Schafft den „politischen Arm“ der EU ab

Die Muslimbruderschaft wird von Europa als Freund und Partner begrüßt, aber jüdische Sportler, Künstler und Wissenschaftler werden als gefährliche Bedrohung des Friedens im Nahen Osten betrachtet. Die Politik der EU gegenüber Israel und den Juden ist derart boshaft, verlogen und unfair geworden, dass man kaum anders kann als zu dem Schluss zu gelangen, dass die EU eine antisemitische Organisation ist. Je eher der „politische Arm“ dieser Organisation aufgelöst wird, desto besser.

Peter Martino, Gatestone Institute, 2. August 2013

Letzte Woche veröffentlichte die EU-Außenkommissarin Catherine Ashton in der International Herald Tribune einen Artikel über ihren jüngsten Besuch in Ägypten veröffentlicht, mit dem die Unterstützung der Europäischen Union für jede politisch bedeutende Gruppe in Ägypten noch einmal bekräftigt wird, auch die für die Muslimbruderschaft. Selten ist das zweierlei Maß der EU derart unverhohlen offenbar gewesen.

Der Artikel wurde veröffentlicht kurz nachdem Lady Ashton, eine britische Baronin und ehemalige Labour-Politikerin mit einer Vergangenheit in der linksextremen, von den Sowjets durchdrungenen Campaign for Nuclear Disarmament (CND – Kampagne zur atomaren Abrüstung), ihre EU-Mitkommissaren einen Brief geschickt hatte, mit dem sie sie informierte, dass die EU dabei ist eine bindende Anforderung zur Kennzeichnung von durch Juden in Ostjerusalem,, Judäa, Samaria und auf den Golanhöhen hergestellten Produkten einzuführen. Gleichzeitig gab die EU Richtlinien aus, die die 500.000 jüdischen Einwohner dieser Regionen von jeglicher Finanzierung, Zusammenarbeit, Stipendien und Forschungsgeldern oder Preisen ausschließen.

Während die EU-Kommission eine Kampagne gegen eine halbe Million Juden führt, schüttet ihre oberste außenpolitische Repräsentantin Lob über Juden hassende radikale Islamisten in Ägypten aus. Bei ihrem Aufenthalt in Ägypten stattete Ashton sogar dem abgesetzten ägyptischen Präsidenten Mohammed Morsi einen Besuch ab – einem Mann, der Israelis als „Blutsauger“, „Kriegshetzer“ und „Nachkommen von Affen und Schweinen“ bezeichnet hat. Vielleicht munterte sie ihn ja mit Nachrichten vom antijüdischen Boykott der EU auf.

Ashtons Artikel in der Herald Tribune hatte den Titel „Moving Egypt back to the democratic path“ (Ägypten auf den Pfad der Demokratie zurückbringen). Auf den demokratischen Weg zurück? Als wäre Ägypten je eine Demokratie gewesen? Sorry für die Enttäuschung, Lady Ashton, aber die einzige Demokratie im Nahen Osten ist zufälligerweise Israel. Mit Ausnahme des Libanon hat es in der gesamten Region abgesehen von Israel nie eine Demokratie gegeben. Was Ashton in ihrem Artikel aber zu unterstellen scheint ist, dass während Morsis einjähriger Tyrannei in Ägypten sich dieses „auf dem demokratischen Pfad“ befand.

Ashton beginnt ihren Artikel mit der Beschreibung, dass sie während ihrer Fahrt nach dem Dunkelwerden nach Kairo hinein Ägyptens rivalisierende Gruppen fü rein paar Stunden „ihre Differenzen auf Eis legten“, um das tägliche Fasten während des Ramadan zu brechen. Wenn die Ägypter das zu tun in der Lage sind, merkt sie an, dann sind sie sicher auch in der Lage „ihre Pause vom Aufruhr dauerhaft zu machen“ und „ein stabiles, demokratisches Ägypten“ zu aufzubauen.

Die führende politische Entscheidungsträgerin der EU ist so naiv zu glauben, wenn ein Folterer seine Foltersitzung eine Weile aussetzt, weil er hungrig ist oder essen muss, dann beweist das, dass es etwas Gutes in ihm gibt. In ihrer Jugend war Ashton eine Mitreisende der Kommunisten, die für die einseitige Entwaffnung des Westens eintraten; heute übt sie gegenüber den Feinden der Freiheit immer noch Appeasement.

Das Problem mit den Ägyptern, sagt Ashton, besteht darin, dass sie noch nicht verstehen, dass Demokratie ein geteiltes Verständnis dafür erfordert, wie Entscheidungen getroffen werden sollten, einen Grad gegenseitigen Respekts und eine Bereitschaft die Rechte von Minderheiten zu respektieren. Aber, betont sie, die EU ist bereit ihnen zu helfen und sie zu lehren, wie man das macht. Ashton sagt, sie kam und Repräsentanten des gesamten politischen Spektrums zu treffen, auch die Muslimbruderschaft. „In jeder Diskussion bestätigte ich, dass unserer Unterstützung und Freundschaft weiter gehen werden“, schreibt sie. „Ich war dadurch ermutigt, dass jede einzelne Gruppe, die ich traf, so groß die Unterschiede auch waren, diese Verpflichtung willkommen hieß.“

