Die Hass-Industrie

Nadav Shragai, Israel HaYom, 17. November 2013

Nachdem sie die palästinensische Kinderbücher sah, sagte Hillary Clinton, sie und die offiziellen PA-Medien würden „die Gemüter tiefgreifend vergiften“. Sechs Jahre sind seitdem vergangen. Mehr und mehr Terroristen sind von Israel als Teil von Deals und als Gesten des gutem Willens freigelassen worden, doch es scheint so, dass sich nichts verändert hat. Hass, damals wie heute, ist nicht angeboren. Jemand bemüht sich ihn zu kultivieren.

„Die Juden sind die schlimmsten von allen“, rezitieren zwei Kleinkinder im Palästinenser-Fernsehen ein einem Gedicht, das auf islamischen Quellen gründet. „… barbarische Affen, verfluchte Schweine, Jerusalem lehnt ihre Verunreinigung seiner Viertel ab, denn Jerusalem, ihr Reinen, Jerusalem ist das Wunder und die Ehrfurcht des Himmels und Jerusalem, ihr Schleim, ist sauber und rein.“

Eine Generation, sogar zwei oder drei, sind vergangen, seit Oslo und danach und viele dieser Kinder die aufwachsen um Terroristen zu werden, die schießen und stechen und hassen, lernen weiter Israels Untergang zu erwarten und zu erhoffen. Sie hören und sehen ihrer Umgebung zu, gefüllt mit der Verherrlichung von Blut, Terror und Terroristen – den schlimmsten unter ihnen, die Dutzende und Hunderte Kinder und Frauen und Zivilisten auf unserer Straßen umgebracht haben. In Schulen, Sportzentren, auf den Straßen, Plätzen und in Parks – jeder erinnert sich an die Namen der Mörder. Erst gerade pries die offizielle Facebook-Seite der Fatah den Terroristen, der den neunjährigen Noam Glick aus dem Dorf Psagot erschoss.

„Die Palästinenser haben zu keiner Zeit ihre Ambition aufgegeben irgendwann ihr strategisches Ziel zu erreichen, das aus dem Ende des Zionismus besteht“, beharrte Brigadegeneral a.D. Yossi Kuperwasser, ehemaliger Leiter der Forschungs- und Analyse und Produktions-Abteilung des IDF-Direktorats Militärischer Geheimdienst vor einem Jerusalemer Gericht. Kuperwasser wurde als Zeuge von zwei Hinterbliebenen-Familien aufgerufen, die ihre Lieben durch palästinensische Terrorakte verloren. Die Familienklagen gegen die PA und streben den Beweis für deren Verbindungen zum Terrorismus an. Der Richter in diesen Fällen versuchte Kuperwasser das Leben schwer zu machen, indem er eine Frage stellte: „Wenn sie sagen, die Lösung sei zwei Staaten für zwei Völker, ist das nicht richtig?“ Kuperwasser stellte klar: „Nein. Die Araber reden von zwei Staaten … für zwei Völker – das palästinensische Volk und das israelische Volk. Sie haben ein neues Volk, das israelisches Volk genannt wird. Sie erkennen das jüdische Volk nicht an. Aus ihrer Sicht kann Israel ein Staat für all seine Bürger sein. Alle seine Bürger sind Israelis. Nicht als ein Staat für das jüdische Volk.“ Und was ist mit dem Oslo-Plan?, fragte PA-Anwalt der Yossi Arnon, Kuperwasser und der hielt an seiner Meinung fest: „Der Oslo-Plan widerspricht dem Zehn-Punkte-Programm nicht. Er ist schlicht der erste Schritt.“

In der Tat sind Hunderte, wenn nicht Tausende von Enthüllungen der letzten Jahre – die zeigen, welche Art „Frieden“ und „Verhandlungen“ die Palästinenser mit uns zu führen vorhaben – von Gremien wie dem Middle East Media Research Institute und Palestinian Media Watch dokumentiert worden. Erst kürzlich strahlte das palästinensische Staatsfernsehen eine vom PA-Kulturminister Anwar Abu Eisheh unterstützte Einladung an die Öffentlichkeit aus, an einer Demonstration „Mein Erbe ist meine Identität“ teilzunehmen. Die Sendung zeigte eine Gruppe junger Frauen in schwarzen Gewändern, angetan mit Keffiyehs, die von einem Vogel sangen, der über Palästina, ihr Land, flog und es ihnen zeigte. „Flieg nach Jenin“, sangen sie, „und bringe mir von aus seinem Tal Segen für Frieden von Nablus, Tulkarm und ihren Boden. Trink vom Waser am Hafen von Jaffa und vergiss nicht Ramle und Ramallah. Wende dich Safed zu, durchquere Tiberias, Akko und Haifa – sende Grüße an deren Meer. Vergiss Nazareth nicht, die arabische Festung, erzähle Beit She’an von der Rückkehr seiner Leute.“

Najat Abu Baker, Mitglied des palästinensischen Legislativrats, hat bereits klargestellt, dass die PA für das Zehn-Punkte-Programm eintritt. „Das bedeutet nicht, dass wir die Grenzen von 1948 nicht wollen“, sagte sie ehrlich. „Aber was den derzeitigen politischen Plan betrifft, sagen wir, wir wollen einen Staat innerhalb der Grenzen von 1967.“ Dieses Eingeständnis passt in die systematische Darstellung der Gründen des Staates Israel als Katastrophe, bei der auf den PA-Landkarten, Schulbüchern und Internetseiten Israel nicht existiert; außerdem auch zu einem Artikel in der PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida, die beschreibt: „Flugzeuge landen am Ben-Gurion-Flughafen und bringen neue Siedler [die Olim]. Wann wird der Ben-Gurion Lod verlassen und nie wiederkehren?“

Wir, so scheint es, haben aufgehört die richtigen Fragen zu stellen und versiegeln unsere Augen in geschlossenem Zustand.