Die groteske Umarmung Che Guevaras durch die UNESCO

Claudia Rosett, The Rosett Report (PJMedia), 19. Juli 2013

Mit einem unfehlbaren Instinkt dafür mörderische Strolche zu ehren hat die United Nations Educational Scientific and Cultural Organization (UNESCO) jetzt ihrem Memory of the World Register die Schriften von Kubas Ernesto „Che“ Guevara hinzugefügt. Das bedeutet, dass von Che während seiner blutigen Karriere generierte Dokumente jetzt als historische Schätze behandelt werden, die mit Hilfe der UNESCO geschützt und umsorgt werden müssen. Was kommt als Nächstes? Die Lehren von Stalin und Pol Pot?

Denjenigen, die nichts von Che wissen, außer dass er eine Baskenmütze trug, Zigarren rauchte und weiterhin als Spritzer radikalen Chics auf T-Shirts und Heranwachsenden-Postern auftaucht, könnte der Schritt der UNESCO vernünftig erschienen. Doch wenn man sich damit behelligt etwas dazu in Erfahrung zu bringen, wer Che wirklich war oder was er machte, dann gerinnt dieser Eindruck rasch. In Slate schrieb Paul Berman 2004 eine exzellente Zusammenfassung von Ches Charakter und Karriere:

Che war totalitär. Er schaffte nichts als Desaster. Viele der frühen Führer der kubanischen Revolution favorisierten eine demokratisch-sozialistische Richtung für das neue Kuba. Doch Che war eine tragende Säule der Hardliner der pro-sowjetischen Fraktion und seine Fraktion siegte. Che hatte den Vorsitz über die ersten Erschießungskommandos der kubanischen Revolution. Er gründete Kubas System der „Arbeitslager“ – das System, das schließlich dazu genutzt wurde Schwule, Dissidenten und AIDS-Opfer einzukerkern.

Berman schrieb weiter: „Der moderne Che-Kult blendet uns nicht nur zur Vergangenheit, sondern auch für die Gegenwart. … Ich frage mich, ob die Leute, die aufstehen, um eine unkritische, verherrlichende Biografie von Che Guevara zu bejubeln … sich jemals auch nur einen Dreck um das unterdrückte Volk Kubas kümmern werden – je einen Finger zugunsten der kubanischen Liberalen und Dissidenten rühren werden.“

Nun, bei der UNESCO werden sie das nicht. Ches Werke wurden von Kuba und Bolivien der besonderen Aufmerksamkeit der UNESCO vorgeschlagen; um dem Register der UNESCO hinzugefügt zu werden, musste die Nominierung von der Generaldirektorin der UNESCO, Irina Bokova, befürwortet werden. Man sollte meinen, das Bokova als ehemalige bulgarische Regierungsfunktionärin in den Tagen, als Bulgarien um die Sowjetunion kreiste, sich der Schrecken hinter Ches radikalem „cool“-sein bewusst wäre. Doch Bokova scheint unter einer langjährigen Vernarrtheit in Kubas repressives Regime zu leiden. Erst letzten November schaute sie in Havanna vorbei, um Lobpreis auf Kubas Bildungssystem zu singen – entweder blind oder gleichgültig gegenüber der Zensur und düsteren Indoktrination, die die Kennzeichen der kubanischen Schulbildung sind.

Um die kubanisch-bolivianische Nominierung von Ches Schriften zur Aufnahme bei der UNESCO zu befürworten, musste Bokova sich durch Propagandageschwafel wie in den folgenden Auszügen aus dem Nominierungsformular arbeiten:

Ernesto Che Guevara de la Serna (1928-1967) verkörpert eine herausragende Kombination aus Handeln und Ideen, die auf ewig im politischen Denken Lateinamerikas eingemeißelt sind… Sein Beitrag zu revolutionärem Handeln und Theorie … ermöglichte es ihm marxistische Theorie mit kreativen, antidogmatischen und humanistischen Elementen zu impfen … ein neues emanzipatorisches Ideal. … Seine Werke und seine ethische Symbolik sind von dauerhaftem Wert für alle alternativen Prozesse der Veränderung, die die Menschheit unternehmen mag.

Die Nominierung geht auf diese Art 14 Seiten lang weiter. Vielleicht sollten wir Bokova einen Vertrauensvorschuss geben und annehmen, dass sie in ihrem Enthusiasmus für das kubanische Regime sich einfach nicht darum kümmerte durch dieses Loblied an den totalitären Gründer der kubanischen Arbeitslager zu waten, bevor sie sie befürwortete. Nichtsdestotrotz sollte man einer Kulturorganisation der UNO wünschen, dass sie zumindest eine Spur eines moralischen Kompasses ausgestattet sein sollte.

