Opfer von Muslimen? Habt ihr verdient.

Bruce Bawer, FrontPageMag.com, 6. November 2013

Eines späten Abends vor zwei Jahren, nur wenige Tage vor Weihnachten, kletterten zwei Skimasken tragende Einbrecher durch ein offenes Fenster in das Haus von Arild Opheim und Elin Ruhlind Gjuvsland in Oslo. Der von ihnen erzeugte Lärm weckte zuerst Elin. Sie sah durch die Schlafzimmertür einen Schatten. Bevor sie wusste, wir ihr geschah fielen die beiden Eindringlinge über sie und Arild her, drückten sie auf die Matratze und sagten auf Englisch: „Nicht hinsehen. Schlafen. Wenn hingucken, wir töten.“

Die Diebe fesselten das Paar – die beide Jahre lang als Journalisten und Moderatoren für den Staatssender NRK gearbeitet haben – und sammelten verschiedene Dinge an, darunter Computer und Telefone. Arild und Elin übergaben außerdem ihre Bankkarten und Pincodes. Die Männer waren „sehr aggressiv“ – einer von ihnen schlug Elin mit einem stumpfen, metallenen Gegenstand auf den Kopf. Doch sie versuchten auch, wie das Paar letzten Freitag in der TV-Talkshow Skavlan und in einem Op-Ed im Dagbladet erklärte, „Mitgefühl zu gewinnen, indem sie ihre Geschichte erzählten“.

In einem Mix aus Spanisch, Arabisch und gebrochenem Englisch bestanden sie darauf, das sie „keine bösen Menschen“ seien, sondern „in einer verzweifelten Lage. Sie wollten in der Lage sein in Norwegen zu wohnen und zu arbeiten und ein normales Leben zu führen. Doch ihre Asylanträge waren abgelehnt worden. Jetzt  hatten sie keine andere Wahl als uns auszurauben und Geld  zu bekommen, um nach Hause zurückzukehren.“ Um nach Hause zurückzukehren, um „ihre Familien zu treffen, brauchten sie 20.000 Kronen“ – knapp €3000. „Sie hatten ein hartes Leben, während es den Norwegern gut ging.“ Arild und Elin, sagte einer der Ganoven, verdienten, was ihnen geschah.

(Fakt ist: Kein abgelehnter Asylbewerber in Norwegen muss jemanden ausrauben, um nach Hause zu kommen. Die norwegische Regierung bezahlt alle Ausgaben für eine solche Rückführung. Und noch etwas mehr.)

Kurz nach dem traumatischen Vorfall wurden beide Täter von Polizisten geschnappt. Einer von ihnen, ein 18-jähriger Algerier, der mehrere Jahre in Spanien lebte, wurde zu einem Jahr und sieben Monaten Gefängnis verurteilt, muss 60.1690 Kronen an Elin und 26.847 Kronen an Arild zahlen. Sein Komplize wurde in Dänemark verhaftet und in ein „Jugendgefängnis“ gesteckt, aus dem er entkam; er ist auf der Flucht. Was Arild und Elin angeht, die gesamte albtraumhafte Erfahrung macht sie – so ihre Worte – „scheu und vorsichtig“. Es ließ sie über die „üblen Gedanken über Einwanderer“ nachdenken. Elin „konnte es nicht einmal ertragen kleine Kinder Arabisch sprechen zu hören“. Schließlich entschieden sie sich ein Buch zu schreiben.

Dieses ist jetzt veröffentlicht worden, es heißt „Ungebetene Gäste“. In Skavlan sagten sie, dass Schreiben ihr Rettung war. Denn sehen Sie: Nach dieser furchtbaren Nacht waren sie in Gefahr – in einer Gefahr, die viel größer war, als einfach ihr Leben zu verlieren. Sie waren schlicht in der Gefahr sich selbst als Rassisten zu betrachten und von anderen betrachtet zu werden.

