Die Erkenntnis eines Insiders, wer die meisten der palästinensisch-arabischen Terroranschläge des vergangenen Jahrzehnts verübte

This Ongoing War, 21. Oktober 2013

Brücken gegenseitigen Vertrauens zwischen benachbarten Völkern bauen, die große Probleme mit einander haben, wird immer hart sein, wie jeder mit auch nur flüchtiger Kenntnis des Generationen alten Konflikts zwischen den Arabern und den Israelis kennt. Bedeutet das, dass die Überwindung des gegenseitigen Misstrauens unmöglich ist? Nein; aber sie ist eine sehr massive Herausforderung. Ein veröffentlichtes Zitat, das in den letzten Tagen auftauchte, hilft zu zeigen, warum.

Die Information unten stammt von MEMRI, deren Übersetzungen aus dem Arabischen ins Englische und weitere Sprachen oft der einzige Grund sind, dass das, was Arabisch sprechendem Publikum gesagt wird, von nicht Arabisch Sprechenden angesehen und verstanden werden kann.

Mutawakkil Tahah, seit April 2012 Botschafter der PA im Libyen nach Gaddafi, wurde in einer Talk-Fernsehsendung auf Al-Jazira am 27. September 2013 interviewt. Was er dort offenbarte, bietet schwer Verdauliches für den Kopf. Dieser Auszug stammt aus MEMRIs Transkript dieses Al-Jazira-Interviews:

Israel entschied sich die Jugend zu sammeln, die in der ersten Intifada gekämpft hatte und sie in den Sicherheitskräften zu organisieren, überschüttete sie [mit Geld], damit sie es verteidigen würden, statt dass Israel sich selbst verteidigt. Doch was geschah in Wirklichkeit? Als 2000/2001 [sic] die Intifada ausbrach, stellte sich heraus, dass 70% der Märtyrer und der Menschen, die Angriffe gegen die Besatzung ausführten, Mitglieder der palästinensischen Sicherheitskräfte waren. Mit anderen Worten: Selbst als die [Israelis unsere] Sicherheitskräfte gründeten, blieben diese Sicherheitskräfte patriotisch und bekämpften weiter die Besatzung. Sie werden weiter als Mauer dienen, die den palästinensischen Geist und die palästinensischen Interessen verteidigen.

Es ist nicht sonderlich üblich, dass ein palästinensischer „Insider“ gesteht, dass es die Mitglieder der bewaffneten palästinensischen Sicherheitskräfte waren, die den Großteil der Frontlinie des blutgetränkten Arafat-Kriegs (alias zweite Intifada) gegen die Israelis ab dem September 2000.

Wir fragen uns, ob es eine Reaktion aus Washington geben wird, besonders zur „weiter dienen“-Formulierung. Die US-Regierung hat seit Jahren eine Schlüsselrolle [New York Times: „US Helps Palestinians Build Force for Security“] bei der Finanzierung, Ausbildung und Förderung dieser PA-Kräfte gespielt.