Weltkirchenrat veröffentlicht schwachsinniges antiisraelisches Dokument

Elder of Ziyon, 3. Juni 2013

Ich las gerade einen netten Artikel von Dexter Van Zile über die Erklärung des Ökumenischen Rates der Kirchen am Ende ihrer jüngsten Konferenz im Libanon; Thema war „Christliche Gegenwart und Zeugnis im Nahen Osten“.

Unglücklicherweise ist die Organisation besonders schlecht gerüstet, um das Problem der islamischen Gewalt gegen Christen anzusprechen. Er ist jedoch sehr wohl in der Lage Israel und seine Unterstützer anzugreifen.

Im Verlauf der Geschichte hat der ÖRK – eine Dachorganisation von 250 protestantischen und orthodoxen Kirchen – beharrlich daran gearbeitet den jüdischen Staat zu dämonisieren, während er zu den Sünden seiner Gegner schweigt. Er machte auch Verbeugungen und Katzbuckeln angesichts der islamischen Gewalt zum zentralen Brett der modernen Ökumene. Für die Opfer solcher Gewalt einzutreten ist schlicht jenseits des Horizonts des ÖRK. Die Organisation ist einfach unfähig zu diesem Problem die Wahrheit zu sagen.

Das vom Rat ausgegebene gültige Dokument ist sogar noch schlimmer als Van Zile es beschreibt.

Abgesehen davon, dass die größte Bedrohung der Christenheit im Nahen Osten ignoriert wird – die schlicht und einfach der islamische Extremismus ist – ist der ÖRK einzig von Israel besessen.

Palästina ist weiterhin das zentrale Thema in der Region. Den Konflikt zwischen Israel und Palästina in Übereinstimmung mit den UNO-Resolutionen und dem internationalen Recht zu lösen, wird enorm helfen die anderen Konflikte in der Region zu lösen. Die Hartnäckigkeit der fortgesetzten Entzug des Landes des palästinensischen Volks – Christen wie Muslimen – nach 65 Jahren durch israelische Besatzung, fortgesetzte Besiedlung des Landes innerhalb der Grenzen von 1967, durch überwältigende militärische Macht und externe Allianzen und Einflüsse geschafft wurde, ist für die Unruhe in der Region zentral und wird durch die Doppelzüngigkeit der Politik der Westmächte, besonders der USA, verschärft. Christen sind aufgefordert, diese fortgesetzte Ungerechtigkeit zu verurteilen und dagegen zu handeln, womit die Stimme und Forderungen der palästinensischen Christen bekräftigt werden, wie sie auch im Kairos-Palästina-Dokument gehört werden.

Im Jahr 2013 aus dem Libanon (!) zu behaupten, dass die zentrale Frage des Nahen Ostens immer noch der israelisch-arabische Konflikt ist, bedeutet willentlich blind zu sein. Syrien, Tunesien, Ägypten, die Türkei, der Jemen – all die in der Region stattfindenden tektonischen Veränderungen – haben nichts mit Israel zu tun. Nicht nur das: Dieselben Umbrüche sind die, durch die die Christen am stärksten bedroht sind.

Das alles ungeachtet des fauligen Verweises auf das „Land innerhalb der Grenzen von 1967“, als hätten diese Grenzen je existiert und als hätte es vor 1967 jemals ein „Palästina“ in der Westbank gegeben. Und ungeachtet der Stichelei gegen die USA, deren allgemein unterstützende Haltung des jüdischen Eigenstaatlichkeit als „doppelzüngig“ angesehen wird. Und ungeachtet des subtilen Verweises auf angebliche jüdische Macht (externe Allianzen und Einflüsse“).

Jerusalem ist heute eine besetzte Stadt mit einer Regierung, die diskriminierende Politik gleichermaßen gegenüber Christen und Muslimen übernommen hat. … Jerusalem muss eine offene, frei zugängliche, inklusive und gemeinsam genutzte Stadt für zwei Völker und drei Religionen sein, deren heiligen Orte sorgfältig geschützt werden.

