Die „mutige deutsche Frau“ und Europas Islam-Frage

Raymond Ibrahim, Jihad Watch 11. Mai 2014

Heide Mund

Es gibt mehrere sehr wichtige Lektionen, die aus dem Vorfall mit der „mutigen deutschen Frau“ im letzten Jahr zu lernen sind.

Der Kontext: Am 10. November 2013 wurde ein muslimischer Imam eingeladen den islamischen Gebetsruf in der Gedächtniskirche der Protestation in Speyer (Deutschland) zu halten – einer Kirche, die dem ehrenden Gedenken Martin Luthers und der protestantischen Reformation gewidmet ist.

„Als die mutige deutsche Frau, deren richtiger Name Heidi Mund lautet, von der Veranstaltung erfuhr, betete sie“, berichtete CBN News. Unsicher, was sie bei ihrer Ankunft tun würde, griff sich ihre deutsche Flagge mit den Worten „Jesus Christus ist der Herr“ und machte sich auf zum Konzert:

„Bis der Imam anfing sein Allahu Akbar zu rufen, wusste ich wirklich nicht, was ich tun würde. Ich war einfach bereit für das, was Gott von mir wollte“, sagte sie CBN News.

Dann begann der muslimische Gebetsruf und Heidi sagte, sie fühlte etwas in ihr aufsteigen.

„Ich würde es heiligen Zorn nennen“, erinnert sie sich. „Und dann erhob ich mich mit meiner Flagge und ich rief und proklamierte, dass Jesus Christus allein Herr über Deutschland ist.“…

Und sie wiederholte die Worte Martin Luthers von 1521, nachdem er es ablehnte seinen Glauben allein an die Schrift zu widerrufen: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders“. Und: „Rettet die Kirche Martin Luthers!“

Ein Video zeigt, wie ein anderer Konzertbesucher versucht sie zu beruhigen und ihr sagt: „Das ist ein Konzert für den Frieden.“

Mund ist zu hören, wie sie auf Deutsch sagt: „Nein, ist es nicht! Allahu Akbar ist das, was Muslime brüllen, während sie Menschen ermorden! Lasst euch nicht täuschen! Lasst euch nicht täuschen! Das ist eine Lüge!“

Sie wurde aus der Kirche geworfen.

„Sie hätten den Imam hinauswerfen sollen, nicht mich, denn ich glaube an Jesus Christus, doch er dient einem anderen Gott. Dieser Allah ist nicht derselbe Gott. Und das ist nicht die Wahrheit.
Dieses ‚Allahu Akbar‘, das benutzen sie, wenn sie Menschen töten“, argumentierte sie. „Das ist für mich Götzenanbetung, ihres Gottes. Und wenn ein Muslime in einer Kirche ‚Allahu Akbar‘ ruft, dann bedeutet das, dass diese Kirche keine Kirche mehr ist, sondern eine Moschee.“

Weitere Einzelheiten zu dieser Story finden Sie in verschiedenen Interviews und Videos mit Mund auf CBN News.

Nun zu einigen Lektionen, die die Bedeutung dieser Anekdote betreffen:

Munds Beobachtungen zur Redewendung „Allahu Akbar“ treffen genau ins Schwarze. Der Kriegsruf des Islam, der die Überlegenheit der Religion Mohammeds über alles bedeutet, die takbir („Allahu Akbar) wird gewöhnlich in gewalttätigen Zusammenhängen proklamiert, insbesondere den Angriff auf und die Abschlachtung von Nichtmuslimen, ob es nun die Enthauptung von „Ungläubigen“ ist oder Bomben gegen Kirchen.

Mohammed selbst schrie ihn laut, bevor er nicht muslimische Stämme angriff, die es ablehnten sich seiner Autorität und Religion zu unterwerfen.

Entsprechend gerechtfertigt ist Munds Empörung, dass sie einen islamischen Imam islamische herrenmenschliche Sprüche brüllen hörte. Wenn „Allahu Akbar“ – was wörtlich übersetzt „Allah ist größer [als X] bedeutet – in einer Kirche proklamiert wird, dann heißt das: „Allah ist größer als der jüdisch-christliche Gott der Bibel und Vater Christi.“

Und wenn man annimmt, dass der Imam das Credo es Islam, die Schahada proklamierte, wie es im muslimischen Gebet Standard ist („Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist sein Gesandter“), dann ist auch das gleichbedeutend mit der Erklärung, dass der biblische Gott falsch ist und die von Mohammed übermittelte Botschaft (der Koran) – die einen Angriff auf Christ Göttlichkeit, seinen Tod und seine Auferstehung einschließt – wahr ist (s. z.B. die Koran-Sure 4,157, 4,171, 5,17, 5,116, 9,30-31, 19,35).

