Wie? Diese „Zivilisten“ waren wirklich Jihadisten?

Elder of Ziyon, 1. Dezember 2013

Ein Ma’an-Editorial gibt an:

Unmittelbar, nachdem israelische Streitkräfte am Dienstag Mahmud al-Najjar, Mussa Makhamra und Muhammad Nayrouk in Yatta ermordeten, begann Israel eine große Medienkampagne mit der Behauptung, die drei Männer planten in der Westbank eine mit der Al-Qaida verbundene Gruppe zu gründen.

Die Kampagne war sehr schnell, sehr groß und im Vorhinein vorbereitet. Medienorgane in der arabischen Welt und in Palästina kauften ihnen das israelische Meinung in einem gewissen Ausmaß ab und zitierten Berichte israelischer Quellen über den Vorfall.

Das kein offizieller palästinensischer Bericht vorliegt und die Tatsache, dass palästinensische Gruppen und Sicherheitsdienste schwiegen, half bei der Zirkulation des israelischen Berichts und gaben ihm damit sogar einige Glaubwürdigkeit. … Die Welt hat fast vergessen, dass israelische Streitkräfte einen vorher festgelegten, gut geplanten militärischen Angriffe gegen junge Männer in der Blüte ihrer Jugend ausführten, die in einem zivilen Auto unterwegs waren.

PCHR beschreibt das so:

Am Dienstagabend, 26. November 2013, töteten israelische Streitkräfte bei zwei separaten Angriffen in einer außerrechtlichen Hinrichtung und unter Anwendung überzogener tödlicher Gewalt 3 palästinensische Zivilisten in der Umgebung von Yatta, südlich von Hebron.

Bei einem neuen Verbrechen außergerichtlicher Hinrichtung töteten israelische Streitkräfte 2 palästinensische Zivilisten in Hebron, indem sie im Raum Zaif, nördlich von Yatta, südlich der Stadt auf ihr Fahrzeug schossen…

Eine halbe Stunde später töteten israelische Streitkräfte unter Anwendung übermäßiger Gewalt einen Palästinenser im Süden von Hebron…

Nach Untersuchung des Tatorts stellte sich heraus, dass israelische Streitkräfte willkürlich das Feuer auf al-Najjar eröffnet hatten, während er in der Nähe des Hauses zu Fuß unterwegs war; dadurch wurde er von einer Reihe Kugeln getrofen, was seinen Tod verursachte, bevor er ins Krankenhaus gebracht wurde.

Die Version der IDF zu den Vorfällen und palästinensische Bestätigung wurde von den arabischen Medien fast ignoriert:

Tausende Trauernde nahmen am Mittwoch an den Beerdigungen der drei verdächtigen palästinensischen Militanten teil, die am Vortag bei einem Angriff der israelischen Armee in der Westbank getötet wurden.

Die drei waren jihadistische Salafisten oder Anhänger einer militanten Strömung des puritanischen Islam und hatten Anschläge auf Israelis und die PA – die palästinensische Selbstverwaltung in der Westbank – geplant, sagte Oberstleutnant Peter Lerner, ein israelischer Armeesprecher.

Lerner sagte, die Gruppe habe angefangen Terrorinfrastruktur aufzubauen, einschließlich der Fertigung von Waffen und Sprengstoff. Er sagte, die Zelle sei der „erste substanzielle Hinweis“ für gewalttätige Aktivitäten durch jihadistische Salafisten in der Westbank.

Ein palästinensischer Sicherheitsbeamter sagte, jihadistische Salafisten in der Westbank seien ein Grund zur Sorge, lehnte aber eine Schätzung dazu ab, wie viele es dort gibt.

Lerner sagte, israelische Spezialtruppen stoppten das Auto, in dem die drei fuhren und zerschossen die Reifen. Er sagte, die Männer in dem Auto handelten verdächtig und dass Soldaten das Feuer eröffneten und zwei töteten, während der dritte zu Fuß entkam. Der Flüchtige wurde später in einem Versteck in mehreren Kilometern Entfernung getötet, sagte Lerner.

