Kerry im Wunderland

Sid Demling, Guerilla Israel, 18. Mai 2013

Man muss sich fragen ob John Kerry über irgendeinen Helfer verfügt, der Arabisch in Englisch übersetzt. Nur einen; das würde schon reichen. Wäre das der Fall, dann sollte man denken, dass eine Übersetzung der Nachrichten des Tages aus dem Arabischen ins Englische Amerikas Außenminister davon überzeugen könnte seinen wahnhaften Versuch die Friedensgespräche zwischen den Israelis und den Palästinensern wieder in Gang zu bekommen abzuwracken.

Doch weil er offenbar lange Flüge genießt, wird Kerry nächste Woche wieder nach Jerusalem jetten, für weitere Plaudereien zur „Förderung“ des – man muss diesen viel missbrauchten Ausdruck lieben – Friedens-Prozesses.

Wann immer zwei Worte auffällig fehl am Platz waren wie ein Piano im Mittelmeer, dann sind es diese beiden Worte Friedens-Prozess. Ein kurzer Blick auf Ereignisse, die diese Woche bereits stattgefunden haben, werden meinen Punkt unterstreichen

Frieden

Welcher Frieden? Araber bekämpfen Araber. Araber töten Araber. Syrien kann nicht mehr gerettet werden. Die Hisbollah versucht verzweifelt sich für einen weiteren Angriff auf Israel wiederzubewaffnen und Mahmud Abbas lässt Kerry weiterhin wie einen Vollidioten aussehen, wann immer der Araber den Mund aufmacht.

Seine Feindseligkeit gegen Israel hat der Palästinenserpräsident weiter verschärft, als er neulich eine Rede hielt, in der er behauptete, die Palästinenser würden keinen Friedensvorschlag akzeptieren als den, der auf der UNO-Resolution 194 gründet. Würde ein solcher Vorschlag akzeptiert, würde er Israel automatisch dem Untergang weihen.

Die Tirade des Arabers kommt direkt nachdem Kerry Tzipi Livni ausdrücklich sagte, dass es nicht nur direkte arabisch-israelische Verhandlungen geben muss, sondern es auch keine Vorbedingungen für diese Gespräche geben darf. Kaum waren die Worte keine Vorbedingungen ausgesprochen, da begann Abbas seine Vorbindungen aufzulisten, zu denen das fiktive „Rückkehrrecht“ gehört, das vor langem schon von Israel kurzerhand abgelehnt wurde. „Die Araber haben ihre Vorbedingungen nicht nur nicht zurückgenommen“, schreibt Zalman Shoval in Israel Hayom, „sie haben sie ausdrücklich wiederholt.“

Ist Kerry – oder vielleicht jemand in seinem Ministerium, der Arabisch lesen kann – nicht informiert worden, dass Abbas Inc. diese Vorbedingungen aufgelistet hat? Glaubt irgendein logisch Denkender, dass Israel dem Folgenden zustimmen würde?

* ANERKENNUNG DER GRENZEN VON 1967: Das zu akzeptieren würde Israels Fähigkeit einen massiven arabischen Angriff zu kontern auf das Negative der Wurzel aus 50 reduzieren.

* ALLE BAUTÄTIGKEIT EINSTELLEN: Das setzt voraus, dass das bizarre Argument, Wohnungen zu finden, in denen Juden friedlich leben können, ein Hindernis für den Frieden ist.

* ALLE PALÄSTINENSISCHEN HÄFTLINGE FREILASSEN: Es gibt einen Grund dafür, dass die inhaftierten Araber im Gefängnis sind; entweder haben sie israelische Juden getötet oder wollten das tun. Welcher Idiot würde solchen potenziellen Mörder erlauben frei herumzulaufen?

Shoval: „Die Palästinenser haben im Vorhinein sichergestellt, dass Verhandlungen auf Basis der israelischen und US-Position, es könne keine Vorbedingungen geben, nicht möglich sein werden.“

Darüber hinaus zieht Abbas weiter in Richtung Krieg. Einmal mehr versuchte er die Aussöhnung mit den terroristischen Hamas-Führern. Und er hat die Angriffe auf IDF-Kräfte während des Nakba-Tages unterstützt.

Außerdem waren diese feindlichen Demonstrationen weder in ihrer Art, noch in ihrer Ausprägung oder Form isolierte Vorfälle. Sie fanden in Jerusalem statt, nahe Hebron und – einmal mehr – schossen palästinensische Militante Raketen auf das südliche Israel. Dazu wird tagtäglich in jeder möglichen Weise Judenhass in jeder Stufe in jeder arabischen Schule gelehrt, ob nun in der Westbank oder dem Gazastreifen. Und diese militanten Islamleute wagen es von Frieden zu reden!

Jammerschade, dass Kerry nicht etwas von der arabischen Hass-Literatur in die Finger bekommen kann. Übersetzungen, die etwa eine Stunde zu lesen wären, würden ihn sicher überzeugen seinen Trip nach Israel nächste Woche zu streichen. Das heißt, außer er kommt den langen Weg von Washington, weil er Jets genießt.

Sollte das nicht der Grund sein, dann verschwendet der unverbesserlich optimistische Außenminister seine Zeit – und auch die von Benjamin Netanyahu!

Ein Gedanke zu “Kerry im Wunderland

  1. Bin auch hier sprachlos. John Kerry scheint ja wirklich noch dümmlicher zu sein als unser bester Außenminister seit Ribbentrop…
    (hab leider vergessen von wem dieses Bonmot stammt)

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