Abschaffung der christlichen Wertekultur

Ulrich Sahm, 23. Oktober 2013 (direkt vom Autor)

Weihnachtliche Kinderbilder, aber bitte ohne „Christliches“.

Eine große Stadt in Deutschland hat dieser Tage Pflegeltern offiziell aufgefordert, „weltanschaulich neutrale“ Weihnachts- Kinderbilder für eine öffentliche Präsentation beizusteuern. Gleiche Regeln gelten auch in Schweizer Schulen, wie der Tagesanzeiger schon 2009 berichtete.

An dem Treffen teilnehmende Pflegeeltern rätselten, wie dieser „kultursensible“ Auftrag ausgeführt werden könne. Das Jesuskind in der Krippe, Maria und Josef, der Weihnachtsstern von Bethlehem und sogar eine Kerze seien nicht akzeptabel, weil deutlich christliche Symbole. Die Idee der Darstellung eines jüdischen Hanukka-Leuchters, dessen 8 Kerzen in der Weihnachtszeit im Rahmen des jüdischen Lichterfestes angezündet werden, wurde auch verworfen, weil ebenfalls weltanschaulich nicht neutral. Ein Teilnehmer kam schließlich auf die Idee, die Kinder einen Coca Cola Lastwagen malen zu lassen. Schließlich war die Farbe des Weihnachtsmann-Mantels ursprünglich und bis heute ein Markenzeichen des amerikanischen Getränkeherstellers.

Die Idee, schon Kinder im Rahmen der öffentliche Bildung „weltanschaulich neutral“ zu erziehen und ein eindeutig religiöses Fest auf Bildern, aber ohne seine Symbole darzustellen, ist recht originell, offenbar aus Rücksicht auf muslimische Kinder.

Eine Tagesmutter erzählt: „Jeden Donnerstag singe ich mit einer Kita-Gruppe. 20 Kinder aus 9 Nationen. Freche Lieder- ernste Lieder, deutsch, englisch, französisch, senegalesisch- was halt gerade passt und Spaß macht. Nun will die Kita Martini vorbereiten. Ich sortiere also meine Liederschätze für Herbst und Winter und erfahre: Nichts Religiöses… bitte ausschließlich Laternenlieder und für den Advent bitte ohne Jesus, Maria und Josef. In der nächsten Singstunde zeigt mir ein kleines chinesisches Mädchen, dass es auch anders geht. Es sagt, dass es ein Lied kenne, was wir noch nicht gesungen hätten…und fängt ganz leise an: „Weist du wie viel Sternlein stehen…“ in dem Moment ist mir alles egal- ich pfeif auf Political Correctness und singe mit dem Kind zusammen weiter: “ Gott der Herr hat sie gezählet, dass ihm auch nicht eines fehlet…“ Die Anderen hören zu… Die Kindergärtnerin fragt leise: „Hast du das von deiner Mutter?“ – „Nein“ antwortet die Kleine, „meine Mutter kann doch kein Deutsch…“

Der Tagesanzeiger veröffentlichte Beispiele für Lieder, die von Jesus handeln und deshalb die religiöse Freiheit nicht-christlicher Kinder tangieren könnten:

– Alle Jahre wieder
– Der Heiland ist geboren
– Es ist ein Ros entsprungen
– Ihr Kinderlein kommet
– O du selige Nacht
– Stille Nacht, heilige Nacht

Weniger unumstritten sind Lieder ohne Jesus, beispielsweise „O Tannenbaum“.

Die Regeln sind in der Neufassung des Schulgesetzes von Bremen vom 28. Juni 2005 im Paragrafen 59b Abs. 4 festgeschrieben. Da steht: „Die öffentlichen Schulen haben religiöse und weltanschauliche Neutralität zu wahren. Dieser Verpflichtung muss das Verhalten der Lehr- und Betreuungskräfte in der Schule gerecht werden. Die Lehrkräfte und das betreuende Personal müssen in jedem Fach auf die religiösen und weltanschaulichen Empfindungen aller Schülerinnen und Schüler sowie auf das Recht der Erziehungsberechtigten Rücksicht nehmen, ihren Kindern in Glaubens- und Weltanschauungsfragen Überzeugungen zu vermitteln. Diese Pflichten der Lehrkräfte und des betreuenden Personals erstrecken sich auf die Art und Weise einer Kundgabe des eigenen Bekenntnisses. Auch das äußere Erscheinungsbild der Lehrkräfte und des betreuenden Personals darf in der Schule nicht dazu geeignet sein, die religiösen und weltanschaulichen Empfindungen der Schülerinnen und Schüler und der Erziehungsberechtigten zu stören oder Spannungen, die den Schulfrieden durch Verletzung der religiösen und weltanschaulichen Neutralität gefährden, in die Schule zu tragen.“

Es bleibt ein Trost: Wenn irgendwann kein deutsches Kind mehr christliche Lieder singen kann und niemand mehr weiß, warum wir Weihnachten feiern, können wir ja immer noch die Chinesen fragen.

(c) Ulrich W. Sahm

22 Gedanken zu “Abschaffung der christlichen Wertekultur

      • Peace gilt aber auch unter Muslimen nur, wenn der jeweilige Muslim nicht vom Wege abgekommen ist, und das bestimmen die jeweils Herrschenden. Im Koran gibt es, so wie wir die Begriffe verstehen, weder Frieden noch Liebe.

  1. Die heiligen Schriften sind von Menchen inspiriiert, die ein sehr hohes spiritueles Niveau erreicht haben. Deren Worte sind ein der Spirituelität verwürzelt. Anstatt Menschen zu jäten, glaube ich dass dass innere Unkraut gejätet werden sollte.