Entschuldigung? Wo hat denn der ÖRK die jordanische Herrschaft über die heiligen Orte verurteilt, die Juden in den „Status quo-Jahren“ vor 1967 völlig ausschlossen? Ich glaube nicht, dass es eine einzige gab, gewiss nichts in den Überschriften seiner Archive, das andeutet, die Vertreibung der Juden aus ihren heiligen Orten 1948 hätte den Rat auch nur ein Fitzelchen gekümmert.

Und das abgesehen von der kleinen, möglicherweise bedeutungsvollen Tatsache, dass Israel Christen nicht diskriminiert!*

Christen, die „christlichen Zionismus“ fördern, verzerren die Interpretation des Wortes Gottes und die historische Verbindung der Palästinenser – Christen wie Muslimen – zum Heiligen Land, ermöglichen die Manipulation der öffentlichen Meinung durch zionistische Lobbygruppen und schaden den innerchristlichen Beziehungen.

Ja, sie verbringen mehr Zeit mit der Besprechung dieses Themas – das wenig mit Christen im Nahen Osten zu tun hat – als sie es mit muslimischen Angriffen auf Christen tun.

Christen müssen Islamophobie zurückweisen, die den Islam falsch als ein undifferenziertes Ganzes abstempelt und Jahrzehnte der Kultivierung von Kooperation mit Muslimen untergräbt; sie müssen die Versuchung Verschmelzung, Generalisierung und Sensationalisierung unserer muslimischen Brüder und Schwestern abweisen.

Aber kein einziges Wort zu muslimischem und christlichen Antisemitismus, der in der arabischen Welt grassiert.

Der ÖRK ist besessen vom jüdischen Staat, jenseits aller Logik und Fakten. Er ist praktisch bereit ein voll islamisches Narrativ zu übernehmen und die Juden den Wölfen vorzuwerfen.

 

* Anmerkung heplev: Weil es sich an den Weltkirchenrat richtet, ist hier nur von den Christen die Rede. Muslime werden genauso wenig diskriminiert – im Gegenteil: Was den Tempelberg angeht, werden von Israel Juden diskriminiert!

6 Gedanken zu “Weltkirchenrat veröffentlicht schwachsinniges antiisraelisches Dokument

  1. „im Gegenteil: Was den Tempelberg angeht, werden von Israel Juden diskriminiert!“

    WIE BITTE?!? Jüdische Menschen werden von Muslimen und Christen in Israel diskriminiert, wenn diese es wagen, zum Tempelberg zu gehen, und nicht „von Israel“!!! Ich bitte zeitnah um eine Entschuldigung für diese verleumderische Beleidigung, Israel würde Juden diskriminieren!

      • Doch, ich hab eines, wenn nicht sogar zwei:
        1. Ein Muslimhetzer ist jemand, der GEGEN Muslime hetzt. Also musst du schreiben „Judenhetzer“, da Muslime und Christen GEGEN Juden hetzen, wenn diese wagen, zum Tempelberg sich zu begeben.
        2. Vielleicht wird Israel von den Judenhetzern in Israel dazu erpresst, gegen Juden hetzen zu dürfen, damit die Judenhetzer nicht in der ganzen Welt herumerzählen, wie „rassistisch“ Israel sei. Ist aber eher ein schwaches Konterargument von mir, weil die Judenhetzer das ohnehin schon tun, auch ohne der Tempelberg-Sache.

        • Nun, ich meinte muslimische Hetzer, das vermerke ich auch unter „Muslimhetzer“.
          Was Punkt 2 angeht, hast du recht, das ist schwach: Wie sollten die Hetzer Israel erpressen können? Ja, die Verwaltung, die Polizei und wohl auch die Regierung haben irgendwie Schiss. Aber das ist Mumpitz, denn die Araber und ihre Helfershelfer bezeichnen Israel ja schon längst als rassistisch. Das „Apartheid“-„Argument“ wird doch seit Jahren forciert. Dass israelische Behörden Juden gewaltsam vom Beten auf dem Tempelberg abhalten und dabei sogar die Immunität von Knesset-Abgeordneten verletzen, ist eine Entscheidung, die von israelischen Behörden und Politik getroffen wurde. Schon vor den Hetz-„Argumenten“ der Hetzer.

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