Einige Gedanken zum Nachdenken während Schabbat

Simon Fischler, Guerilla Israel, 4. Oktober 2013

Unten einige Gedanken, über die man am Schabbat nachdenken kann.

Antisemitismus ist vermutlich die älteste Form des Rassismus, die wir kennen.

Von der Griechisch-römischen Welt bis heute hat fast jede Generation in der Linie der Menschheit die Juden gehasst.

Antisemiten werden Ihnen erzählen, dass sie bezüglich der Juden Recht haben müssen; immerhin haben derart viele Menschen seit so vielen Generationen versucht die Hebräer, Israeliten und die jüdische Nation zu vernichten.

Andererseits haben weiße Europäer und arabische Semiten geglaubt, dass Schwarzafrikaner Untermenschen seien und es daher akzeptabel sei sie wie Vieh zu verkaufen.

Erinnern Sie sich: Eine Mehrheit der Menschen glaubte auch, die Erde sei eine Scheibe.

Was ist sagen will, ist einfach: Antisemitismus hat es gegeben, seit Menschen ihre eigene Geschichte aufgeschrieben haben.

Er ist eine heimtückische Seuche, die einen Großteil der menschlichen Rasse infiziert, wenn er sich auch in Europa, dem [US-] amerikanischen Süden (mit „Taschen“ im Westen und Mittleren Westen), allen mehrheitlich arabischen/muslimischen Ländern (einschließlich denen auf dem afrikanischen Kontinent) und dem muslimischen Asien konzentriert.

Die feine Ironie – nein: Tragödie – besteht darin, dass der Antisemitismus fast vollständig ein Produkt der beiden Religionen ist, die sich aus dem Judentum entwickelt haben und praktisch seine Kinder sind: dem Christentum und dem Islam.

Traurigerweise ist nach einer nur allzu kurzen Periode politischer Inkorrektheit der Antisemitismus weltweit rapide im Aufstieg begriffen.

Dieses üble Monster lebt und gedeiht in Europa erneut, wo vor weniger als einem Jahrhundert SECHS MILLIONEN JUDEN in der Schoah umgebracht wurden.

Das weiße Europa hat immer ein Problem mit der jüdischen Nation gehabt.

Die antiken Griechen und Römer schufen das, was wir heute als Antisemitismus kennen, weil wir sturen Juden ihre fortschrittlichen Kulturen ablehnten.

Für sie waren wir ein rückständiges Volk, das an diesen lächerlichen Gott glaubt. Wir sollten für unsere Ignoranz ausgelacht und verachtet werden.

Der heutige Antisemitismus hat eine neue Form angenommen und sein Hauptziel ist der jüdische Nationalstaat, Israel.

Die Antisemiten der Welt verbrachten viele Hundert Jahre mit dem Versuch uns zu vernichten, weil wir die Nation waren, die Jesus tötete.

Jetzt haben sie beschlossen, dass wir keine Nation sind und daher keine Selbstbestimmung verdienen.

Und trotz all der genetischen Tests und DNA-Tests, die die Tatsache aufzeigen, dass die Juden ein eigenständiges Volk sind und ähnliche Gene haben, würden die heutigen Antisemiten uns gerne auch das nehmen und die Wahrheiten der Geschichte ignorieren.

Fakt ist: Die jüdische Nation und das jüdische Recht herrschten über das Land Israel lange bevor es hier Araber gab, bevor Mohammed geboren wurde und bevor irgendetwas namens Islam existierte. Ja, dieses Stück Geschichte ist heute unglaublich wichtig; Israel ist das Land der Juden, nicht das der Araber!

Fakt ist: Die Höhle der Patriarchen in Hebron wurde vom JÜDISCHEN König Herodes gebaut und ist das einzige völlig intakt erhaltene herodianische Gebäude. Sie ist nie eine Moschee gewesen!

Fakt ist: Was heute Al-Aqsa-Moschee heißt, wurde auf dem TEMPELBERG gebaut – ein Akt der schlimmste Entweihung, ausgeführt von kolonialistischen arabischen Muslimen.

Über das gesamte Land Israel verstreut finden sich archäologische Stätten HEBRÄISCHER, ISRAELITISCHER und JÜDISCHER Geschichte.

Die JÜDISCHE Provinz JUDÄA (von der der Name JUDE herrührt) mit seiner Hauptstadt JERUSALEM (beachten Sie: Jerusalem ist ein hebräisches Wort) war ein bekannter römischer Satellitenstaat, bis zur letzten Revolte und der Zerstörung des Tempels – lange bevor es den Namen Palästina oder ein Volk namens Palästinenser gab!

Doch irgendwie verdient die jüdische Nation es nicht selbstbestimmt in ihrer historischen Heimat zu leben?

Diese Art zu denken lebt ausschließlich im Geist eines ANTISEMITEN!

Diese Tatsache zu verbreiten ist der erste Schritt die Delegitimisierung Israels umzukehren. Es ist an der Zeit, dass israelische Diplomaten diese einseitige, pro-arabische Politik Europas das zu nennen, was sie ist: Antisemitismus!

