Christus am Checkpoint-Konferenz: Werbung für Delegitimisierung, nicht für Versöhnung

Dan Calic, The American Thinker, 15. März 2014

Vom 10. bis 14. März wurde die dritte „Christ at the Checkpoint“-Konferenz in Bethelehm begangen. 2010 initiiert, ist dies eine Zusammenkunft Hunderter christlicher Leiter aus aller Welt. Viel wurde über die Konferenz diskutiert, was ihre Ausgewogenheit oder sollten wir sagen: deren Fehlen angeht. In der Tat legt schon der Name der Konferenz nahe, dass Jesus, würde er heute leben, Verhören durch israelische Sicherheitskräfte unterzogen würde. Er legt auch nahe, dass Jesus kein Jude, sondern „Palästinenser“ sei. Während sein Status für viele zur Debatte steht, gibt es keinerlei Beweise, die nahe legen, er sei „palästinensisch“. Das ist Teil eines fortgesetzten Versuchs der Organisatoren die Geschichte umzuschreiben.

Ungeachtet hochtrabender Worte wie „Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung“, die zum Teil für die Beschreibung ihrer Ziele benutzt werde, ignoriert die Konferenz Israels Recht auf Selbstverteidigung gegen Terrorismus und konzentriert sich einzig auf das „leidende palästinensische Volk“.

Eine weitere Bemühung die Geschichte umzuschreiben ist ihre Förderung der „palästinensischen Kirche“ und der „uralten Nation des palästinensischen Volks“. Theologen müssen nur einen Blick in die Bibel werfen, der zu folgen sie behaupten, um zu wissen, dass es keine solche „Kirche“ oder „uralte Nation“ gibt. Die „Palästinenser“ sind Araber, die Yassir Arafat 1967 als solche umbenannte, um ein einzigartiges ethnisches und kulturelles Erbe zu erfinden.

Das Manifest der Konferenz beinhaltet mehrere Punkte, die einer genaueren Untersuchung bedürfen. Zum Beispiel:

5. „Jeder Exklusivanspruch auf das Land der Bibel im Namen Gottes stimmt nicht mit der Lehre der Schrift überein.“ Mit anderen Worten: Es ist inakzeptabel die Bibel für die Bestätigung zu nutzen, wem das Land gegeben wurde. Was nehmen Christen als Grundlage ihrer Lehre? Die Bibel. Doch diese Konferenz sagt, sie kann nicht genutzt werden, wenn sie die Rechtmäßigkeit des Besitzes des Landes bestätigt. Warum? Man muss zu dem Schluss kommen, dass sie wissen, dass die Bibel bestätigt, das Gott das Land den Juden gab. Damit wird die Bibel zu einer unbequemen Wahrheit. Mit einem Wort: Das ist heuchlerisch.

9. „Für palästinensische Christen ist die ‚Besatzung‘ das Kernproblem des Konflikts.“ Diese Äußerung ignoriert die „Kern“-Frage, die aus Zweierlei besteht: Die Weigerung der arabischen Welt Israels Existenzrecht anzuerkennen und die Notwendigkeit, dass Israel sich vor Terror und den Versuchen es zu vernichten schützt. In der Tat wurden so viele Terroranschläge gegen unschuldige israelische Zivilisten lanciert, dass eine Mauer errichtet werden musste, um sich gegen die ständigen Anschläge zu schützen. Seit 1948 sind mehr als 3.900 Zivilisten von arabischen Terroristen getötet worden. Doch statt diese Realität anzuerkennen, ziehen es die Organisatoren der Konferenz vor die Mauer als [Rassen]- „Trennung“ oder „Apartheidmauer“ zu bezeichnen, ein offensichtlicher Versuch Israel als eifernd und rassistisch zu brandmarken. Eine ehrliche Äußerung würde auf Israels Bedarf an Sicherheit verweisen.