Rassisten! Wie Elin sich ausdrückte: Sie war gefährlich nahe daran die Theorie zu übernehmen, „das Einwanderer einfach herkommen, um uns auszunutzen, dass wir sicherstellen müssen, dass es nicht zu viele von ihnen gibt und dass wir in 50 Jahren mit gewissen Nationalitäten überbevölkert sein werden“. Sie hatten angefangen sich zu sorgen, dass es Dank der laxen Einwanderungspolitik „massiv Verbrechen geben wird, so dass wir in unserer eigenen Stadt nicht sicher sein werden“. Kurz gesagt, sie stand am Abgrund: „Ich dachte: Verdammt, wird mich das zur Rassistin machen?“

Halten Sie einen Moment inne und denken Sie über diese Äußerung nach: „Ich dachte: Verdammt, wird mich das zur Rassistin machen?“ Vermerken Sie besonders die implizite Definition von „Rassist“ – nämlich jemand, der ein realistisches Verständnis der derzeitigen Kriminalstatistiken, der vernünftigen demografischen Projektionen und der weniger als anständigen Motivation vieler „nicht westlicher Einwanderer“ hat.

Doch Arilds und Elins Geschichte endet mit einem Triumph. Sicher, Elin gibt zu, dass sie heute mehr Angst um die alltägliche Sicherheit ihrer Kinder hat. Doch sie bestätigt triumphierend: „Wir sind nicht zu Rassisten geworden.“ Au contraire! Dank dieser Männer, die durch ihre Fenster einstiegen, sie körperlich missbrauchten und ihr Leben bedrohten, sind sie und Arild erstklassige Dhimmis geworden. So schreiben sie in ihrem Op-Ed, dass sie dem zustimmen, was einer ihrer ungebetenen Gäste ihnen sagte.

Ja, wir bekommen, was wir verdienen… Wir bekommen, was wir verdienen – wegen Norwegens und Europas Einwanderungspolitik. Weil wir zu streng sind.

Jau, das haben Sie richtig gelesen: Europas Einwanderungspolitik, die die Kontinent im Handumdrehen verwandelte, ist „zu streng“. Arild und Elin verteidigen ihre These wie folgt:

Warum ziehen Menschen um? Warum finden Auswanderung und Einwanderung statt? Es geht um Träume. Sie haben einen Traum, dass das Leben auf die eine oder andere Weise besser sein kann, wenn sie umziehen – ob es von einem Viertel in ein anderes oder von einem Kontinent auf einen anderen ist.

Ob man von Norwegen nach Spanien zieht, weil man der Kälte müde ist oder man von Nordafrika nach Europa kommt, in der Hoffnung ein paar Jahre zu arbeiten und Geld für ein Haus in der Heimat zu sparen, das läuft auf dasselbe hinaus. Es sind Träume, die uns motivieren. Das ist völlig normal. Wir alle haben unsere Träume eines anderen und besseren Lebens. Gibt es da irgendetwas Kriminelles?

Träume! Um es kurz zu sagen: Ein norwegisches Rentnerpaar, dass ein Leben lang hart gearbeitet hat und sein Erspartes in einen Co-Op in Alicante steckt – wo sie das Gesetz achten und zur Wirtschaft beitragen – unterscheidet sich nicht von muslimischen „Jugendlichen“, die sich mit falschen Papieren nach Norwegen aufmachen und darauf aus sind die Einheimischen zu tyrannisieren und zu drangsalieren. Sie kommen, schreiben Arild und Elin, „mit dem Traum eines besseren Lebens, zeitweise oder auf Dauer“. Und was tun die Norweger?

