen.

56. Man mag Borat nicht in Kasachstan finden, aber dort findet man eine Filiale des israelischen Café Aroma finden. Es gibt 10 israelische Castro-Shops in Thailand. Mach dir selbst einen Reim drauf.

57. Die amerikanische Einwandererin und Kryptografie-Expertin Prof. Shafi Goldwasser gewann den Turing-Preis, den Computer-„Nobelpreis“. Zusätzlich zu ihrer Arbeit zu Komplexität ist sie Miterfinderin der Theorie der kenntnisfreien Beweise (Zero Knowledge proof).
Mach dir selbst einen Reim drauf.

58. Wer hätte gedacht, dass all die Hitze und unbarmherzige Sonne einen Nutzen haben würde? Der Kibbuz Ketura verwandelt seinen Sonnenschein in Mikroalgen-Antioxidationsmittel und Energiefelder.

59. Zu den Tel Aviv Greeters – die eine kostenlose Tour durch das von ihnen geliebte Tel Aviv anbieten – gehören hippe junge Leute ebenso wie kultivierte ältere Mitbürger.
Alles kostenlos.

60. Bei seinem letzten Besuch sah US-Präsident Barack Obama Roboter, die Matzen transportiert. Suchen sie auch Chametz?

61. Als der Wagen des Präsidenten eine Panne hatte, kam ihm der Moti-Abschleppdienst zu Hilfe.

62. Selbst eine der Raketen überdrüssigen, skeptischen Bevölkerung wie die unsere kann den Wohlfühlbesuch eines Präsidenten genießen.

63. Wir ehren immer noch die Gerechten aus den Nationen. Yad Vashem erkannte vor kurzem einen Wehrmachtsoldaten an, der in Polen Juden rettete.

64. Ich bekomme ständig Botschaften per E-Mail und das ist kein Code: In Galiläa blühen die Schwertlilien.

65. In Indien sollen angeblich fünfzigtausend Israelis leben, aber der verlorene Stamm der Bnei Menashe aus dem Nordosten Indiens kommt nach Hause. Sie verfolgen ihre jüdischen Wurzeln 2.700 Jahre zurück.

66. Wenn man den Holocaust einem Enkel im Kindergartenalter erklärt, würde ich das so beenden: „… und jetzt haben wir ein eigenes Land.“

Ein Gedanke zu “Zu Ehren von Israels 65. Geburtstag

  1. Leider gibt es auch Juden, die den Staat Israel nicht nur nicht lieben, sondern ihn auch an die Palästinenser samt deren Terrororganisationen Hamas und PLO verraten. Es ist dies die infame „Jüdische Stimme für Frieden zwischen Israel und Palästina“. Ich nenne sie die schweizerischen Dhimmi-Fröntler. Aus Anlass zum 65. Jahrestag Israel und zum Jom Hasikaron haben sie diesen Newsletter 72 veröffentlicht: http://www.jvjp.ch/wb/media/newsletter/Newsletter_72.pdf

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