12. „Christen müssen den globalen Zusammenhang des Aufstiegs des extremistischen Islam verstehen.“ Mit anderen Worten: Die christlichen Organisatoren und Teilnehmer sollten einfühlsam dafür sein, warum der fundamentale Islam angeschwollen ist? Das Ziel des fundamentalen Islam ist die Vernichtung der Juden und der Christen. Warum sollte eine Konferenz von „Christen“ Empathie für ein solches Ziel vorschlagen?

Teil des Grundes ist, dass den meisten Menschen, besonders außerhalb der Region, nicht bewusst ist, dass viele der arabischen palästinensischen Christen arabische Muslime als ihre „Brüder“ im Kampf um „bewaffneten Widerstand“ gegen Israel betrachten. Das legt nahe, dass ihre materiellen Ziele wichtiger sind als ihr Glaube, der einer fundamentalen christlichen Lehre widerspricht.

In der Tat ist einer der Organisatoren und Redner der Konferenz, Sami Awad, Gründer des Holy Land Trust, damit zitiert worden, dass er sagte, nicht gewalttätige Demonstrationen seien „kein Ersatz für den bewaffneten Kampf“. Außerdem ignorieren sie bequemerweise die Tatsache, dass Schikanen durch arabische Muslime die Hauptursache des enormen Bevölkerungsrückgangs der arabischen Christen in Bethlehem, Nazareth usw. ist. Sie sollen Sie Glauben machen, dass es Israels Fehler ist, während die bekannte Tatsache so aussieht, dass Muslime im gesamten Nahen Osten und darüber hinaus Christen verfolgen.

Ein weiterer Versuch die Geschichte umzuschreiben, fand auf der Konferenz von 2012 statt. Nur, dass in diesem Fall das Opfer der Neuschreibung der Geschichte die Bibel war. Jack Sara, Präsident des Bethlehem Bible College und Gastgeber der Konferenz, änderte Hesekiel 37 ab. Dabei handelt es sich um eine gut bekannte Stelle der jüdischen Bibel, die sich auf das Haus Israel bezieht. Hier ist das, was Sara sagte (S. 43):

Die Hand des Herrn legte sich auf mich und der Herr brachte mich im Geist hinaus und versetzte mich mitten in die [Westbank – Bethlehem, Jenin und Salvit und Nablus und Ramallah.]**
Sie war voll von Gebeinen… Er fragte mich: Menschensohn, können diese Gebeine wieder lebendig werden? [Kann das palästinensische Volk leben?]**
Da sagte er zu mir: Sprich als Prophet über diese Gebeine und sag zu ihnen: Ihr ausgetrockneten Gebeine, hört das Wort des Herrn!…

(** Die Worte in den eckigen Klammer wurden von Sara hinzugefügt und stehen nicht in der Bibel.)

Ein Blick auf die Redner der Konferenz ist ebenfalls verräterisch. Die Organisatoren sagten, alle Gesichtspunkte seien eingeschlossen. Doch die Liste der 34 vorgesehenen Redner und ihre Aufzeichnungen bestätigen die eklatante Unausgewogenheit der Konferenz. 32 der Redner sind als Kritiker Israels und Anhänger der Ersetzungstheologie bekannt. Wenn die Organisatoren Ausgewogenheit der Meinungen behaupten wollen, müssen sie auch glauben der Mond sei aus Käse gemacht.

Auch ein vor kurzem veröffentlichter NGO-Bericht bestätigt, dass die Regierungen der USA, Großbritanniens und der Niederland der Konferenz und Sami Awads Holy Land Trust Geldmittel gespendet haben. Dass die US-Regierung antiisraelischen theologischen Bemühungen Gelder spendet, wird den Konflikt nur weiter anheizen statt ihn zu lösen.

Wenn die Organisatoren der Konferenz wirklich Verständnis fördern wollen, könne sie damit beginnen, dass sie ihr einen etwas weniger hetzerischen Namen geben, aufhören ihre Bibel zu verbieten, wenn die ihnen ungelegen kommt und bezüglich Israels Bedürfnis nach Sicherheit ehrlich sind. Vielleicht gibt es dann eine Chance für echte „Frieden, Gerechtigkeit und Aussöhnung“.