Das ist genau das, was der Vandale wohl im Sinn hatte, der vorher auf Arabisch die Redewendung „Allahu Akbar“ auf die Tür einer weiteren deutschen Kirche malte.

Doch trotz all dessen, trotz der Tatsache, dass vor nur zwei oder drei Generationen fast jeder Christ aufgebracht gewesen wäre einen Muslim islamische Losungen in einer Kirche rufen zu hören, die von Haus aus das Christentum bestreiten, wurde Mund von Mitchristen wegen ihrer Haltung gescholten und hinausgeworfen.

Das spricht Bände darüber, wie weit westeuropäische Staaten in einen Sumpf des moralischen Relativismus abgesunken ist, in dem selbst in berühmten Kirchen christliche Wahrheiten angegriffen werden und diejenigen, die Wiederstand leisten, als „intolerant“ ausgegrenzt werden; es spricht für die Naivität und den Nihilismus, die im Westen vorherrschen; von den Folgen der Jahre der Gehirnwäsche und Indoktrination im Namen des „Multikulturalismus“, der die Fähigkeit rational zu denken verkrüppelte; davon, dass politische Korrektheit nicht nur Worte zensiert, sondern die Fähigkeit der Menschen den Zusammenhang in der Stille ihres eigenen Verstandes zu verbinden.

Es gibt jedoch eine Kehrseite des Ganzen: Munds Video der Verurteilung des Imam, „verbreitete sich wie ein Virus“, sagt CBN News, was seine Anziehungskraft signalisiert; und viele, die es sahen, haben ihr Tun als „mutig“ interpretiert – daher die Benennung. „Mut“ bezieht sich oft auf eine Tat, die zwar lobenswert ist, die zu tun aber wenige den Mut haben. Dass dieser Titel so natürlich und weithin auf Mund angewendet wird, legt nahe, dass es viele gibt, die ihr zustimmen; ihnen fehlt nur derselbe Mut oder die Überzeugung, lautstark Widerstand zu zeigen – das ist der Grund, dass sie die „mutige deutsche Frau“ ist.

Fakt ist: Hinter der nihilistischen Fassade Westeuropas würden viele Munds Gefühlen beipflichten. Nicht alles sind Schafe. Doch wegen der schon erwähnten Kräfte – Jahrzehnte der Indoktrination in militant säkular/atheistischer, multikultureller, auf Christen einschlagender und politischer Korrektheit – sind sie nicht in der Lage ihre Kränkungen zu artikulieren.

Doch ob sie in der Lage sind sie auszudrücken oder nicht, sie bleiben verärgert wegen muslimischer Affronts und schwacher Reaktionen der europäischen Eliten.

Immerhin ist es kein sporadisches Phänomen, dass Muslime islamische Losungen in europäischen Kirchen brüllen. Letztes Weihnachten lud der Kaplan der Royal Holloway University eine verschleierte muslimische Frau ein, damit diese während eines Gottesdienstes Koranverse vorliest, wiederum trotz der Tatsache, dass der Koran den Schlüsselgrundsätzen der Christenheit widerspricht.

Manchmal „laden sich“ Muslime selbst in Kirchen ein. So betrat vor ein paar Tagen, ebenfalls in Großbritannien, ein muslimischer Mann – er war „gekleidet wie ein Terrorist“ und trug ein Halstuch mit der arabische Redewendung „Allahu Akbar“ – während des Gottesdienstes eine Kirche und begann Dinge zu rufen wie „das ist Müll, ihr sollte Allah predigen, euch dem Islam zuwenden, wir schicken 10-jährige Jungen in den Krieg“.

Und letztes Ostern sah man einen muslimischen Mann in traditionell islamischer Kleidung eine Kirche während der Messe, legte seinen Teppich neben den Altar und begann den Koran vorzulesen.

Das sagt nichts über die Gewaltverbrechen und Vergewaltigungen, für die Muslime in Europa zunehmend verantwortlich sind.

