Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (11.-17.08.2013)

Sonntag, 11.08.2013:

Die Salafisten in Syrien stehen unter Druck von Assad. Aber sie haben den Feind klar im Visier: Israel. Um Israel zu bekämpfen und zu vernichten, soll eine muslimische Einheit entstehen.

Heckmeck:
– Chefunterhändler Saeb Erekat jammert wieder: Die Israelis untergraben die Friedensgespräche durch Siedlungsbau. Klar, die sind ja nicht aus der Welt zu schaffen oder verlassbar. Ein Palästinenserstaat muss außerdem judenrein sein. Und Hetze, Erziehung und Indoktrinierung zum Hass sind alles harmlose Dinge, die Frieden nicht verhindern….

Montag, 12.08.2013:

Die PA ließ wissen, dass sie von der Liste der 26 zu entlassenden Mörder enttäuscht ist. Man habe erwartet, dass prominentere Häftlinge freikommen, um mehr öffentliche Unterstützung für die Rückkehr an den Verhandlungstisch zu bekommen.

Abu Mazen lässt wieder Geschichtskenntnisse los: Der Kotel (die „Klagemauer“) ist keine jüdische Stätte, sondern eine arabische und islamische.

US-Außenministerium: Wir akzeptieren die Legitimität des Siedlungsbaus nicht. Besonders schlimm sei aber der Zeitpunkt der Ankündigung der Baupläne. Man macht sich richtig Sorgen. (Wegen der arabischen Hetze aus Ramallah macht man sich dort keine Sorgen!)

Heckmeck:
Mahmud Abbas tönt wieder: Israel wird alle „Vor-Oslo“-Häftlinge freilassen. Aus Jordanien kommen dieselben Töne.
– Die Verhandlungen stehen offenbar jetzt schon vor dem Scheitern. Die PA droht mit einem Ultimatum: Entweder Israel verzichtet auf die Ausschreibung der 1.187 Wohneinheiten (in „Ost“-Jerusalem“ und großen Siedlungsblöcken, von denen doch „jeder weiß“, das sie bei Israel bleiben werden) oder es gibt keine Gespräche.
Die Hamas meldet sich zu Wort: Friedensgespräche sind nicht nur vergeblich, sondern auch ein Verbrechen.

Dienstag, 13.08.2013:

Ban Ki-moon behauptete schon wieder, die israelischen Siedlungen seien illegal.

Heckmeck:
Es scheint so, dass John Kerry Netanyahu mit Isolation Israel gedroht hat.
Umfragen in den PA-Gebieten zeigen, dass die PalAraber zunehmend gegen die direkten Gespräche mit Israel sind, trotz der Freilassung der Häftlinge.
Die Hamas giftet: Friedensverhandlungen lassen die Besatzung gut aussehen.
John Kerry sagt, die israelische Siedlungstätigkeit sollte die Gespräche nicht zum Erliegen bringen. Das hält ihn aber nicht davon ab, die sachlich falsche Behauptung von sich zu geben, alle Siedlungen seien illegitim.
Die Fatah hat wieder was zu meckern: Die Reihenfolge der Freilassung der Terroristen gefällt ihr nicht, das zeige „Böswilligkeit“ – weil Israel nicht der Forderung der Terrorgruppe nachkommt, in der die Terroristen freigelassen werden sollen.
Die Hamas beugt schonmal vor: Sie wird sich an Friedensverhandlungen (und deren Ergebnis) nicht gebunden fühlen.

Mittwoch, 14.08.2013:

Mahmud Abbas empfing die ersten „Helden“ – und forderte gleich, jetzt müsse Israel auch die übrigen Langzeithäftlinge freilassen, als hätte Israel das noch gar nicht vor. (tagesschau, 12 Uhr) Das stimmt aber so nicht: Abbas forderte die Freilassung ALLER arabischen Häftlinge aus israelischen Gefängnissen.

Und überall kommen sie mit dem Siegeszeichen vor die jubelnde Menge. Sie haben gewonnen, Israel hat verloren.

Die Sommerlager der „Palästinenser“ – auch und ausgerechnet die von der UNRWA geführten! – lehren die arabische Jugend vor allem eines: Israel zu hassen und es vernichten zu wollen. (Der Frieden ist ja so was von greifbar…)

Die Terroristen, die die Rakete auf Eilat geschossen haben wollen, kündigen mehr an: „Eilat wird niemals sicher sein“, lassen sie wissen.

Die ganze Perversität der Freilassung der Terroristen findet sich in dieser Zeichnung in Al-Quds:

Heckmeck:
Sieh mal an: Der US-Außenminister wusste schon von Netanyahu, dass die Bauanträge kommen würden. Netanyahu machte ihm gegenüber daraus keinen Hehl. Aber Abu Mazen zu sagen, dass der nicht jeden Quadratzentimeter „zurück“ bekommen wird, dazu hatte er nicht den Mut.

Donnerstag, 15.08.2013:

Heckmeck:
Prinz Hassan bin Talal von Jordanien meckert – der jordanische Faktor wird in den Verhandlungen nicht genügend beachtet. Die Perspektive der neu in Gang gebrachten Verhandlungen sei zu eng.
Herr Ban hat einen Rat für Israelis und Palästinenser: „Verhandelt mit Geduld.“ Sagte er nach einem Treffen mit dem jordanischen Außenminister.

Freitag, 16.08.2013:

Heckmeck:
Mahmud Abbas legt wieder los und vorab fest, was geht und was nicht: kein Palästinenserstaat ohne Jericho und das Jordantal. Zu verhandeln gibt es nichts. Basta. Warum dann noch reden?
Ein wunderbares „Angebot“ der Hamas: Sofortiger Rückzug Israels auf die „Grenzen“ vom 4. Juni 1967. Danach kann man über alles sprechen, Wasser, Souveränität (für die Terroristen), Grenzübergänge, ein langfristige Hudna (eine Waffenruhe, die sofort gebrochen wird, wenn die Muslime glauben die Juden besiegen zu können – s. Mohammed).
Der Dummkopf von der Turtle Bay (sprich: UNO-Generalsekretär) ist in Israel und doziert: Die Siedlungen gefährden die Zweistaatenlösung. Nur begründen kann er das nicht.

Samstag, 17.08.2013:

Die ägyptische Tamarood-Bewegung, die die Proteste gegen Morsi anführte, hatte eine Petition veranstaltet – 300.000 Ägypter haben sie bereits unterschrieben. Sie fordern die Annullierung des Friedensvertrags mit Israel.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2013“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).