Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (18.-24.05.2014)

Sonntag, 11.05.2014:

Während des Monats März gab es in Jerusalem 157 gegen Israelis gerichtete Terror-Vorfälle; im Februar waren 150, im Januar 140. Durchschnittlich greifen Araber zweieinhalb Mal pro Tag Israelis an. Seit November 2012 ist die Zahl der monatlichen Anschläge nie unter 80 gewesen.

Ein australischer Extremsportler hatte einen „Friedenslauf“ zur Förderung von „Koexistenz“ zwischen Juden und Arabern in Judäa und Samaria veranstaltet. Nach nur 1 km wurden 6 jüdische Teilnehmer allerdings aus dem Feld geholt – die PA hatte etwas dagegen, dass jüdische Läufer mitmachten. Der Veranstalter gab dem nach.

Noch ein Fall von Medien-Verschweigen: Am „Nakba-Tag“ traf eine Brandbombe das Auto einer jungen jüdischen Familie, richtete aber zum Glück nur den Rahmen des hinteren Fensters. Für sämtliche Medien war das keine Meldung – die beschäftigen sich lieber mit „Price Tag“.

Montag, 19.05.2014:

Auf dem Tempelberg wurde ein Jude festgenommen, dem man vor wirft dort gebetet zu haben; ein Polizist sagt, er habe sich im Gebet verbeugt.

Danny Danon, stellvertretender Verteidigungsminister, sagt, dass die israelischen Behörden ein „stilles Einfrieren“ der Bautätigkeit in Judäa und Samaria verhängt haben.

Kaum eine Woche mehr ohne: Die PA plärrt, Israel wolle die Al-Aqsa-Moschee zerstören.

Dienstag, 20.05.2014:

Die PA hat ein Video veröffentlicht, das zeigen soll, dass israelische Soldaten letzten Donnerstag kaltblütig zwei Männer erschossen, ohne jeden Grund. Die IDF antwortete: Das Video ist editiert, sämtliche arabische Gewalt wurde herausgeschnitten, insbesondere auch die Gewalt, die diese beiden verübten. Darüber hinaus wurde nicht scharf geschossen.

Ein hochrangiger Vertreter des Weißen Hauses hat angekündigt, dass die USA mit der Einheitsregierung aus Hamas und Fatah zusammenarbeiten werden. (Die Europäisierung der US-Administration geht weitern, nachdem man letzte Woche wenigstens ein klein wenig Hoffnung schöpfte, sie würde eine sinnvolle Haltung an den Tag legen.)

Ein Hamas-Mensch wurde verhaftet und bei ihm ein Video gefunden, das eine israelische Eisenbahnlinie zeigt, die offenbar zur Vorbereitung eines Anschlag beobachtet wurde. Die IDF und die israelische Eisenbahngesellschaft überlegen, wie eine Lösung zur Verhinderung eines solchen Anschlags aussehen könnte.

Heckmeck:
Der EU-Botschafter in Israel, Lars Faaborg-Andersen, sieht keinen Grund, dass Israel wegen des Einheitsdeals der Terrorgruppen die Gespräche für beendet betrachtet. Er findet, dass Hamas und Fatah gleich sind – und meint das positiv! (Die Hamas steht sowohl mit ihrem „politischen Arm“ wie auch ihrem „militärischen Arm“ auf der EU-Terrorliste!)

Mittwoch, 21.05.2014:
Terroristen aus dem Gazastreifen beschossen israelische Soldaten (in Israel) mit Mörsern und zündeten am Grenzzaun einen Sprengsatz. Es gab Sachschaden.

Hamas, der Partner des Friedenspartners: Der einzige „Frieden“ wird über ethnische Säuberung erfolgen. (Wer da von den Muslimen/Muslimextremisten gesäubert werden soll, versteht sich von selbst.) Und Einheitsregierung oder nicht, der „Widerstand“ (Terror) wird weitergehen. Und Haniyeh legt nach: Die Einheit sei kein Ersatz für den „Widerstand“, sondern stärke ihn.

Mahmud Abbas kündigte an, dass die „Einheitsregierung“ Israel anerkennen und dem Terror abschwören wird. (Bemerkenswert: die Einheitsregierung – nicht die Terrorgruppen! Die werden weiter sagen können, dass sie nichts dergleichen zugestimmt haben.)

