Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (04.-10.08.2013)

Sonntag, 04.08.2013:

Bilanz Juli: 38 Israelis (incl. Babys und Kinder) wurden bei Terroranschlägen verletzt. Es gab mindestens 55 Anschläge mit Brandbomben gegen israelische Autos und Busse.

Friedensgrüße aus Teheran, vom neuen, „moderaten“ Präsidenten: Die Bekämpfung Israels bleibt von höchster Priorität.

Montag, 05.08.2013:

Zwei Staaten-Lösung: Die PA lässt im Fernsehen wieder Quizfragen beantworten. Es wird nach „palästinensischen Städten“ gefragt. Die korrekten Antworten: Aschdod, Jaffa – oder auch mal der Hule-See oder der „größte Berg Palästinas“ (der Meron). Und Jordanien hat die längste Grenze mit „Palästina“, sie geht von Eilat bis zum Golan.

Das Video einer Überwachungskamera zeigt, wie ein Araber die Mezuza an der Machpela (Patriarchenhöhle) abreißt.

Dienstag, 06.08.2013:

Realisten: 79% der Israelis erwarten, dass die „Friedensgespräche“ scheitern werden.

Abu Mazen sagte ohne Vorwarnung und ohne Angabe von Gründen ein Treffen mit seiner Fatah ab, auf dem die „zweite Runde“ der Gespräche mit Israel am 14. August geplant werden sollte. Hm…

Mittwoch, 07.08.2013:

Wieder ein ganz friedlicher EU-Parlamentarier: Paul Murphy aus Irland hat die Araber zu einer weiteren Intifada aufgefordert, weil Israel gar keinen Frieden schließen wolle.

Donnerstag, 08.08.2013:

Eine der Hisbollah nahe stehende libanesische Zeitung behauptet, die gestern an der Grenze verletzten Soldaten seien in eine Falle der Terroristen getappt.

Freitag, 09.08.2013:

Ein jordanischer Parlamentsabgeordneter forderte – am Rednerpult des Parlaments – seine Landsleute auf israelische Diplomaten oder Touristen zu entführen, um jordanische Kriminelle in israelischen Gefängnissen freizupressen. Israel reichte Protest ein; die Reaktion aus Jordanien war eine Form „Halt die Klappe“.

Heckmeck:
– Die Mullahs müssen sich natürlich auch einmischen: Ayatollah Ali Khamenei warnte die PA davor mit Israel zu verhandeln. Das würde die Rechte der Araber schädigen, die Israel 1948 verließen.
– Die Friedensverhandlungen sollen Mittwoch (14.08.) fortgesetzt werden.
Saeb Erekat lässt wissen, dass Israel es mit den Verhandlungen und dem Frieden nicht ernst meint – weil in den „Siedlungen“ und Jerusalem noch gebaut wird.
John Kerry macht sich Sorgen: Er hat Angst um Israels Zukunft, wenn es keine Friedensvertrag gibt.

Samstag, 10.08.2013:

Nach dem gestrigen, Israel zugeschriebenen Angriff auf Terroristen im Sinai, die in den Vorbereitungen eines Raketenabschusses waren, schwört die zur Al-Qaida zählende Terrororganisation Rache.

Die Türkei zieht im September ihre Soldaten aus der UNIFIL im Südlibanon ab.

Ob das etwas nutzen wird? Netanyahu schickte Kerry einen Brief, in dem er Beispiele anführte, wie Mahmud Abbas gegen Israel aufstachelt.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2013“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).