Was muss die PA eigentlich noch tun, um ihr Desinteresse an Frieden zu demonstrieren?

Evelyn Gordon, Commentary Magazine, 2. September 2013

Unter Druck der Opposition seiner eigenen Partei zur „Normalisierung“ mit Israel sagte PA-Präsident Mahmud Abbas gestern ein Treffen mit israelischen Knessetmitgliedern ab, die einen Ausschuss bildeten, um die kürzlich wiederbelebten Friedensgespräche zu unterstützen. Normalerweise würde das den ganzen Sinn von Friedensgesprächen in Frage stellen: Jemand, der zu viel Angst vor den Antinormalisierungs-Strolchen hat, um einen bedeutungslosen Kaffeeklatsch mit israelischen Parlamentariern zu halten, hat wohl kaum den Mumm ein Endstatus-Abkommen zu unterschreiben, das echte palästinensische Zugeständnisse enthält. Doch in diesem Fall wusste jeder, der dem Verhalten der Palästinenser seit Beginn der Gespräche Aufmerksamkeit schenkte, dass sie nichts als eine Farce waren.

Das Folgende sind nur ein paar wenige Schritte, die die Palästinenser innerhalb des letzten Monats unternahmen, um ihr fehlendes Verlangen nach Frieden zu beweisen:

  • Die PA schickte den Regierungen weltweit einen Brief, in dem sie behauptete, alle Israelis – ALLE Israelis – seien „Terroristen“ und „Kriminelle“, während Palästinenser, die Bomben gegen Schulbusse und auf Pessah-Sederessen zünden und alte Holocaust-Überlebende ermorden, „politische Gefangene“ und „Freiheitskämpfer“ sind, die „in Übereinstimmung mit dem internationalen Recht“ kämpfen. Gelinde gesagt ist das eine neuartige Interpretation des Verbots durch das internationale Recht vorsätzlich Zivilisten zu beschießen.
  • Die PA hat bereits gedroht ihre Versprechen zu brechen, kein Handeln in internationalen Foren zu verfolgen, während die Gespräche laufen – das Hauptversprechen, da sie im Tausch für Israels stufenweise Freilassung von 104 palästinensischen Häftlingen gab. Welche ruchlosen israelischen „Kriegsverbrechen“ und „antihumane, rassistischen Taten“ (um das Exekutivkomitee der PLO zu zitieren) lösten diese Drohung aus? Die Ankündigung neuer Bebauungspläne in Vierteln Ostjerusalems und großen Siedlungsblöcken, von denen jeder weiß, dass sie unter jedem Friedenshandel ohnehin bei Israel bleiben – und die, wie selbst Außenminister John Kerry zugab, keine israelischen Versprechen verletzen.
  • Diese Woche stellte Abbas klar, dass er nichts in dieser Richtung unternehmen wird, bis alle 104 Häftlinge freigelassen sind. Doch sobald dieses nicht umkehrbare Zugeständnis eingesackt worden ist, versprach er die UNO-Aktionen gegen Israel wieder aufzunehmen. Kurz gesagt: Die Gespräche sind lediglich ein Vehikel, um von Israel weitere einseitige Zugeständnisse zu erzwingen.
  • Nach vier Jahren der Weigerung überhaupt mit Israel zu reden, beschwert sich Abbas jetzt, dass Fortschritt unmöglich ist, weil die Parteien sich nicht oft genug treffen und weil er den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu noch nicht getroffen hat – genau den Mann, dessen wiederholte Appelle nach einem Treffen er während dieser vier Jahre unentwegt ablehnte. Und natürlich auch, weil Amerika tatsächlich will, dass die beiden Seiten bilaterale Verhandlungen führen: Die Palästinenser wollen trilaterale Verhandlungen und warnen, dass die Gespräch dem Untergang geweiht sind, wenn Amerika nicht „eine direkte Rolle spielt“ und „sich in dem Friedensprozess Geltung verschafft“ – Palästinenser-Sprech dafür Israel zur umfassenden Kapitulation vor den palästinensischen Forderungen zu zwingen.
  • Während einer „Friedensmission“ der Fußballmannschaft des FC Barcelona lehnten die Palästinenser Barcas Vorschlag ab ein Freundschaftsspiel gegen ein gemischt israelisch-palästinensisches Team zu spielen. Sie wiesen auch den Vorschlag ab Israelis den Besuch eines Freundschafsspiels in Ramallah zu gestatten, obwohl Israel Palästinenser zu Barcas Spiel in Tel Aviv-Jaffa einlud. Ein Vertreter Israels vermerkte dazu, dass ein solches Verhalten kaum einen Geist von „Frieden und Aussöhnung“ fördert.
  • Druck von Antinormalisierungs-Aktivisten zwang auch zwei arabische Kaufleute dazu ihre Pläne zur Eröffnung der Filiale einer israelischen Modekette in Ramallah fallenzulassen. Die PA unternahm nichts, um diesen Druck entgegenzuwirken, obwohl das Geschäft fast 150 Palästinensern Arbeit gegeben hätte.

Ich könnte weiter machen, aber der Punkt dürfte klar sein: Die PA hat überhaupt kein Interesse daran Frieden zu schließen. Ist es also nicht an der Zeit, dass die Welt aufhört so zu tun, als hätte sie es?

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Ein Gedanke zu “Was muss die PA eigentlich noch tun, um ihr Desinteresse an Frieden zu demonstrieren?

  1. Du kannst deinen Mund fusselig reden, die Welt wird nicht glauben, daß die PalAraber keinen Frieden wollen. Warum? Weil die Welt es nicht glauben will – aus
    welchen Gründen immer. So schaut’s aus, leider!
    lg
    caruso

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