Angriff auf Israel mit der Großen Lüge: Völkermord

Jonah Goldberg, Los Angeles Times, 15. Julil 2015

„Der Unterschied zwischen uns sieht so aus“, erklärte der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu auf Fox Nes Sunday: „Wir nutzen Raketen zum Schutz unserer Zivilisten, während sie ihre Zivilisten nutzen, um ihre Raketen zu schützen.“

Das ist ein klassisches Thema. Es ist auch objektiv wahr und diese Wahrheit ist für Israels Kritiker sehr frustrierend.

Man muss lediglich in den Dreck auf Twitter eintauchen und die Timelines für Hashtags wie #GazaUnderAttack und #GenocideInGaza lesen: „Sie töten die Frauen und Kinder, um sicherzustellen, dass es in Palästina keine neue Generation gibt.“ „Ein Holocaust kann NIEMALS einen anderen rechtfertigen.“

Und da reden wir noch nicht von dem weltweit trendigen Hashag #HitlerWasRight (Hitler hatte recht).

Natürlich findet sich das nicht nur auf Twitter. Mahmud Abbas, der Chef der nichtsnutzigen Palästinensischen Autonomiebehörde, verurteilte Israel neulich, weil es im Gazastreifen „Völkermord“ begehe. Seit Jahrzehnten haben politische Karikaturisten und karikaturhafte Politiker von sich gegeben Israel trage jetzt die SS-Uniform.

Auch das ist ein grundlegendes Thema – und ein sehr altes. Allerdings ist es einfach nur gelogen.

Wären die Israelis an Völkermord interessiert oder wären sie es je gewesen, dann wären sie darin äußerst inkompetent. Wie die Verleumdungen laufen, ist es schon fast lustig, wie die alte, paranoide Einbildung, dass George W. Bush gleichzeitig ein Depp und ein kriminelles Superhirn sei.

Einerseits soll das israelische Militär skrupellos kompetent und entschlossen sein die Palästinenser auszulöschen. Andererseits hat die palästinensische Bevölkerung seit 1970 um 100% zugenommen. Die Bevölkerung des Gazastreifens hat sich seit 1990 fast verdreifacht. Die Palästinenser selbst erwarten, dass die Bevölkerung sich in den nächsten 20 Jahren verdoppelt. „Völkermord“ ist ein vollgepackter Begriff, doch sollten nach jeder noch so entfernt vernünftigen Definition die Zahlen nicht in die andere Richtung gehen?

Es ist nur eine Ahnung, aber wenn die Israelis so viele Palästinenser wie möglich auslöschen wollten, ganz zu schweigen von Völkermord, würden sie vermutlich den Menschen im Gazastreifen keine Warnungen (über Telefon und Flugblätter) zukommen lassen, damit sie sich in Sicherheit bringen. Sie würden auch keine Hunderte LKW-Ladungen an Lebensmitteln und medizinischen Gütern in den Gazastreifen lassen, währen Hunderte Raketen diesen verlassen.

Und wenn die Hamas in erster Linie mit dem Schutz des Lebens der Palästinenser beschäftigt wäre, unabhängig vom Völkermord, dann würden sie nicht die Gazaner beschwören in ihren Häusern zu bleiben – um als menschliche Schutzschilde zu dienen und die Opferzahlen als Propagandamittel zur Verstärkung des internationalen Drucks auf Israel zu inflationieren.

Eine perverse Beschwerde, die oft subtil in den Mainstreammedien nachgeplappert wird, besteht darin, es sei irgendwie unfair, dass – bisher – keine Israelis durch Raketenangriffe aus dem Gazastreifen sterben. Die Israelis haben das Verteidiungssystem „Eiserne Kuppel“, das auf Zivilisten gerichtete Raketen abfängt. Sie haben auch Bunker; die Palästinenser haben das nicht. Sie haben diese Dinge, wie Netanyahu sagte, weil Israelis daran interessiert sind ihre Bürger zu schützen.

Jonathan Tobin vom Commentary Magazine stellt fest, dass niemand fragt, warum die Palästinenser keine Bunker haben. Sie Annahme ist, dass die Gazaner nicht die Mittel haben sie zu bauen. Das stimmt nicht, denn sie haben Bunker – sie behalten sie nur den Hamasführern und –Kämpfern vor. Fakt ist, dass die Hamas Tausende Tunnel unter dem Gazastreifen gebaut hat, weitgehend damit sie mehr Raketen darin schmuggeln und lagern kann, um sie auf Israel schießen zu können. Bessere wäre es, diese Tunnel würden als Schutzräume für Zivilisten genutzt, doch das würde bedeuten sie nicht für das übergeordnete „Wohl“ sterben zu lassen.

Natürlich ist nicht so schlimm wie die Nazis zu sei eine sehr niedrig liegende Latte. Und die Tatsache, dass Israel sie si einfach überquert, wie ein Stabhochspringer, der über einen Ziegelstein springt, ist nicht dasselbe wie zu sagen, Israel sei fehlerlos. Doch Israels Unzulänglichkeiten entstammen weitgehend der Tatsache, dass es versucht mit „Friedenspartnern“ zurechtzukommen, die offen desinteressiert an dauerhaftem Frieden sind. Dieses Problem zu lösen ist schwierig. So schwierig, dass mancher Juden lieber „Nazi!“ zuruft.

Es ist ein moralischer Skandal, dass es überhaupt nötig ist diese unangenehme Wahrheit aufbringen zu müssen. Es ist aber notwendig, weil selbst von denen, die niemals sagen würden „Hitler hatte recht“ nichtsdestotrotz eine Menge eine ander Lektion der Nazis verinnerlicht haben. Es war Joseph Goebbels, der (sinngemäß) sagte: „Eine Lüge muss nur groß genug sein und immer wieder wiederholt werden, dann werden die Leute sie irgendwann glauben.“*

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Anmerkung heplev:
entsprechende Zitate werden sowohl Goebbels als auch Hitler zugeschrieben:
– Je größer die Lüge desto mehr laufen hinterher. (Josef Goebbels)
– Je größer die Lüge, desto mehr Menschen folgen ihr. (Adolf Hitler)
– Die Menschen werden jede Lüge glauben, vorausgesetzt sie ist groß genug. (Adolf Hitler)
– Die meisten Menschen werden leichter Opfer einer großen Lüge als einer kleinen. (Adolf Hitler: Mein Kampf)

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