Sie nennt Ägypten ein Land, das für Europa „unverzichtbar“ ist. Daher, sagte sie, will die EU eine Rollen bei der Hilfe spielen „Ägypten zur Demokratie zurückzubringen“. In dem Prozess muss „Jede wichtige Gruppe dazu gehören“, auch die Muslimbruderschaft, fügt Ashton hinzu. Alle Gefangenen, „einschließlich Herr Morsi und seine engen Mitarbeiter“, müssen freigelassen werden. „Die EU ist ein Langzeitpartner und -Freund Ägyptens.“

Denken Sie bitte einmal eine Minute nach: Die EU beschwichtigt die Ägpyter, einschließlich der radikalsten Islamisten der Muslimbruderschaft, mit Versprechen von Geld und ewiger Freundschaft, während sie gleichzeitig die Entscheidung getroffen hat Produkte aus Israel, einer echten Demokratie, zu kennzeichnen, die in Judäa, Samaria, Ostjerusalem und auf den Golanhöhen hergestellt werden, womit die dort arbeitenden Araber mehr getroffen werden als die Juden. Sie hat angefangen eine halbe Million Juden zu boykottieren, die in diesen Bereichen leben, außerdem zahllose dort ansässige Betriebe und Institutionen, einschließlich der Hebräischen Universität in Jerusalem.

Während den ägyptischen Muslimbrüdern erzählt wird, dass sie auf die Unterstützung und Freundschaft Europas zählen können, bekommen jüdische Sportler, Künstle rund Wissenschaftler gar keine EU-Unterstützung mehr, wenn sie Juden sind und jenseits der Waffenstillstandslinien von 1949 leben. Die EU will „jede wichtige Gruppe“ in den Friedensprozess des Nahen Ostens eingebunden sehen – außer Juden die zufällig jenseits der Grünen Linie von 1949 leben. Die Muslimbruderschaft wird als Freund und Partner Europas begrüßt, doch jüdische Sportler, Künstler und Wissenschaften werden als gefährliche Bedrohung des Friedens im Nahen Osten betrachtet.

Wird Baroness Ashton jüdische Siedler besuchen, wenn sie mal in Judäa und Samaria sein sollte? Offensichtlich nicht, da die EU für ihre Diskriminierung und Verarmung eintritt. Doch in Ägypten eilt sie zur Muslimbruderschaft und Mohammed Morsi, um ihm alles Gute zu wünschen.

Das zweierlei Maß der EU wird auch durch ihre Entscheidung offenbar alle finanziellen und kommerziellen Verbindungen zu Juden jenseits der Grünen Linie zu kappen, während sie es gleichzeitig ablehnt die Hisbollah auf ihre Liste der Terrororganisationen zu setzen, indem sie eine  heuchlerische Unterscheidung zwischen dem so genannten „militärischen Arm“ der Organisation und ihrem „politischen Arm“ trifft. Auf diese Weise bleibt es für die Hisbollah – für ihre beiden „Arme“ – möglich in den 28 EU-Mitgliedsstaaten Geld zu sammeln.

Haben die Juden aus Samaria und Judäa je Busse auf dem europäischen Kontinent gesprengt, wie es die Hisbollah vor zwei Jahren in der bulgarischen Stadt Burgas machte? Hassan Nasrallah, der Führer der Hisbollah, wird jetzt von Ashton in seiner Funktion als „Oberkommandierender“ der Organisation boykottiert, aber nicht in seiner Funktion als ihr „Präsident“ – aber 500.000 Juden jenseits der Waffenstillstandslinie werden schikaniert, sowohl was ihre politischen als auch ihre kommerziellen, wissenschaftlichen und anderen Interessen angeht, ohne dass zwischen verschiedenen „Armen“ ihrer Aktivitäten unterschieden wird.

Die Politik der EU gegenüber Israel und den Juden ist derart bösartig, verlogen und unfair geworden, dass man kaum anders kann als zu dem Schluss zu kommen, dass die EU eine antisemitische Organisation ist. Je eher der „politische Arm“ dieser Organisation aufgelöst wird und die EU zu ihrem Ursprung als freie Handelsorganisation zurückkehrt, desto besser.

2 Gedanken zu “Schafft den „politischen Arm“ der EU ab

  1. Was Peter Martino schreibt ist ganz richtig. Wie boshaft die EU mit Israel, wie dumm, unwissend sie in der Beurteilung der Lage im NO ist, lese ich fast jeden Tag in den Printmedien. Es ist nur zum Kotzen. Ich war immer für Europa, für ein gleichzeitig geeintes und geteiltes. Also, einiges zusammen machen, anderes jeder Staat für sich.
    Aber Europa wird mir immer verhaßter. D.h. die politische Kaste. In der USA ist diese Kaste auch nicht gerade aus Gold, aber in mancher Hinsicht immer noch viel besser als jene in der EU
    lg
    caruso

  2. Was Peter Martino hier über die EU und die Dame Catherine Ashton schreibt kann ich nicht erst mit diesem Bericht unterschreiben – das ist meine unmaßgebliche Meinung schon, seit die Dame Ashton – als Außenkommissarin der EU ihr böses Spiel gegen Israel treibt – und dass nun schon seit bld 4 Jahren!!!

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