John und Catherine, darf ich euch Isaak und Ismail vorstellen

Dr. Haim Shine, Israel HaYom, 19. August 2013

Kanal2 bot den Israelis einen wichtigen Dienst, indem er über „Friedens-Sommerlager“ für Kinder im Gazastreifen und in palästinensischen Städten in Judäa und Samaria berichtete. Diese Sommerlager werden von der UNO als Teil von deren Flüchtlingshilfe bezahlt. Kinder in den Lager sprechen, singen und malen Bilder über ihre oberste Wahrheit: Sie wollen nach Jerusalem, Jaffa, Lod, Beit Dagan, Yavne und vor allem an die Strände von Tel Aviv zurückkehren, die die jüdischen Wölfe ihren Großmüttern und Großvätern stahlen. Es sind diese Sommerlager, in denen die nächste Generation der Schahide, Selbstmordbomber und Terroristen indoktriniert wird.

Tausendmal Lächeln von Mahmud Abbas oder die gewundenen Worte von Saeb Erekat können die Tatsache nicht verbergen, dass das, was wirklich im Kern der historischen Meinungsverschiedenheit zwischen uns und den als Palästinenser bekannten Arabern liegt, das Recht zur Rückkehr nach Jerusalem und die Kontrolle über diese Stadt ist.

Kinder in Flüchtlingslagern und ihre Jihadi-Lagerbetreuer demonstrieren kein Interesse an Siedlungen. Sorge um Ariel und Bei El ist eine interne israelische Diskussion. Sie sind stattdessen an Tel Aviv und Jerusalem interessiert, den zentralen Objekten ihres Sehnens. Man darf als sicher annehmen, dass selbst Justizministerin Tzipi Livni nicht zustimmen wird Hunderttausende Palästinenser in die Nähe ihres Hauses in Scheikh Munis (Ramat Aviv) oder das Gelände des Stammes der Abu Kishk (Ramat HaSharon) zu repatriieren.

Lediglich die radikale Linke ist bereit das palästinensische Rückkehrrecht anzuerkennen, solange diese Recht in den südlichen Vierteln von Tel Aviv verwirklicht wird, wo ein neues Afrika ins Leben gerufen worden ist.

Trotz beträchtlicher Differenzen gibt es, zumindest äußerlich,  Parallelen zwischen der 2.000 Jahre alten jüdischen Hoffnung auf die Rückkehr nach Hause und dem neuen, jungen palästinensischen Traum. Wenn zwei nationale, religiöse Sehnsüchte leidenschaftlich dasselbe Stück Land beanspruchen, dann kann es keine Verhandlungen um Kompromisse geben. Der wahre Streit geht darum, wer die legitimen Erben unseres Vorvaters Abraham sind, wer Gottes Versprechen erhielt, dass seine Nachkommen das Land Israel erben würden.

Es ist ein Kampf zwischen den Söhnen Isaaks und den Söhnen Ismails. Es ist bekannt, dass interne Familienkämpfe um Erbe viele Generationen lang andauern können. John Kerry, Catherine Ashton und die skandinavischen Kreuzzügler für Frieden werden den historischen Streit um Jerusalem und das Land Israel nie ganz begreifen. Ihre Begriffe werden enden, bevor sie die metaphysischen Tiefen dieses uralten Streits ergründen. Für sie geht dieser Kampf um Landbesitz, mit dem Handel getrieben der gekauft und verkauft werden kann. Sie selbst wären nicht bereit einen einzigen Quadratmeter ihrer eigenen Länder um des Weltfriedens willen aufzugeben.

Der Kampf zwischen uns und den als Palästinenser gekannten Arabern wird dem gewonnen, der am entschlossensten, am stärksten, am standhaftesten im eigenen Glauben, am beharrlichsten – und er begann mit dem Aufkommen des Zionismus.

Wir erkennen nach den Schrecken des Holocaust, dass Juden ohne einen starken Staat Israel wie eine Herde Schafe sind, die – umzingelt von 70 hungrigen Wölfen, versuchen zu überleben.

Der Streit dreht sich nicht um die Grenzen von 1967, sondern um unser grundlegendes Recht als freies Volk in unserem Land in Sicherheit und Frieden zu leben. Die israelische Linke zitiert ständig die Bedrohung der demografischen Balance. Die Araber, angeführt von einem Holocaustleugner, haben Yassir Arafats Lösung übernommen: die Juden demografisch zu vernichten. Es ist schade, dass es unter uns gute Juden gibt, die bereit sind einem selbstmörderischen Rückzug behilflich zu sein. Es gibt nichts Gefährlicheres im Nahen Osten als heilige Naivität.