Wir stecken sie in Asylantenheime – die die Politiker der Fortschrittspartei jetzt abschließen wollen wie Gefängnisse. Wir behandeln Träumer, als seien sie Verbrecher. Und vielleicht macht es das ihnen leichter tatsächlich Gangster zu werden? Wenn wir ihre Träume zerschlagen, hier zu wohnen und zu arbeiten, und sie in ein illegales Leben auf der Straße zwingen, vielleicht bekommen wir das, was wir verdienen, wenn sie sich Verbrechen zuwenden um zu überleben. Das war das, was die Typen sagten, die uns ausraubten. Im Verlauf der Zeit haben wir begriffen, was sie meinten.

Wenn sie Gangster sind, dann ist das unser Fehler. Sie können uns ausrauben oder vergewaltigen oder töten – doch selbst, während sie das tun, sind immer noch wir die Bösen und sie die wahren Opfer.

So sieht die Argumentation dieser beiden NRK-Journalisten aus. Es ist ausreichend klar, was hier passiert ist: Arild und Elin griffen in ihrer drängenden Such danach von sich nicht als „Rassisten“ zu denken, nach der Behauptung der Einbrecher, dass er und sein Kumpel niemals einen solchen Gesetzesverstoß begangen hätten, wenn ihre Asylanträge nicht abgelehnt worden wären. Das erlaubt Arild und Elin nahezulegen, wenn nur alle Asylsuchenden aufgenommen würden, dann würden solche Verstöße der Vergangenheit angehören.

Das winzigkleine Problem dieser Behauptung besteht darin, dass Arilds und Elins Reden praktisch keine Beziehung zur Realität hat. Wiedeholte Horrorgeschichten aus den Asylantenheimen – wo es regelmäßig Messerstechereien und Krawalle gibt – dienen nur zum Unterstreichen der Tatsache, dass wir hier nicht von sanften Seelen sprechen, die durch grausame Umstände zur Gewalt getrieben werden; stattdessen reden wir von einer systematischen, rücksichtslosen Gefährdung des norwegischen Volks durch die Behörden, die Arilds und Elins Immunität den Fakten gegenüber zu den Menschen, die sie ins Land holen und wie Bomben in vorher friedlichen Landgemeinden einpflanzen, teilen.

In den vergangenen Jahren sind gewalttätige Schwerverbrechen durch Asylsuchende ein unerhört unverhältnismäßiger Teil des Lebens Norwegens geworden. Eines Morgens im Jahr 2004, stach ein Somali in derselben Straßenbahn, die mein Partner jeden Tag zur genau derselben Zeit zur Arbeit nahm, auf fünf Menschen ein; er tötete einen, den 23 Jahre alten Terje Mjåland (der taub war und deshalb die Schreie seiner Mitfahrer nicht hörte). Verdiente er das? Zwei Jahre später marschierte ein Asylsuchender aus Algerien in das Büro eines bemerkenswert gütigen, sanftmütigen Arztes in Oslo, den ich kannte, Stein Sjaastad und erstach ihn. Verdiente er das?

Arild und Elin haben einen Vorschlag: „Warum öffnen wir nicht die Grenzen und lassen sie sich selbst regulieren?“ Immerhin, fragen sie, was sind internationale Grenzen anderes als Linien auf einer Landkarte, die „im Verlauf der gesamten Geschichte ohnehin veränderten“? Da das so ist, wie können wir glauben, dass wir das Recht haben „es abzulehnen Menschen die Linien überqueren zu lassen, die wir um uns gezogen haben?“ Ja, wir sind uns der derzeitigen Welle der Raubüberfälle und Diebstähle in Oslo bewusst (deren überwältigende Mehrheit von „nicht westlichen Einwanderern“ begangen worden sind) und sie behaupten das Bedürfnis zur Bekämpfung der Verbrechen zu verstehen. Doch der effektivste Ansatz, sagen sie, sie „das Bedürfnis Verbrechen zu begehen zu bekämpfen“, indem man „den Träumern – illegalen Einwandern – hilft, die hilflos auf den Straßen Europas stehen“. Mit anderen Worten: Die Lösung für blutrünstige Gesetzlosigkeit von nicht westlichen Einwanderern besteht darin mehr von ihnen hereinzuholen. Wenn die Norweger das nicht tun, „werden wir nur weiterhin bekommen, was wir verdienen“.