Die Fünfte Kolonne: Der arabisch-christliche Balad-Abgeordnete Basel Gattas musste physisch davon abgehalten werden den griechisch-orthodoxen Priester Gabriel Nadaf anzugreifen; dieser hat sich dafür ausgesprochen, dass israelische Christen in der IDF dienen. Weil er nicht prügeln konnte, geiferte Gattas, Nadaf sein Verräter-Abschaum und Shabak-Agent.

Mittwoch, 21.05.2014:

Hamas, der Partner des Friedenspartners: Der einzige „Frieden“ wird über ethnische Säuberung erfolgen. (Wer da von den Muslimen/Muslimextremisten gesäubert werden soll, versteht sich von selbst.) Und Einheitsregierung oder nicht, der „Widerstand“ (Terror) wird weitergehen. Und Haniyeh legt nach: Die Einheit sei kein Ersatz für den „Widerstand“, sondern stärke ihn.

Mahmud Abbas kündigte an, dass die „Einheitsregierung“ Israel anerkennen und dem Terror abschwören wird. (Bemerkenswert: die Einheitsregierung – nicht die Terrorgruppen! Die werden weiter sagen können, dass sie nichts dergleichen zugestimmt haben.)

Die Fünfte Kolonne: Der arabisch-christliche Balad-Abgeordnete Basel Gattas musste physisch davon abgehalten werden den griechisch-orthodoxen Priester Gabriel Nadaf anzugreifen; dieser hat sich dafür ausgesprochen, dass israelische Christen in der IDF dienen. Weil er nicht prügeln konnte, geiferte Gattas, Nadaf sein Verräter-Abschaum und Shabak-Agent.

Donnerstag, 22.05.2014:

Ausstellung der PalAraber zum Papst-Besuch: Klassische biblische Szenen verschmolzen mit Fotos von PalArabern. Die Ausstellung wurde offiziell von der PA in Auftrag gegeben und setzt die „Palästinenser“ mit Jesus gleich.

Heckmeck:
John Kerry hat zu viel mit allem Möglichen zu tun, von der Ukraine bis zum Südsudan, als dass er erstmal keine weitere „Friedens“-Vorschläge machen wird. Die Israelis und PalAraber sollen mit Vorschlägen kommen.

Freitag, 23.05.2014:

Der stellvertretende Chef der Hisbollah, Scheik Naim Qassem, sagte, dass die Terrorgruppe weiterhin Israel als größten Feind ansieht, nicht die Rebellen in Syrien, die die Hisbollah an der Seite Assads bekämpft.

Wenn sie nur genug Rückendeckung von den Arabern haben (die Arabische Liga reicht schon), dann brauchen die PalAraber gar nicht mehr mit Israel zu verhandeln.

Der Palästinensische Islamische Jihad will der PLO beitreten. Dazu müsste diese allerdings den „bewaffneten Widerstand“ begrüßen, sonst würde der Einheitsdeal platzen.

Naftali Bennet definiert „einseitige Schritte, die Israel unternehmen muss“ anders als die westlichen Friedenshetzer: Da die PalAraber einseitig international gegen Israel handeln, ist es an der Zeit, dass Israel ebenfalls einseitige Schritte unternimmt – nämlich einseitig israelisches Recht im Gush Etzion und weiteren Gebieten jenseits der „Grünen Linie“ zur Anwendung zu bringen.

Samstag, 24.05.2014:

Nach Angaben der australischen Hisb-ut-Tahrir gab es Freitag eine massive Demonstration auf dem Tempelberg. Es wurde der 93. Jahrestag des Endes des Kalifats begangen; die Gruppe will das Kalifat wieder einführen. Bei der Demonstration wurde die Vernichtung Israels gefordert – Befreiung der Al-Aqsa-Moschee und des Rests Palästinas von der jüdischen (!) Besatzung. (Ob das wirklich stimmt müsste noch recherchiert werden – es gibt keine unabhängigen Berichte darüber und Hisb-ut-Tahrir ist eigentlich nicht als Palästinensergruppe mit starker Gefolgschaft bekannt.)

Heckmeck:
Das US-Außenministerium lässt wissen, dass es wünscht, dass die Friedensgespräche weiter gehen sollen. Keine Seite sollte einseitige Schritte unternehmen oder irgendetwas tun, „das die Dinge kompliziert“ oder „Vertrauen untergräbt“.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).