    • Hehre Worte, aber meine Frage ist nicht beantwortet. Wie wär’s mal mit was Konkretem, statt Phrasen zu dreschen?

      • As Campaign Chairman of the Weed Out Hate Initiative, I spent ten years in researching that internalities of all of the global religions. I came to the conclusion that their externalities.n which have insighted hatred through the ages, exist in order to illustrate that there is no way out of the current weed patch. We must all strives to tap and illuminate our respective spiritual roots for discovering the commonality: weed out hate, sow the seeds of peace. I have been campaigning for three years and can tell you this we can uphold Christian, Moslem and Jewish Werte all at the same time
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        • Nett, gute Idee. Ich glaube leider nicht, dass das auf Dauer mit dem Islam möglich ist, wenn die Muslime ihren Glauben wirklich ernst nehmen. Mit vielen, den weitaus meisten kann man sicherlich gut auskommen. Aber das sind Muslime, die dem entsprechen, was wir bei uns als „Sonntagschristen“ oder „Weihnachtschristen“ bezeichnen würden.
          Der Islam ist eine absolutistische Ideologie, die von ihren Anhängern fordert die Welt der Scharia zu unterwerfen. Wer das als Muslim ernst nimmt, der kann durch Ihren Ansatz nicht gewonnen werden.

          • I disagree. I am linked in with government officials all over the world. Please check out my LinkenIn. Facebook or weedouthate.org
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            • Regierungsvertreter. Wow. Warum nicht mit den Klerikern? Vor allem den Einflussreichen? Wie wär’s mit entscheidenden Leuten von Al-Azhar? Wenn schon, dann bitte da, wo die wirklichen Entscheidungen getroffen werden, was die Religion angeht!

              • I believe the point of such forums is to facilitate connections. All I have heard from you is criticism and to be honest I neither have the time or the patience for thsi. If there is anyone out therew in virtual land curious about what I am doing, please contact me
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  2. Jetzt isser beleidigt. Konkrete Angaben macht er nicht, Kritik verträgt er nicht, also jammert er. Na ja. Ich wünsche ihm für seine Arbeit alles Gute, auch wenn ich glaube, dass er nicht mit den wirklich wichtigen Leuten spricht.

  3. It is not a question that I feel insulted, the original point of the article is that Germany is losing its tradition of teaching or propagating its Christian values at the schools. I maintain that ‚Weed Out Hate‘ may not adhere to the letter of holy books, but certain to the spirit. What I am calling for is the kind of cultural and spiritual root feeding of society according to the way the respective people want to be fed…..You place the message below the level of the weed patch so that the ‚grassroots‘ will seek it and crave it…not at the level where it can be shrouded concealed. People who propagate hatred and destruction are not interested in distinguishing themselves.

    • sorry…People who propagate hatred and destruction are not interested in extinguishing themselves. Governmental of cultural bodies, in search of peace are open to reviewing fresh ideas.

      • Alles schön und gut und anerkennenswert. Aber es wird in Sachen Islam leider nicht funktionieren, weil die entscheidenden, einflussreichsten Personen da nicht mitmachen. Deshalb z.B. mein Hinweis auf Al-Azhar. Wenn die Kleriker dort ihre Haltung ändern würden, wäre viel erreicht. Sie werden es aber nicht tun, schon gar nicht auf Anlass von Regierungen. Traurig. Schade. Aber leider realistisch.

  4. Es spricht „für sich“, wenn man eine Diskussion in Deutsch beginnt und dann plötzlich ins Englische wechselt. Damit sind nämlich viele aus der Diskussion herausgenommen. „Nett“, nicht?!

    • Das kann man ihm nicht zum Vorwurf machen; sein Deutsch ist offenbar gut genug zum Lesen, aber er fühlt sich nicht wohl auf Deutsch zu diskutieren. Ich finde das durchaus in Ordnung und freue mich, wenn Leute sich die Mühe machen in einer fremden Sprache zu lesen und dann etwas zu sagen haben.

      • Es ist nur schade, dass dadurch die Diskussion im Wesentlichen bei Dir bleibt.
        Aber sonst hast Du wohl durchaus recht!
        Danke für die Klarstellung!

        • Google Translate ist extrem hilfreich in solchen Situationen. Kann ich nur empfehlen. Ich habe immer ein Google-Translate-Fenster offen in meinem Browser, um rasch das eine oder andere in jeder beliebigen Sprache nachschlagen zu können.

  5. Dem Chairman ging es nicht um Diskussion, sondern darum „seine“ Organisation, seine Initiative bekannt zu machen und neue Interessenten zu werben.
    Wenn ich es richtig verstanden habe, bemüht er sich um Frieden zwischen den Religionen. Warum will er nicht gleich Frieden Zwischen den Menschen? Frieden zwischen den Völkern?
    Das Schlimme, die Initiatoren solcher Initiativen meinen es wirklich gut. Aber „gut meinen“ ist noch nicht gut machen.

    Irgend ein Suchprogramm hat ihn hier angespült. Er hat seinen „Werbeblock“ gesetzt und ist wieder in den Tiefen des Internet entschwunden.

    Nein, diskutieren will er seine Idee nicht, er hält sie für Vollkommen, so wie sich alle Religionen auch für vollkommen handeln. Es ist eben seine Religion.

    Lieber heplev, vielen dank für Ihre Information.
    Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass es in der Bundesrepublik die gleichen Bestrebungen gibt alles christliche auszumerzen, wie es die Kommunisten auch schon versucht haben.
    Mögen die „Kinder dieses Kommunismus genauso scheitern wie ihre Eltern.

    Herzlich, Paul

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