Empörender antiisraelischer Artikel im Independent

Elder of Ziyon, 20. Dezember 2013

Eine unglaubliche Kolumne von Mira Bar Hillel im Independent:

Der Prince of Wales hat oft davon gesprochen, dass er anstrebt, wenn er König ist, nicht als Verteidiger des (anglikanischen) Glaubens bekannt sein möchte, sondern als „Verteidiger der Glauben“. Seine offene Haltung gegenüber anderen Religionen ist lange genug bewiesen, dass er sich keine Sorgen machen muss der Islamophobie beschuldigt zu werden.

Die jüngste Ereignisse im Nahen Osten haben ihn zu einer Intervention gezwungen, die er nur allzu gerne vermieden hätte.

„Das Christentum wurde buchstäblich im Nahen Osten geboren und wir dürfen unsere nahöstlichen Brüder und Schwestern in Christi nicht vergessen“, sagte er bei einer interreligiösen Versammlung im Clarence House. Und er drängte Christen, Muslime und Juden sich in „Empörung“ zu vereinigen, als er vor der Eliminierung der Christenheit in großen Teilen der Region warnte, in der es sich entwickelte.

Das Problem wird in Syrien und dem Irak besonders akut, wo der Westen machtlos zu sein scheint den belagerten Christen zu helfen. Aber ist der Prinz sich bewusst, was an den eigentlichen Orten, wo Christus geboren wurde und aufwuchs geschieht und wo internationaler Druck sehr effektiv sein könnte?

Au Backe – und hier geht’s los:

Als ich vor einem Mahr in Israel war gab es Gerede über die Verabschiedung einer dringenden Verordnung gab, die das Aufstellen von irgendetwas, das einem Weihnachtsbaum ähnlich sieht, in der Nähe eines Restaurants oder Vergnügungsortes kriminalisiert hätte. Das geschah zwar dann nicht, aber es ist typisch für die Haltung des jüdischen Staates gegenüber Christen.

Jemand schlug eine Verordnung vor, sie wurde abgeschmettert und das ist Beleg jüdischen Hassas gegen Christen!

Doch dann muss Mira das wissenschaftlich klingen lassen:

2012 gab es 125.000 palästinensische Christen in Israel und dem besetzten Ostjerusalem (ohne die Westbank und den Gazastreifen); das sind 2 Prozent der Bevölkerung Israels und weniger als die 8 Prozent, die es 1946 waren, kurz vor dem Ende des britischen Mandats 1947.

Erkennen Sie ihren Taschenspielertrick? Sie vergleicht die christliche Bevölkerung als Teil des britischen Mandatsgebiets – 8% im Jahr 1946 – mit dem Anteil der Christen innerhalb der Grünen Linie heute! Das lässt es so klingen, als habe Israel seine christliche Bevölkerung um 75% dezimiert!

Die Wahrheit ist, dass die christliche Bevölkerung Israels immer im Bereich der 2%-Marke gewesen ist. Das ist die schlimmste Art des Missbrauchs von Statistiken.

In dem Jahr stellten die Christen 85 Prozent der Bevölkerung Bethlehems, aber bis 1998 ist diese Zahl auf 40 Prozent zurückgegangen. Die meisten gingen wegen fehlender wirtschaftlicher und Bildungschancen, verschärft durch drakonische israelische Reiseeinschränkungen; und der Exodus geht weiter.

Die Mehrheit der Christen hat Bethlehem verlassen, während es unter arabischer Herrschaft stand, sowohl jordanischer als auch palästinensischer. Doch Bar Hillel beschuldigt einzig Israel, als ob es mit den palästinensischen Christen anders umgeht als mit den palästinensischen Muslimen.

Bar Hillel fährt damit fort, dass sie sagt, Israel bedrohe die Christen von Nazareth; dafür führt sie bizarre Belege an. Hier ist die Wahrheit:

Ein hochrangiger römisch-katholischer Kleriker im Heiligen Land sagt, die christliche Gemeinschaft befinde sich in der Gefahr in Nazareth auszusterben, einer israelisch-arabischen Stadt, von der die Christen glauben, dass Jesus seine Jugend hier verbrachte. Bischof Giacinto-Boulos Marcuzo sagte, viele der Minderheit der Christen begann vor mehr als einem Jahrzehnt auszuwandern, größtenteils wegen der Spannungen mit den örtlichen Islamisten, die versuchten eine Moschee direkt vor der größten Kirche der Stadt zu bauen. …

Der Bischof sagte, der wichtigste Grund für diese Emigration ist eine Kampagne von Islamisten, um ihre politische Macht in Nazareth auf Kosten der Christen und moderaten Muslime zu stärken.

Dann spricht Bar Hillel über illegale afrikanische Einwanderer und impliziert, dass Israel sie verfolgt, weil so viele von ihnen Christen sind!

In einer zurechnungsfähigen Welt würde eine solche Kolumne lachend aus dem Redaktionsbüro geworfen. Doch wir leben in einer Welt, in es die Überprüfung von grundlegenden Fakten nicht gibt, wenn die Juden diejenigen sind, die man wie Rassisten aussehen lassen kann.

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