Doch dies ist die UNESCO der realen Welt, der, in der so Staaten wie Kuba, Syrien, Weißrussland, Simbabwe, Saudi-Arabien, Vietnam, China und Russland in ihrem Vorstand sitzen und um das Ganze zu toppen Syrien ins wichtigste politische Komitee gesetzt wird, das sich mit Menschenrechten beschäftigt (ein Komitee mit dem kafkaesken Namen „Komitee für Übereinkommen und Empfehlungen“).

Diesem Szenario wollen wir eine Notiz hinzufügen: Seit die UNESCO-Vollversammlung sich 2011 über US-Einwände hinwegsetzte und die Palästinensische Autonomiebehörde als Vollmitglied aufnahm, ist die US-Regierung durch US-Gesetz verpflichtet der UNESCO Gelder vorzuenthalten. Ungeachtet des US-Rechts hat die UNESCO in Washington wegen Geld Lobbyarbeit geleistet und die Obama-Administration hat versucht den Kongress zu überreden Amerikas Recht außer Acht zu lassen, um die Finanzierung der UNESCO wieder aufzunehmen – wobei sie eine Aufstockung auf mehr als $233 Millionen an US-Steuerzahlergeld an diese Organisation vorschlug. Wie wäre es, wenn man sich an US-Recht hält? Und wenn die UNESCO aus ihrem palastartigen Pariser Hauptquartier Che Guevara verherrlichen will, dann lasst Kuba, Bolivien und ihre ideologisch ruinösen Kohorten die Moneten dafür bereitstellen.

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2 Gedanken zu “Die groteske Umarmung Che Guevaras durch die UNESCO

  1. Zitate von Che:

    „Der Haß als Faktor des Kampfes, der unbeugsame Haß dem Feinde gegenüber, der den Menschen über seine physischen Grenzen hinaus antreibt und ihn in eine wirksame, gewaltsame, selektive und kalte Tötungsmaschine verwandelt. … Wir lehnen jede friedliche Annäherung ab. Gewalt ist unvermeidlich. Um den Sozialismus zu verwirklichen, müssen Ströme von Blut fließen! … Der imperialistische Feind muß sich wie ein gehetztes Tier fühlen, wo immer er sich bewegt. So werden wir ihn zerstören! Diese Hyänen (Amerikaner) sind nur für die Ausrottung geeignet. Wir müssen unseren Haß lebendig erhalten, und zu einem Anfall steigern! Der Sieg des Sozialismus ist Millionen von atomaren Opfern wert!“

    „Der Neger ist träge und gibt sein ganzes Geld für Frivolitäten und Alkohol aus, wohingegen der Europäer zukunftsweisend, organisiert und intelligent ist.“

    „Was wird unsere Revolution für die Schwarzen tun? Warum, wir werden für die Schwarzen genau das tun, was Schwarze für die kubanische Revolution taten. Damit meine ich: nichts!“

    „Der Neger erhielt seine rassische Reinheit durch seine bekannte Gewohnheit, Bäder zu meiden.“

    „Die Lösungen für die Probleme der Welt liegen hinter dem Eisernen Vorhang … . Wären die Atomraketen hier geblieben, hätten wir sie auf das Herz der USA gerichtet, sogar auf New York City. Der Sieg des Sozialismus ist Millionen von atomaren Opfern wert!“

    „Mexikaner sind ein Haufen von analphabetischen Indianern.“

    „Bolivianische Campesinos sind einfach Tiere.“

    „Die Jugend hat die undankbare Hinterfragung von staatlichen Aufträgen zu unterlassen. Stattdessen hat sie sich dem Studium, der Arbeit und dem Militärdienst zu widmen, und sollte lernen, als Masse zu denken und zu handeln. Der Geist der Rebellion ist verwerflich.“

    http://www.canadafreepress.com/index.php/article/20271

    • Dann wundert man sich, dass unsere politisch korrekten Linken den Hass und die mörderischen Einstellungen der Muslim-Extremisten nicht verurteilen?
      Beide haben ein fast deckungsgleiches Vokabular! Von Grundeinstellungen ganz zu schweigen – Lenin hat auch verkündet, dass man alle vernichten muss, die nicht 100% auf Linie lagen.
      (Es sagt uns auch einiges über die Verortung angeblich Konservativer, die den Muslimextremisten das Feld übergeben wollen.)

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