Palästinensische Journalisten erklären ihren israelischen Kollegen den Krieg

Wie kann man über die Wiederaufnahme des Friedensprozesses reden, wenn den Palästinensern von ihren eigenen Führern tagtäglich gesagt wird, wie schlecht und bösartig Israel ist? Wenn Israel derart schlecht und bösartig ist, wie kann dann ein Führer zu seinem Volk gehen und sagen, er verhandle mit den Israelis?

Khaled Abu Toameh, Gatestone Institute, 26. April 2013

Palästinensische Journalisten haben ihren israelischen Kollegen eine Intifada erklärt.

In den letzten Wochen sind israelische Journalisten, die über palästinensische Angelegenheiten berichten, zunehmend Drohungen durch palästinensische Reporter ausgesetzt gewesen. In einer Reihe von Fällen gehörten dazu Gewalttaten gegen israelische Journalisten, insbesondere in Ramallah.

Menschenrechtsorganisationen und -Gruppen, die behaupten die Freiheit der Medien zu verteidigen, haben darin versagt die von palästinensischen Journalisten gegen ihre israelischen Kollegen geführte Einschüchterungskampagne zu verurteilen.

Es ist eines, wenn Regierungen und Diktatoren Journalisten verfolgen, aber etwas ganz anderes, wenn Journalisten anfangen ihre Kollegen ins Visier nehmen.

Einem israelischen Journalisten wurde bei einem Angriff sein Mikrofon beschädigt, während ein weiterer aus einer Pressekonferenz geworfen wurde. Hinter den beiden Vorfällen steckten palästinensische Journalisten, die wegen der Anwesenheit von Israelis in Ramallah und anderen Palästinenserstädten wütend waren.

Die Drohungen und Schikanen kommen, nachdem mehr als 200 palästinensische Journalisten eine Petition unterschrieben – zum ersten Mal überhaupt – mit der die PA aufgefordert wird israelische Korrespondenten zu verbieten „ohne Genehmigung“ in ihrem Gebiet zu arbeiten. Die PA ihrerseits ist dem nachgekommen und hat Anweisungen ausgegeben, die von israelischen Journalisten fordert eine Genehmigung ihres Informationsministeriums zu erwerben, bevor sie palästinensische Städte betreten.

PA-Offizielle und -Journalisten erklärten später, dass das Verbot für einige Journalisten, die für die israelische Tageszeitung Ha’aretz arbeiten und über das „palästinensische Leiden“ berichten, nicht gilt.

Die palästinensischen Journalisten, die die Kampagne gegen ihre israelischen Kollegen führen, haben ihr Tun damit gerechtfertigt, dass sie sagen israelische Behörden erlaubten ihnen nicht innerhalb Israels frei zu arbeiten. Sie beschuldigen die israelischen Behörden außerdem ihnen Presseausweise der [israelischen] Regierung auszustellen.

Wenn überhaupt, dann stellen diese Behauptungen ein heuchlerisches Herangehen dar.

In den vergangenen Jahren haben palästinensische Journalisten sich heftig gegen die „Normalisierung“ mit Israelis ausgesprochen, auch in Treffen mit israelischen Kollegen. Einige palästinensische Journalisten, die das Verbot verletzten und sich mit israelischen Kollegen trafen, wurden als Verräter denunziert und aus dem palästinensischen Journalistenverband ausgeschlossen.

Während also palästinensische Journalisten gegen die „Normalisierung“ mit Israel sind, fordern sie gleichzeitig, dass die israelischen Behörden ihnen Arbeitsgenehmigungen innerhalb Israels gewähren.

Mehr noch: Die palästinensischen Journalisten verlangen, dass Israel ihnen Presseausweise ausstellt, die von niemand anderem als der israelischen Regierung ausgegeben werden.

Würden die palästinensischen Journalisten damit nicht ihre eigenen Regeln und Ideologie verletzen, wenn sie Presseausweise annehmen, die von der israelischen Regierung ausgegeben werden? Und wenn sie später nach Israel einreisen und sich mit Israelis treffen, würden sie damit nicht auch gegen ihre eigene Boykott-Kampagne verstoßen?

Was verstört ist, dass Auslandsjournalisten in Israel sich nicht gegen die Einschüchterungskampagne gegen ihre israelischen Kollegen ausgesprochen haben. Könnte es sein, dass diese Auslandsjournalisten sich auch Drohungen ausgesetzt sehen und sich mit den palästinensischen Reportern gut stellen wollen und auch zustimmen nur über „palästinensisches Leiden“ zu berichten?

Die Tage sind vorbei, als israelische und palästinensische Journalisten täglich zusammenarbeiteten und Informationen austauschten – in den Tagen, bevor der Friedensprozess begann.

Heute gibt es eine neue Generation palästinensischer Journalisten, die offenbar bis zu einem Punkt radikalisiert wurden, an dem jedes Treffen mit einem Israeli als „Verbrechen“ betrachtet wird. Das ist das Ergebnis von antiisraelischer Hetze durch die PA und die Hamas, besonders im Verlauf der beiden vergangenen Jahrzehnte.

Sich des wachsenden Radikalismus der palästinensischen Journalisten bewusst, untersagte die PA zusammen mit dem amerikanischen Sicherheitspersonal einer großen Zahl palästinensischer Journalisten im letzten Monat über den Besuch von US-Präsident Barack Obama in Ramallah zu berichten. Die größte Angst war, dass ein palästinensischer Journalist entweder einen Schuh nach Obama werfen oder rhetorische Angriffe gegen ihn und die US-Politik starten würde.

Wenn palästinensische Journalisten derart radikalisiert worden sind, dass einige sogar bereit sind auf Bedrohung und Gewalt gegen Kollegen zurückzugreifen, was muss einem das über den Rest der Palästinenser sagen, die während der vergangenen zwei Jahrzehnte ebenfalls von ihren Führern Botschaften des Hasses ausgesetzt worden sind?

Wie kann man über die Wiederaufnahme des Friedensprozesses reden, wenn den Palästinensern von ihren eigenen Führern tagtäglich gesagt wird, wie schlecht und bösartig Israel ist? Wenn Israel derart schlecht und bösartig ist, wie kann dann ein Führer zu seinem Volk gehen und sagen, er verhandle mit den Israelis?

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4 Gedanken zu “Palästinensische Journalisten erklären ihren israelischen Kollegen den Krieg

  1. Freie Bahn für Paliwood – und das nächste Bambi! Bushido´s nächster Tummelplatz. „Isch rapp dann ma soooo…“

  2. Keine Kriegserklärung, sondern eine Intifada! Das ist nicht dasselbe. Krieg kennen wir, leider. Was aber was ist Intifada? Meine Erklärung dafür ist: Intifada ist der kollektive Amoklauf von Palästinensern, die sich von ihrer eigenen „politischen Führung“ durch den Kakao und über den Tisch gezogen fühlt und sich an Israel abreagiert. Es hat den Palästinensern bis jetzt nie etwas Positives gebracht.

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