„Nahost-Sicherheitsexperte“: Aufstieg des globalen Jihad „hat nichts mit dem Islam zu tun“

Robert Spencer, Jihad Watch, 25. Juni 2014

Wie kann eine “radikale Interpretation des Islam” „mit der Religion nichts zu tun“ haben? Wie kann es sein, dass diese Gruppen, die einheitlich ihr Tun auf Grundlage des Islam erklären und rechtfertigen, nichts mit dem Islam zu tun haben? Wie kann es sein, dass ein Gruppe, die sich „Islamischer Staat im Irak und der Levante“ nennt und eine andere namens „Versammlung des Volks der Sunnah und Dawah und Jihad“ nichts mit dem Islam zu tun haben? Wie kann es sein, dass Studie um Studie gezeigt hat, dass Jihadisten in der Tat allgemein wohlhabender sind als ihre Altersgenossen und Krieg dennoch behauptet, die Jihadisten seien „von Entbehrungen desillusioniert“ und wendeten sich deshalb dem Islam zu?

Wie kommt es, dass dieser offensichtliche Unsinn in den Mainstream-Medien ohne einen Hauch von Widerspruch gedruckt wird? Warum wird nur Krieg zitiert, aber niemand, der sich die verfügbaren Beweise ansieht und sagt, dass der Aufstieg des globalen Jihad nur mit dem Islam zu tun hat? Warum fragt die immer geistlose Daily Mail Krieg nicht, irgendetwas mehr als die mehr als knappen Erklärung für seine den Fakten widersprechenden Behauptungen anzuführen? Warum beeilen sich die Mainstream-Medien immer so sehr den Islam von aller Verantwortung für die immer weiter steigende Zahl an Gräueltaten zu entlasten, die in seinem Namen verübt werden und von seinen Texten und Lehren sind, statt der Ideologie entgegenzutreten, von der die Jihadisten sagen, dass sie sie inspiriert; warum werden keine positiven und effektiven Wege beschrieben, seine Macht zu Gewalt aufzuhetzen zu beschränken?

Ich würde liebend mit gerne Andreas Krieg über diese Frage diskutieren. Ich bin aber sicher, dass er das zu tun ablehnen würde.

„Von Syrien über den Irak nach Kenia und Malaysia: Wie ein neues Zeitalter des islamischen Fundamentalismus in der gesamten Welt Angst und Chaos verbreitet“, von Simon Tomlinson, Daily Mail, 25. Juni 2014:

Andreas Kreig [sic], ein Nahost-Sicherheitsexperte am King’s College London in Qatar, sagte, er habe in den letzten Wochen und Monaten einen Anstieg des Extremismus festgestellt, sagte aber, der Islam sei dafür nicht verantwortlich zu machen.

Er sagte der MailOnline: „Allem empirischen Daten zeigen, dass er zunimmt. Man findet das in allen Schlagzeilen, dann sieht man sich den Irak an, dann sieht man sich Syrien an, dann Nigeria. „Aber in allen drei Fällen hat das nichts mit dem Islam zu tun. Ich glaube, dass die Menschen im Westen glauben, das sei so, weil sie sich vom Islam verprellt fühlen. Es gibt eine Menge Islamophobie.“

Kreig [sic] sagte, mehr und mehr Gemeinschaften – oft durch Entbehrung oder andere Missstände desillusioniert – haben sich in den letzten Jahren religiösen Gruppen als Alternative zu säkularen Regimen zugewandt. Er sagte: „Wenn Gemeinschaften entrechtet werden – und viele davon sind muslimisch – dann nutzen sie den Islam, um ihre jeweilige Sache zu fördern. Sie folgen einer radikalen Interpretation des Islam, aber das hat nichts mit der Religion zu tun.“

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