Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (07.-13.09.2014)

Sonntag, 07.09.2014:

Letzte Woche beteten wieder viele Juden unter Schutz der IDF eine Nacht im Josefsgrab in Schechem/Nablus. Die PA ließ ihre Medien verkünden, dass „Siedler“ die Stätte „stürmten“ und „Zusammenstöße“ mit Palästinensern auslösten. Letztere wurden dann – natürlich völlig ohne Grund – mit Tränengas und anderen Mitteln beschossen.

Mahmud Abbas in Kairo: Er kann der Hamas nicht trauen. Die Zahl der toten Hamas-Leute im Gazakrieg betrug 850 (ohne die Toten weiterer Terrorgruppen; bestätigt israelische Zahlen!)

Arabischer Steinwurf-Terror gegen die Jerusalemer Straßenbahn hat dafür gesorgt, dass von den 23 Zügen nur 16 einsatzbereit sind.

Nach Angaben eines israelischen Diplomaten hat die Hamas begonnen neue Terrortunnel zu graben. Auch die Herstellung von Raketen und der Schmuggel aus Ägypten wurden wieder aufgenommen. Sicherheitskreise streiten den Bau von Terrortunneln ab.

Waffenstillstands- und Friedensprozess-Heckmeck:
– Die Arabische Liga ließ wissen, dass Mahmud Abbas offen für neue Verhandlungen mit Israel sei.
– Eigentlich geheime Dokumente des israelischen Außenministeriums legen Pläne für einen Vorschlag offen, dass eine internationale Truppe den Wiederauf und die Entmilitarisierung des Gazastreifens überwachen soll.

Montag, 08.09.2014:

Was ist ein Freundschaftsspiel zwischen palästinensischen und israelischen Kindern? Laut PA-Sportfunktionären „ein Verbrechen gegen die Menschheit“, „eine von kranken Seelen ersonnene Tat“, „ein Verbrechen und ein unpatriotischer und unmoralischer Akt“. Wie Friedenspartner das halt so sehen müssen…

Waffenstillstands- und Friedensprozess-Heckmeck:
– Die Hamas lehnt internationale Truppen im Gazastreifen vehement ab.
Mahmud Abbas streitet auf einmal ab, dass die Ägypter angeboten haben die „Flüchtlinge“ des Gazastreifens in einem extra dafür angebotenen Gebiet auf dem Sinai anzusiedeln.

Dienstag, 09.09.2014:

Der Schabak berichtet, dass die Zahl der Terroranschläge in Jerusalem in den letzten Monaten „exponentiell gestiegen sind“: 3 im März sowie im April, 7 im Mai; im Juni waren es 22, im Juli und August (zusammen?) 152.

Es gibt Gerüchte, dass die Hamas angekündigt habe sie wolle am 25. September die Raketenangriffe auf Israel wieder aufnehmen. Die Hamas bestreitet das.

Mittwoch, 10.09.2014:

Die IDF leitet Untersuchungen wegen zweier Vorfälle während des letzten Gaza-Kriegs ein. Am 16. Juli kamen vier Kinder ums Leben und am 24. Juli eine UNRWA-Schule getroffen.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Die Hamas besteht darauf, dass bis zum 25. September die Gespräche in Kairo wieder aufgenommen werden müssen. Die Ägypten müssten aber immer noch einen Termin nennen.

Donnerstag, 11.09.2014:

Der letzte im Gaza-Krieg verletzte Israeli ist außer Lebensgefahr. Er war nur wenige Minuten vor Eintritt des Waffenstillstands durch eine Rakete verletzt und konnte jetzt von der Intensivstation des Barzilai-Krankenhauses auf eine normale Station verlegt werden.

Der nationale Planungs- und Bauausschuss legte einen Plan auf Eis, einen Nationalpark auf den Hängen des Skopusbergs in Jerusalem zu schaffen. Örtliche Araber legten Beschwerde ein, weil der Nationalpark die Erweiterung ihrer Viertel „ersticken“ würde.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Der Hamas-Grande Mussa Abu Marzuk sagte, seine Bewegung werde eventuell doch direkt mit Israel verhandeln; der islamische Glaube verbiete solche Kontakte nicht. Grund für diese Kehrtwende ist, dass die Mehrheit der Bevölkerung des Gazastreifens das verlangt, sagte er.

Freitag, 12.09.2014:

Antwort auf den Raketenterror: An 1.000 Einschlagsorten von Terrorraketen sollen in den dadurch hinterlassenen „Löchern“ bis Rosh HaShanah 100.000 Obstbäume gepflanzt werden.

Mahmud Abbas verkündet, dass eine Wirtschaftsvereinbarung zwischen Israel und der PA erzielt wurde; dieses gestattet unbegrenzte Ein- und Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen aus und in die Gebiete.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Und schon ist die schöne Illusion wieder vorbei: Die Hamas hat noch gestern die Ankündigung ihres einen Narrenführers, man könne evtl. direkt mit Israel verhandeln, zurückgewiesen. Das würde nicht einmal überlegt.

Samstag, 13.09.2014:

War wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Fünfte Kolonne das nachplappert: Ein hochrangiger israelisch-arabischer Führer behauptet jetzt auch, die USA und Israel hätten den Islamischen Staat geschaffen, in der arabischen Welt Uneinigkeit zu säen.

Haniyeh bekräftigt noch einmal: Die Hamas wird ihre Waffen „niemals aufgeben“. Der Wiederaufbau des Gazastreifens wird nicht zu Ungunsten der „militärischen Fähigkeiten“ der Terrorgruppe erfolgen.

Ein Imam im Gazastreifen predigte. Der Mann war im Zuge des Shalit-Deals freigelassen worden. In seiner Predigt hantierte er mit einem Sturmgewehr. Seine Botschaft: „Waffen werden uns helfen einen islamischen Staat aufzubauen.“

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Ein Gedanke zu “Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (07.-13.09.2014)

  1. Wie kann jemand der Hamas und anderen islamischen Terrorgruppen vertrauen?
    Mawlana Mawdudi (1903-1979), ein pakistanischer Vordenker des modernen Djihad schreibt: „Der Islam ist keine normale Religion, wie andere Religionen. Der Islam ist ein revolutionärer Glaube, der antritt, jede von Menschen geschaffene Staatsform zu zerstören.“ Diese Aussage und die dazu übereinstimmenden im Koran ist ernstzunehmen. Sure 8,39 ist ein entscheidender Vers in Bezug auf diejenigen, die den Koran ablehnen: „..und kämpfe wider sie, bis es keinen Unglauben mehr gibt und die Religion allein Allah gehört.“ Menschenrechte, Frauenrechte, Gleichberechtigung, Redefreiheit, Religionsfreiheit gibt es im Islam nicht. Was viele auch nicht wissen: Der Koran erlaubt Muslimen, Ungläubige, Juden, wie Christen zu belügen, ein Täuschungsmittel für den Alltag und den Krieg. „Lügen ist ein wichtiges Element der Kriegführung im Islam“, schreibt Mark Gabriel (ehem. Prof. f. Islamische Geschichte, Al-Azhar, Kairo). Auch wenn ein Grossteil der unter uns lebenden Moslems eine sehr säkulare Lebensauffassung haben, müssen wir wissen: Ziel des Islam ist, die Weltherrschaft zu erlangen, besonders Jerusalem muss erobert werden, wozu alle Mittel recht sind.

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