Palästinensische Sicherheitskräfte hatten versucht die drei zu verhaften, aber sie entkamen, sagten Nairouhs Bruder Obeidallah und al-Najjirs Onkel Taleb.

Die palästinensische Polizei verhaftete in den letzten drei Wochen 22 verdächtige jihadische Salafisten in Hebron und den Westbank-Städten Nablus und Jenin, sagte der palästinensische Sicherheitsbeamte. Er sprach unter der Bedingung anonym zu bleiben, weil er nicht autorisiert war Reporter zu informieren.

Obeidallah Nairouh sagte, sein Bruder habe wegen mit der Hamas in Verdingung stehenden Aktivitäten sechs Jahre in einem israelischen Gefängnis verbracht. Dort verließ Mohammed die Hamas und driftete zu den Salafisten, sagte sein Bruder.

Er sagte sein Bruder sei wütend auf die Hamas, weil die im Gazastreifen das Scharia-Recht nicht einführte und sprach regelmäßig von der Notwendigkeit Jihad – heiligen Krieg – zu führen.

Heute gab eine Al-Qaida-Gruppe zu, dass die drei Jihadisten waren:

Eine mit der Al-Qaida verbundene Gruppe sagte, drei Militante, die letzte Woche in der Westbank von israelischen Truppen getötet wurden, waren bei ihr Mitglieder und dass ihre Anwesenheit dort zeigte, dass das islamistische Netzwerk in dem Palästinensergebiet Wurzeln geschlagen hat.

„Mit dem Willen des Allmächtigen hat die globale Jihad-Doktrin das Ufer des Stolzes, die Westbank erreicht und nach allen Versuchen ihre Präsenz zu vereiteln Fuß gefasst“, hieß es in einer Erklärung der Majles Shura al-Mujaheddin oder ‚Heiligen Krieger‘-Versammlung in einem islamistischem Webforum.

In dem Online-Statement verurteilten die Majles Shura al-Mujaheddin die Friedensbemühungen und drohten mit Anschlägen auf Israel und die PA.

„Wir fordern jede ernste Person auf alles zu stoppen, was ‚Verhandlungen‘ genannt wird, das einen die Nase wegdrehen lässt wegen des faulen Gestanks der Kollaboration“, hieß es in der Erklärung. „Uns ist es ernst damit die Aggression gegen Religion durch die blasphemischen Juden und der heuchlerischen Kollaborateure zu bekämpfen.“

Wenden wir uns jetzt wieder dem Editorial von Ma’an zu. Nachdem die Vorstellung heruntergespielt wurde, dass die drei Jihadisten waren, hieß es, dass selbst für den Fall, dass sie solche wären, sie nicht hätten angegriffen werden dürfen – sie hätten respektiert werden müssen – genauso, wie die IDF Dialog mit den Haredim führt!

Jihadistisch-salafistische Ideologien und Radikalismus sollten nicht durch gezielte Morde der Unterstützer dieser Ideologien bekämpft werden, aus dem einfachen Grund, dass Gewalt Gewalt erzeugt. Die richtige Handlung das zu tun ist mit dem Abzug der Besatzung einerseits und durch Dialog zwischen palästinensischen Organisationen und den Salafisten andererseits. Diese Menschen sollten zu Dialogsitzungen eingeladen werden, um ihren Gedanken und Besessenheiten zuzuhören.

Es wird nie eine Lösung geben außer durch Bildung, Reflektion, Dialog und Teilhabe. Israel hat Jahre lang versucht durch Dialog und durch Anhören ihrer Forderungen religiöse Menschen dazu zu bringen Militärdienst zu leisten.

Ja, Ma‘an glaubt, dass Al-Qaida und Juden mit schwarzen Hüten dasselbe sind – und dass Jihadisten einfach nur über ihre Gefühle reden wollen. Die armen Leute sind einfach nur wegen der Moderatheit der Hamas und der PA beunruhigt und wollen lediglich angehört werden.

Ihre Gewalt ist ein Hilferuf! Die armen Mudschaheddin sind so verletzlich und alleine.

Wir sollten Sozialarbeiter nach Pakistan und Afghanistan schicken statt Drohnen!

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