So endet Arilds und Elins Op-ed. Als ich es online las, konnte ich es nicht erwarten die Leserkommentare zu sehen. Leider fand ich am Ende der Seite diesen einzelnen Satz: „Der Kommentarteil wurde am Samstagnachmittag wegen mehrerer hasserfüllter und schikanösen Einträge geschlossen.“ Er wurde nicht nur geschlossen – die Kommentare wurden entfernt. Glücklicherweise hat die Internetseite document.no sie kopiert eingestellt. Es gibt Hunderte, vielleicht Tausende. Ich las ein paar Dutzend. Sie sind nicht „hasserfüllt und schikanös“. Sie sind die Reaktion der Norweger, die ihre Vernunft behalten haben und die die Nase voll haben von Typen Arild und Elin, die sie wechselweise als „naiv“, „verzerrt und indoktriniert“ und erbittert entschlossen „politisch korrekt zu sein“ beschrieben.

In der Tat. Ich meinerseits bin Arild und Elin dankbar, dass sie diesen erhellenden Blick in die Psyche der political correctness bereitstellen. Sie beschreiben ihre Einbrecher als verzweifelt nach Hause wollend. Doch es sind Arild und Elin, die nach ihrer furchtbaren Erfahrung verzweifelt „nach Hause“ wollen – zurück nach Hause, das heißt in die wohligen Gewissheiten ihrer PC-Ideologie.

Und sie haben es geschafft. Was für ein mitreißender Triumph! Ihre Ideologie kam direkt der Realität in die Quere – und doch fanden sie eine Möglichkeit trotz allem daran festzuhalten.

Ich freue mich auf ihren Kommentar zur jüngsten Gräueltat des Landes. Montagabend entführte ein abgelehnter Asylbewerber aus dem Südsudan im westlichen Norwegen einen Bus und ermordete drei Menschen. Er lebte in einem nahe gelegenen Asylbewerberheim, das erst vor drei Monaten in Betrieb ging. Wenn es nach der Fortschrittspartei gegangen wäre, wäre das Heim abgeschlossen worden – aber natürlich wäre das unmenschlich gewesen. Wenn es nach den Einheimischen gegangen wäre, so Nachrichtenberichte, dann hätte es das Heim dort erst gar nicht gegeben: Es wurde ihnen von Beamten des Landes aufgezwungen, die ihre Ablehnung als fremdenfeindlich betrachteten.

Die Mordopfer waren der Busfahrer, ein schwedischer Fahrgast über 50 und eine 19-jährige junge Frau, die als Margaret Molland Sanden identifiziert wurde, eine Chemie- und Biotechnik-Studentin an der Hochschule von Oslo und Akershus, deren Facebookseite zeigt, dass sein ein Fan von Bob Dylan und der Serie 24 war. Drei unglückliche Todesfälle, zweifellos. Doch immerhin bekamen sie, was sie verdienten. Oder?

3 Gedanken zu “Opfer von Muslimen? Habt ihr verdient.

  1. Ich glaube, sowas nennt man „Stockholm – Syndrom“. Anscheinend handelt es sich dabei um einen Virus, der sich rasch verbreitet …

  2. „Ich freue mich auf ihren Kommentar zur jüngsten Gräueltat des Landes. Montagabend entführte ein abgelehnter Asylbewerber aus dem Südsudan im westlichen Norwegen einen Bus und ermordete drei Menschen.“

    Solches wird sie noch weniger zur Vernunft bringen. Und als „Stockholm-Syndrom“ würde ich das nicht bezeichnen, denn Leute mit einem solchen waren vorher nicht von dem Syndrom heimgesucht. Diese oben beschriebenen Personen sind Dhimmis, sie ordnen sich dem unter, der es ihnen befiehlt.

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