9 Gedanken zu “Einige Gedanken zum Nachdenken während Schabbat

  1. Hätte ich nicht von dir gedacht, dass du solchen Unsinn abdruckst. Bist du wirklich auch der Meinung, dass der Antisemitsmus ein Produkt des Christentums ist?? Es gibt den Antisemitismus ja auch nicht erst seit der Griechen und Römer, sondern schon die Phillister 1000 v.Chr., die Assyrer 722 v. Chr., die Babylonier 580 v. Chr. und die Perser hassten die Juden, bekämpften, entführten und töteten sie. Bei den Persern wollte man sie ganz ausrotten (Ester), und die Ägypter haben sie schon gar nicht mit Sanfthandschuhen angefasst.
    Die Kirchen haben im Laufe der Geschichte sicherlich himmelschreiendes Unrecht begangen, aber die gläubigen Christen, die die Bibel lesen, wissen, dass nicht die Juden Jesus getötet haben, das ist Ersatztheologie, die scharf abzulehnen ist.
    Also alle Christen über einen Kamm zu scheren… das ist eine typische Krankheit, die „ihr“ Juden habt.

    • Steht nicht im Text, dass es Antisemitismus (Judenhass) „schon immer“ gegeben hat – und werden nicht die antiken Griechen und Römer angeführt. Wird irgendwo behauptet, dass Christen die die einzigen Antisemiten waren? Nö.
      Es ist auch nicht davon die Rede, dass alle Christen Antisemiten sind.
      Kann es sein, dass du selbst etwas hypersensibel bist?

  2. Entschuldige, was soll ich davon halten, wenn ich lese: „….dass der Antisemitismus fast vollständig ein Produkt der beiden Religionen ist, …. dem Christentum und dem Islam.
    Das ist eine Falschdarstellung. Und ich als gläubiger Christ, lasse es nicht zu, dass mein Glaube in solchen Zusammenhängen verurteilt wird.
    Und was Jesus angeht, da bin ich hypersensibel… er bedeutet mir alles.

    • Nach fast 2000 Jahren Judenhass und -verfolgung durch Christen finde ich, dass das nicht übertrieben ist. Genauso wenig, wenn der Islam da ebenso angeführt wird. Die antiken Griechen und Römer gibt es nicht mehr, die übrigen Judenhasser davor auch nicht. Sie hatten gar nicht die Chance, sich derart judenfeindlich und -mordend zu profilieren, wie es die Kirchen und die Muslime taten – und heute noch tun.
      Hier wird weder behauptet, dass alle Christen Antisemiten sind, noch dass der christliche Glaube antisemitisch ist. Es wird lediglich festgestellt, was Fakt ist: dass das Christentum einer der Hauptproduzenten des Antisemitismus war. Hier wird nicht der persönliche Glaube angegriffen. Den Schuh solltest du dir nicht anziehen – und ihn auch nicht mir bzw. dem Autor der Zeilen überstülpen wollen.
      Wäre ich der Meinung, der Autor habe meinen Glauben verunglimpfen wollen, hätte ich den Text nicht angerührt.

  3. Werter heplev, als Katholik bin ich auch sehr sensibel. Das hast Du auch schon erfahren müssen. Aber hier gibt es keinen Grund zur Reklamation. Mirjam hat etwas in den „falschen Hals“ bekommen.
    Ich jedenfalls leide darunter, dass wir Katholiken, die Protestanten sind da auch nicht besser, den „Grundstein“ für den Judenhass der Moderne gelegt haben. Viele christliche Werte sind bedauerlicherweise dabei zu verschwinden, der Unwert des Judenhasses zeigt leider diese Tendenz nicht.
    Ich leide sehr unter dieser Verfehlung meiner katholischen „Vorfahren“.
    Übrigens, Papst Johannes Paul II hat sich in unser aller Namen dafür entschuldigt.
    Dafür bin ich sehr dankbar.

  4. So wie es Paul darstellt, klingt es ganz anders. Die protestantische und katholische Kirche hat sich diese Verfehlungen bezüglich der Juden und dieser unsäglichen „Ersatztheologie“ zuzuschreiben. Für die ich mich – im Gegensatz zu meinem Vorredner – nicht schäme, ich habe nämlich die Bibel richtig gelesen (insbesondere Paulus Brief an die Römer). Deswegen (u.a.) bin ich auch nicht mehr in dieser Kirche.
    Bei mir hat das Lesen in der Bibel dazu geführt, dass ich die Juden und Israel besonders in mein Herz geschlossen habe. So sollte das doch eigentich funktionieren.

    Jesus ist für die Menschheit gekommen, um sie zu erlösen, die Versöhnung der Menschen mit dem Vater im Himmel wieder herzustellen. Er ist auch für die Juden gekommen. Er ist sozusagen der Stifter des Christentums. Wenn man sagt, das Christentum hat den Antisemitismus erzeugt, dann sagt man doch, Jesus hat den Antisemitismus erzeugt. Warum aber macht man die Christen, die an Jesus und die Bibel glauben, verantwortlich für die Verfehlungen der Kirchen!?!?!
    Ich habe es so satt, als Christ immer in einen Topf geworfen zu werden, mit den Menschen, die über Jahrhunderte – so schlimm das natürlich ist – an dieser schrecklichen Theologie festgehalten haben und natürlich dadurch Judenhass befördert haben.
    Ich wünsche mir einfach mehr Differenzierung. Die Juden können das vielleicht nicht so unterscheiden, deswegen höre ich von ihnen auch öfter solche Statements mit diesen Vorwürfen. Aber wir Christen sollten das doch besser wissen!

    • „Er ist sozusagen der Stifter des Christentums. Wenn man sagt, das Christentum hat den Antisemitismus erzeugt, dann sagt man doch, Jesus hat den Antisemitismus erzeugt.“
      Das ist eine Überinterpretation, die ich jetzt lieber nicht weiter kommentiere.

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