Hamas bedroht Journalisten im Gazastreifen, die Missbrauch von Zivilisten offenlegen

Reporter werden drangsaliert, ihre Ausrüstung konfisziert, sie werden von sensiblen Orten ferngehalten … aber sie berichten das nicht. „Sie haben zu große Angst“, sagt ein Vertreter Israel und beklagt die Kapitulation vor der Schikane.

Times of Israel staff, 28. Juli 2014

Mehrere derzeit im Gazastreifen arbeitende westliche Journalisten sind von der Hamas schikaniert und bedroht worden, weil sie Fälle dokumentierten, in denen die Terrorgruppe Zivilisten in die Kriegsführung gegen Israel einbezog, sagten israelische Offizielle, die Empörung ausdrückten, dass manche in den internationalen Medien sich selbst offensichtlich erlauben eingeschüchtert zu werden so solche Vorfälle nicht berichten.

Die Times of Israel bestätigte mehrere Vorfälle, bei denen Journalisten verhört und bedroht wurden. Das zu gehören Fälle mit Fotografen, die Bilder von Hamas-Kämpfern in kompromittierenden Umständen aufgenommen hatten – Bewaffnete, die den Abschuss von Raketen aus zivilen Gebäuden vorbereiteten und/oder in ziviler Kleidung kämpften – und die dann von Hamas-Leuten angegangen und drangsaliert wurden; ihnen wurde auch ihre Ausrüstung abgenommen. Ein weiterer Fall involvierte einen französischen Reporter, der ursprünglich von diesem Reporter berichtet wurde; der Bericht wurde später aus dem Internet entfernt.

Offizielle in Jerusalem sagten, Vorfälle wie diese unterstreichen Israels Behauptung, dass die Hamas nicht vor Gewalt zurückschreckt, um die Informationsfluss aus dem Gazastreifen zu kontrollieren und dass die Terrorgruppe Journalisten im Landstrick einschüchtert und bedroht, die versuchen objektiv über den Konflikt zu berichten. „Wir haben keinen Zweifel, dass die Hamas durch Nötigung und Gewalt die Freiheit der Auslandsjournalisten im Gazastreifen einschränkt“, sagte ein israelischer Offizieller gegenüber der Times of Israel. „Mit einer Kamera in Gaza herumzugehen und Menschen fragen, was sie denken, ist nicht so wie wenn man das in New York oder London tut. Die Menschen haben nicht die Freiheit ihre wahre Meinung zu sagen. Es ist ein wenig wie Syrer in von der Regierung kontrollierten Gebieten von Damaskus zu fragen, ob sie Präsident [Baschar] Assad mögen.“

Die Hamas hat unbestreitbar Gewalt gegen Reporter angewendet, die Storys wie diese berichteten, die sie nicht mag, sagte der Offizielle. Und sie hat den Zugang der Reporter zu Teilen der Hamas-Operationen nachdrücklich eingeschränkt, die ihr Schaden einbringen würden. Ein Beispiel dafür betrifft das Shifa-Krankenhaus in Gaza, fügte der Offizielle an. „Wir wissen, dass es unten ein Kommando- und Kontrollzentrum der Hamas gibt und dass die Hamasführer sich dort verstecken. Keinem Reporter wird erlaubt irgendwo da unten hinzugehen. Sie dürfen nur oben arbeiten, um Bilder von Opfern zu schießen – die Bilder, von der die Hamas will, dass sie sie aufnehmen.“

Shifa ist in der Tat „ein de-facto-Hauptquartier der Hamasführer geworden, die auf den Fluren und in den Büros zu sehen sind“, berichtete die Washington Post am 15. Juli. Nick Casey, Nahost-Korrespondent des Wall Street Journal, schrieb auf Twitter, dass die Hamas Shifa „als sicheren Hafen für Treffen mit den Medien“ nutzt, entfernte diesen Eintrag aber später. Letzte Woche erzählte ein Korrespondent der Lokalzeitung Ouest France der Libération, einer weiteren französischen Tageszeitung, wie er von Hamas-Vertretern verhört und eingeschüchtert wurde, anscheinend in einem Büro im Shifa.

„Ein paar Meter von der Notaufnahme, wo die Verletzten der Bombenangriffe weiter hereinkamen, in der Ambulanz, wurde der Reporter in ‚einem kleinen Teil des Krankenhauses empfangen, das von einer Gruppe junger Kombattanten als Büro genutzt‘ wurde“, hieß es in dem Artikel. „Es überraschte, dass sie alle gut gekleidet waren, ‚in Zivilkleidung, mit einer Schusswaffe unter dem Hemd, einige hatten Funkgeräte‘.“ Ihm wurde befohlen seine Taschen auszuleeren, seine Schuhe und den Gürtel auszuziehen, dann wurde er einen Raum im Krankenhaus gebracht, der den Männern anscheinend als Befehlsstand diente, erinnerte sich der Reporter.

Der Journalist mit Familienmitgliedern in Gaza wurde dann von einem der Hamas-Männer verhört. „Wer bist du? Wie heißt du? Was tust du?“ Die Hamas-Kämpfer fragten den Journalisten auch, ob er Hebräisch sprich oder irgendwelche Verbindungen zur PA in Ramallah hat. „Die jungen Hamas-Unterstützer bestanden auf der Frage ‚Bist du ein Korrespondent für Israel?‘“, erinnerte er sich in dem Artikel. Der Reporter versicherte, dass er nur französische und algerische Medien arbeitet; ihm wurde schließlich gesagt, er solle den Gazastreifen verlassen und aufhören zu arbeiten.

Der Artikel wurde später von der Internetseite der Libération entfernt. Die Seite sagte, das sei auf Bitten des Reporters geschehen, den sie namentlich nannte.

Fotografen, die bewaffnete Männer in ziviler Kleidung und Raketen aus Schulen schießende Terroristen dokumentieren, sind regelmäßig Schikanen der Hamas unterworfen, sagte ein gut positionierter offizieller Vertreter Israels. „Wann im sie hier [in Israel] sind, beschweren sie [die Auslandsjournalisten] sich über Einschränkungen und Zensur und so weiter. Aber wenn sie in Gaza drangsaliert werden, haben sie zu viel Angst etwas zu sagen, und so wird es unter den Teppich gekehrt.“

Reporter ohne Grenzen, eine Gruppe, die für Pressefreiheit und die Freiheit der Information eintritt, veröffentlichte letzte Woche einen langatmigen Artikel über den Gaza-Konflikt, in dem Israel wegen verschiedener angeblicher Vergehen hart kritisiert wurde. Nicht ein einziges Mal wurde erwähnt, wie die Hamas die Auslandsjournalisten im Gazastreifen drangsaliert.

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