Zitate

Zu sagen, das ganze linksreaktionäre Gutmenschenpack bestehe zum großen Teil aus abgewrackten Antisemiten, wäre so neu wie die Behauptung, dass tote Fische stinken.
Henryk M. Broder, Die Achse des Guten, 08.02.14, deswegen:
Sie haben es zahllose Male bewiesen und sie beweisen es jedes Mal aufs Neue: Die Palästinenser gehen ihnen am Arsch vorbei, ebenso wie die Armenier in der Türkei, die Baha’i im Iran, die Kurden im Irak. Es sei denn, für die Not der Palästinenser sind die Juden mitverantwortlich.

Wenn der Präsident des Europaparlaments dich bespuckt, dann kannst du nicht einfach schweigen, dir das Gesicht abwischen und es als Regen bezeichnen.
Orit Struk, MK, zitiert von Arutz-7, 12.02.14 über die Rede des EP-Präsidenten Martin Schulz vor der Knesset.

Herr Schulz verfuegt ueber einen beeindruckenden Stab an Mitarbeitern und Beratern in Bruessel. Es waere wirklich sinnvoll gewesen, einem oder zwei – meinetwegen Praktikanten – vor dieser Reise den Auftrag zu geben, etwas Hintergrund zu verschiedenen, klassischen Topoi im arabisch-israelischen Konflikt zusammenzusuchen.
Beer7, 13.02.14 über die Rede von EP-Präsident Martin Schulz in der Knesset.

Nur totalitäre Staaten brauchen öffentlich-rechtliche Medien.
Roger Köppel, WeltWoche, zitiert auf Facebook, 15.02.14; Begründung:
In Demokratien seien solche Institutionen überflüssig, da sie ihre Macht nur zur politischen Propagandazwecken missbrauchen würden.

Das sind die Worte von Martin Schulz. Israel soll sich an Europa ein Beispiel nehmen und den Nahostkonflikt europäisch lösen. Das ist nun wirklich der brutalste Vorschlag, den ich jemals in diesem Umfeld gehört haben, wenn auch der effektivste. Martin Schulz weiß schließlich, wie alle, die sich mit der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts auseinandergesetzt haben, was der “Hand der Versöhnung” vorausging, was nötig war, dem “Kriegsschuldigen Deutschland” die “Einsicht in die Notwendigkeit” des Friedens zu geben: die bedingungslose Kapitulation Deutschlands.
Gerd Buurmann, tafper im nirgendwo, 15.02.14; weiter:
Die Nazis haben Juden zu Bakterien erklärt und ihre Vernichtung gefordert, wie die Hamas heute. Die Nazis haben ihre Kinder zum Judenhass erzogen und eine Lust am Judenmord erzeugt, wie die Hamas heute. Die Nazis wollte Deutschland “judenrein” haben. Manche arabische Staaten haben dies erreicht! Die Nazis haben in ihrem Programm zur Verfolgung der Juden aufgerufen. Die Charta der Hamas fordert die Vernichtung aller Juden. Nicht zufällig ist der Gruß der Hisbollah und der Hamas daher der Hitlergruß.

Es handelt sich dabei um eine ebenso wohlfeile wie denkfaule Logik, die in Europa weit verbreitet ist. Ihr Credo: Wer Entgegenkommen zeigt, wird ebensolches Entgegenkommen ernten. Und wer Härte zeigt, wird Gewalt zurückbekommen. Das Problem mit dieser Denkfigur ist, dass sie davon ausgeht, dass alle am Konflikt beteiligten rational und nicht ideologisch geprägt agieren. Das postmoderne europäische Denken kann sich den ideologischen Hass von Akteuren wie Iran, Hisbollah und Hamas und ihren Judenvernichtungswillen schlicht nicht mehr vorstellen und sucht deshalb ständig nach Rationalisierungen, die verständlich machen sollen, was uns nicht (mehr) zugänglich ist.
Clemens Wergin, Flatworld (WELT-Blog), 12.02.14 über die Umkehrung von Ursache und Wirkung am Beispiel von EU-Parlamentspräsident Schulz. Nach Wiederlegung der westlichen „Logik“ folgt:
Man sollte also meinen, dass die These von Schulz, wonach Härte und nicht Nachgiebigkeit Terror gebiert, reichlich wiederlegt sei und man inzwischen zu etwas komplexeren Einsichten finden sollte. Was ihn und andere EU-Mandarine nicht daran hindert, ihre simplen Denkfiguren immer wieder vorzubringen.
Fazit:
Und das ist das eigentlich ärgerliche an manchen der Äußerungen von Martin Schulz: der Unwillen und die Unfähigkeit, aus Fehlern zu lernen und Annahmen über den Nahostkonflikt zu revidieren, wenn deren Logik ganz offensichtlich nicht funktioniert. In dieser anhaltenden Realitätsverweigerung liegt das eigentliche ideologische Moment der europäischen Nahostpolitik

Ich bin Euroskeptiker und als solcher ein großer Fan von Martin Schulz, dem amtierenden Präsidenten des EU-Parlaments. Der deutsche Sozialdemokrat ist nämlich so etwas wie ein lebender Werbespot für die EU-skeptische Bewegung.
Hansjörg Müller, Basler Zeitung (online), 18.02.14

Amnesty International verhält sich wie ein überführter Stalker, der zu seiner Entlastung das örtliche Telefonbuch vorlegt um zu beweisen, dass es für ihn ja schließlich auch andere Frauen gebe als nur die, von der ihm vorgeworfen wird, er sei besessen von ihr.
Stefan Göpke, Facebook, 28.02.14 infolge des aktuellen Berichts mit „Kritik“ an Israel.