Wo ist die Berichterstattung: Abbas’ Nazi-Vokabular

CAMERA, 1. August 2013

Als diese Woche die Vorverhandlungen zwischen Israel und palästinensischen Arabern in Washington auf den Weg gebracht wurden, legte PA-Präsident Mahmud Abbas auf der anderen Seite des Globus seine Vision für das Endergebnis vor:

In einer finalen Lösung würden wir die Anwesenheit keines einzigen Israelis – Zivilist oder Soldat – auf unserem Land sehen“, sagte Abbas in einem Briefing für zumeist ägyptische Journalisten.

Das wurde von Reuters und UPI berichtet und fand seinen Weg in die Chicago Tribune, Los Angeles Times und andere Medienorgane. So weit, so gut.

Doch was ist mit der Bedeutung einer solchen Äußerung? Die Erklärung – und die dahinter stehende Idee – ist so unverhohlen rassistisch, dass man kaum glauben kann, dass nur ein paar wenige die wahre Bedeutung erwähnten. Giulio Meotti schreibt in Arutz Sheva:

Das ist nicht „Frieden“, sondern purer Nationalsozialismus; er ist ethnische Säuberung. Und statt des Ausdrucks „finale Lösung“ hätte Abbas sagen sollen, was er wirklich meint: „Endlösung“.*

In einer Ansprache während einer Sitzung der Arabischen Liga in Doha (Qatar) erklärte Abbas 2011: „Wenn ein unabhängiger Palästinenserstaat mit Jerusalem als Hauptstadt gegründet wird, werden wir darin keinem Israeli die Anwesenheit gestatten.“

Ein palästinensisch-arabischer Staat im westlichen Eretz Israel würde „judenrein“ sein – von Juden gereinigt. Ein auf der ethnischen Säuberung von jedem einzelnen jüdischen Mann, Frau und Kind gegründeter Staat.

Niemand sollte von Abbas‘ Gesinnung überrascht sein. CAMERA hat über Abbas‘ Nazi-Sympathien berichtet und der Medienanalyst Tom Gross schrieb vor zehn Jahren über dieses Thema:

Wenn man mit Abu Mazen [ein anderer Name für Mahmud Abbas] verhandelt, dann sollte die Politiker sich fragen, welche Art Mann sich entscheiden würde seine gesamte Doktorarbeit (am Orient-Kolleg in Moskau) über das Thema zu schreiben und dem 1983 ein Buch folgen zu lassen (Titel: Die andere Seite: Die geheime Beziehung zwischen Nationalsozialismus und der zionistischen Bewegung), mit der geleugnet wird, dass der Holocaust stattfand. Abu Mazen hat sich von seinem Buch nie eigens distanziert, das behautpet „die fantastische Lüge, dass sechs Millionen Juden im Holocaust getötet wurden“ zu widerlegen.

Abu Mazen hat geschrieben, dass die deutschen Gaskammern niemals zum Töten von Juden benutzt wurden, sondern nur um die zu desinfizieren und die Leichen anderer zu verbrennen, um die Ausbreitung von Seuchen zu verhindern (wozu er die entsprechende „wissenschaftliche Studie“ des französischen Holocaust-Leugners Robert Faurisson zitiert) und zum Maß, in dem Juden im Zweiten Weltkrieg (Abu Mazen zitiert die Zahl 890.000) starben, sagt er, dies sei ein gemeinsames Werk der jüdischen Führer und der Nazis gewesen. Abu Mazen behauptete, Hitler entschloss sich nicht die Juden zu töten, bis David Ben-Gurion ihn dazu provoziert, als er [Ben-Gurion] 1942 „den Nazis den Krieg erklärte“. Das waren keine so dahin gesagten Zeilen, sondern das Ergebnis von drei Jahren, die er mit dem Studium einer pseudo-akademischen Szene verbrachte. (Nur für den Fall, dass irgendjemand auf dieser Liste erinnert werden müssen: diese Behauptungen sind völliger Unsinn.) In Bezug auf jemanden, der derart leicht und heftig lügt, müssen wir etwas vorsichtig sein, was seine Fähigkeit angeht ihm zu vertrauen und die Wahrheit zu sagen.

Zusätzlich berichtete erst im Januar diesen Jahres Arutz Sheva:

PA-Chef Mahmud Abbas sprach letzten Freitag glühend vom „Vermächtnis“ des berüchtigten Haddsch Amin al-Husseini, der ein Kollaborateur der Nazis und bereit war, im Fall einer Nazi-Invasion den Massenmord an den Juden des Landes Israel durchzuführen. Der Mufti, sagte Abbas, war ein großer Mann, dessen Gepflogenheiten von allen PA-Arabern nachgeahmt werden sollten und großes Lob wert.

Weit davon entfernt – wie die populäre Presse ihn oft nennt – „moderat“ zu sein, gibt Abbas Ansichten zum Ausdruck, die weit außerhalb des Mainstreams liegen. Stellen Sie sich eine Minute vor, was geschähe, sollte Premierminister Benjamin Netanyahu etwas sagen wie: „Als Teil der endgültigen Lösung stellen wir uns vor, dass nicht ein einziger Araber in Israel lebt“. Das stünde auf der Titelseite der New York Times, auf der oberen Hälfte. Garantiert.

Doch der Vorsitzende der palästinensischen Autonomiebehörde leugnet den Holocaust, preist einen notorischen Nazi-Kollaborateur und gibt frei seinem Wunsch Ausdruck den Staat, den er sich vorstellt, judenrein zu machen – nicht nur einmal, sondern bei mehreren Gelegenheiten. Und die Medien gähnen. Wo ist die Schande? Wo ist die Verurteilung? Oder wenigstens – wo ist die Berichterstattung?

Grand Mufti of Jerusalem Haj Amin al-Husseini meets with Adolf Hitler

* Im Englischen steht hier „final resolution“ und „final solution“, wobei der zweite Begriff die nazistische „Endlösung“ bezeichnet.

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