Worauf es ankommt ist, dass mehr und mehr Westeuropäer verärgert werden, selbst wenn die meisten noch nicht „mutig“ genug sind es zu zeigen und selbst wenn die da oben, einschließlich Medien und Regierung, sie weiterhin herunterspielen und sie unterdrücken.

Vor ein paar Tagen wurde z.B. der Parteichef der britischen Freiheitspartei, Paul Weston verhaftet und sieht sich einer zweijährigen Gefängnisstrafe gegenüber, einfach nur weil er Winston Churchills wenig schmeichelhafte Feststellungen zum Islam öffentlich zitierte.

Kurz gesagt: Die Zeit wird zeigen, ob die Machthaber gestatten werden, dass legitime Kritik am Islam Europa lüftet, oder ob sie sie weiter unterdrücken werden – bis der köchelnde Kessel des Unmuts auf dramatischere Weisen überläuft, als Luther oder Churchill zu zitieren, wie es nur allzu oft in der europäischen Geschichte der Fall war.

2 Gedanken zu “Die „mutige deutsche Frau“ und Europas Islam-Frage

  1. Man sagt im Volksmund: Vater werden ist nicht schwer. Vater sein dagegen sehr.
    Das trifft noch weit mehr auf uns Christen zu. Wir werden es durch einen Gnadenakt Gottes.
    Doch dann kommt die Füllung dessen was wir glauben. Was aber glauben wir wirklich? Glauben wir auch noch nach dem Holocaust an die Wirksamkeit des Vertrauens an Jesus? Wenn ja, dann kann sich das nicht auf eine, wenn auch noch so mutige Proklamation stützen. Auch wird sich ein solcher Glaube weniger auf das Werk Martin Luthers stützen können, denn leider bezog Hitler aus seinen zotigen Schriften gegen die Juden seine Berechtigung für seinen dämonischen Kampf gegen die Juden, aber auch gegen viele andere Nationen. Eine etwas demütigere Zurückhaltung ist daher durchaus angebracht. Und geht es beim Kampf um den Glauben zwischen Islam und Jesus nicht viel eher darum, die versöhnende Kraft Jesu auch zu den Muslimen zu bringen statt sie zu ächten? Jesus kam um das verlorene zu suchen. Als Deutsche wissen wir, was Schuld ist, was verloren sein bedeutet.
    Muslime sind mit ihrer Religion arm dran, denn sie verstrickt sie in tiefe Schuld, statt in die Gemeinschaft der Versöhnung zu führen. Eine ganze Anzahl von ehemaligen Muslimen lebt diese Versöhnung schon heute und sie nehmen lieber Verfolgung inkauf um sich nicht dem allgemeinen Hass anpassen zu müssen.
    Deutschland braucht also mehr als Luther. Das dürfte jedem klar sein.
    Deutschland braucht den Messias der Juden. Wir können die Juden nicht davon überzeugen dass wir keine Antisemiten mehr sind, solange Luther in uns vorherrscht. Wir müssen eine lebendige Beziehung zum Messias der Juden haben der keinerlei antisemitische Züge in sich trägt. Mit IHM im Herzen können wir den Juden begegnen. Sie werden zwar immer noch zurückhaltend bis misstrauisch reagieren, aber das müssen wir hinnehmen, bis sie davon selbst überzeugt sind dass ihr Misstrauen grundlos geworden ist. Diese versöhnende Kraft brauchen jedoch auch grade die Muslime, welche hierdurch einen Zugang zu Israel finden können um sich mit den Juden zu versöhnen, statt die ganze Welt gegen sie aufzumischen. Die Versöhnungskraft des jüdischen Messias versteht es, alle Nationen miteinander zu versöhnen. Er wird uns daran messen wie wir mit Israel umgegangen sind. Da wir Deutschen durch Luther sehr überheblich wurden, wäre es jetzt angemessen, die Demut des wahren Messias zu leben. Lange Zeit scheint es den Christen ums Recht haben gegangen zu sein. Das hat nur Unheil gestiftet. Wenn wir Gott und seinem Messias aber nur Recht geben, wird sich ein Weg der Versöhnung auftun, auf welchem dieser sterbenden Welt das Leben gebracht werden wird. Wir haben nach dem Holocaust nur die Aufgabe Israel den notwendigen Raum zu lassen, bis es seine Identität zurückgewonnen hat und seinen Platz in der Völkergemeinschaft einnimmt um ein Segen für alle Nationen zu sein. Israel diesen Platz zu neiden ist eine lebensgefährliche Torheit.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.