Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (08.-14.06.2014)

Sonntag, 08.06.2014:

Hamas und Palästinensischer Islamischer Jihad geloben den Terror fortzusetzen, komme was da wolle. Haniyeh in Gaza: „Die Hamas-Bewegung wird ihre Rolle nicht aufgeben und wird nicht entwaffnet.“

In Ramallah waren heute die Geschäfte geschlossen, es wurden schwarz-weiße Fahnen und Sprüche wie „Freiheit für Gefangene“ oder „Ketten müssen gebrochen werden“ aufgehängt, um damit 300 hungerstreikende Terroristen zu unterstützen.

Der UNO-Gesandte Robert Serry war im Gazastreifen und traf sich mit vier Ministern der neuen Einheitsregierung, um ihnen die Unterstützung der UNO zuzusichern. Er versprach mehr Entwicklungshilfe und forderte die Aufhebung der Blockade durch Israel.

Montag, 09.06.2014:

Die Terrorstatistik für den Monat Mai weist einen leichten Anstieg der Zahl der Anschläge auf: 116 gegenüber 114 im April. In Judäa und Samaria waren es 96 (vorher 80), 17 im Raum Jerusalem (April: 13); in Jerusalem selbst 11 (April: 7). Nur vom Gazastreifen ging weniger aus als im Vormonat (9 gegenüber 23).

Die Fünfte Kolonne: Raed Saleh, Kopf der extremistischen Islamischen Bewegung in Israel, schrieb einen bösen Brief an den Papst. Saleh schimpft, weil der Papst bei seinem Besuch in Israel die Westmauer besuchte. Diese sei eine rein islamische Stätte und Papst Franz habe damit für die Besatzung Propaganda gemacht.

Die PA lässt seit der vergangenen Woche keine israelischen Wassermelonen mehr in die Palästinensergebiete importieren lassen; gleichzeitig werden aber arabische Agrarprodukte weiter nach Israel geliefert. Der israelische Gemüsebauernverband spricht von einem nicht offiziell ausgerufenen Boykott durch die PA.

Dienstag, 10.06.2014:

Was macht Abbas? Er lügt in der Öffentlichkeit, um die Amerikaner zu täuschen und auszutricksen. Das gab ein Hamas-Vertreter jetzt in einer „privaten“ Unterhaltung weiter. Abbas hatte das den Gaza-Terroristen gesagt, um ihnen klar zu machen, was er mit seinen „palästinenserfeindlichen“ Äußerungen dem Westen gegenüber erreichen will. (Wann glaubt man im Westen endlich dem, was die Terrortruppen auf Arabisch von sich geben?)

Die Hamas ruft die PalAraber auf israelische Soldaten zu verletzen und jüdische Gemeinden anzugreifen. Der Grund diesmal: Es wurde ein Gesetz beschlossen, das hungerstreikende Terror-Häftlinge zwangsernährt werden. Das geht ja nun gar nicht, dass man Selbstmördern das Sterben verbietet!

Die offizielle Zeitung der PA lässt wissen, dass „Israel durch Handeln lebt, das es von den Nazis übernommen hat“.

Mittwoch, 11.06.2014:

Die IDF fasst den Mai 2014 zusammen: 173 Vorfälle mit Steinwürfen, 99 mit Brandsätzen/Molotowcocktails.

Mahmud Abbas jammerte über die Rakete vom Morgen – aber nicht, weil der Terror irgendetwas Unmoralisches ist, sondern weil er „die politische Stabilität“ und die Einheit von Fatah und Hamas bedroht.

Umfrage: 56% der PalAraber sind gegen eine Wiederaufnahme der Gespräche mit Israel; weniger als ein Drittel finden, diese sollten wieder aufgenommen werden.

Donnerstag, 12.06.2014:

Raketen-Bilanz 2014 bisher: Mehr als 200 Raketen/Flugkörper wurden aus dem Gazastreifen nach Israel geschossen. (Im Vergleichzeitraum des Vorjahres waren es 100.)

Die Fatah feiert mal wieder Massaker an Israelis und die „Helden“, die Zivilisten ermordeten.

Arabische Studenten an der Hebräischen Universität in Jerusalem haben eine Bewegung „Watan“ (Heimatland) gegründet; sie will ein „kulturelles Trojanisches Pferd“ (nicht nur) innerhalb dieser israelischen Institution sein.

Der Friedenspartner-Partner: Ein offizieller Hamas-Typ forderte die Fatah auf sich dem Jihad der Hamas anzuschließen. „Kugeln und Bomben sind Musik in unseren Ohren“, ließ er zudem wissen.

Die PA will sich bei weiteren UNO-Gremien um Mitgliedschaft als „Staat Palästina“ bewerben.

Die USA drängen Mahmud Abbas gegen das Raketenfeuer aus dem Gazastreifen vorzugehen. Fragt sich nur: Wie? Das sagen sie ihm nicht.
Sie nehmen es auch nicht zum Anlass die Zusammenarbeit mit der Terroristen-„Regierung“ aufzukündigen.

Klar, was sonst? Wer sonst? Nicht die Terror-Raketen aus dem Gazastreifen, nicht die Terror-Steinwürfe im Judäa und Samaria, nicht… sind das, was „die Region in Gewalt stürzen“, sondern wenn Israel einen Top-Terroristen ausschaltet. Sagt jedenfalls Mahmud Abbas (der die arabischen Terroraktivitäten mehr oder weniger für nichtexistent erklärt). Fragt sich nur noch, wann man im Westen wieder in dasselbe Horn tutet.

Freitag, 13.06.2014:

Drei israelische Teenager werden im Gush Etzion vermisst. Es wird vermutet, dass Terroristen sie entführt haben.

Projektion: Ein ehemaliger PA-Religionsminister behauptet „jüdische Extremisten“ würden eine Drohne bauen, die sie mit Sprengstoff gefüllt in die Al-Aqsa-Moschee fliegen wollten, um diese in die Luft zu jagen. Dabei sagte er nicht durchgängig „jüdische Extremisten“, sondern gerne auch „Israel“ (aber das ist für die Terroristen ja ohnehin dasselbe).

Samstag, 14.06.2014:

Die Hamas feiert die „Operation von Hebron“; dort sind 3 israelische Jugendliche (Jeschiwa-Schüler) verschwunden und es wird davon ausgegangen, dass Terroristen sie entführt haben. Mahmud Abbas hat heuchlerisch Hilfe bei der Suche versprochen. Die Hamas „kritisiert“ das heftig.
Inzwischen haben zwei Terrorgruppen (eine davon bisher unbekannt) für sich reklamiert die Jungen entführt zu haben.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).