Das tödliche israelische Haus schlägt wieder zu

Daniel Greenfield, Sultan Knish, 1. September 2014

Es gibt wenige Waffen, die so tödlich sind wie ein israelisches Haus. Wenn seine Ziegel und Mörtel miteinander kombiniert werden, wird das Haus, ob es nun eines dieser bescheidenen einstöckigen Hügelkuppen-Dinger oder ein fünfstöckiges Apartmenthaus mit fließend kaltem und warmem Wasser ist, weit gefährlicher als alles Grüne und Glühende, das aus iranischen Zentrifugen kommt.

Vergessen Sie die Streubombe und die Mine, die Giftgas-Granate und sogar maßgeschneiderte Viren. Der Iran kann seine Atombomben behalten. Sie beeindrucken niemanden in Europa oder in Washington. Völkermord ist eine Nebensache in der Anwesenheit einer furchterregenden Terrorwaffe, die eine vierköpfige israelische Familie darstellt, die in eine neue Wohnung zieht.

Der Sudan mag einen kleinen Berg afrikanischer Leichen aufbauen, aber er darf nicht erwarten die volle und ungeteilte Aufmerksamkeit der Welt auf sich zu ziehen, bis er etwas wirklich Ungeheuerliches tut wie ein Haus zu bauen und es mit Juden zu füllen. Da die sudanesischen Juden genauso weg sind, wie die Juden Ägyptens, des Irak, Syriens und des guten, alten Afghanistan, stehen die Chancen, dass Bashir der Schlächter das macht, ziemlich dünn.

Infolge der Kurzsichtigkeit der muslimischen Welt die Juden aus Kairo, Aleppo und Bagdad nach Jerusalem zu vertreiben, wird die ultimative Waffe der internationalen Angelegenheiten völlig durch den jüdischen Staat kontrolliert. Der Vorrat an Juden des jüdischen Staates sollte die internationale Gemeinschaft weit stärker in Sorge versetzen, als seine hypothetischen Lagerbestände an Atomwaffen. Niemand außer Israel und möglicherweise Saudi-Arabien, kümmert sich um die iranische Bombe. Aber wenn Israel ein Haus baut, dann zerreißt die internationale Gemeinschaft sich die Kleider, jammert, droht seine Botschafter abzuziehen und boykottiert israelische Pfirsiche.

Wütende Briten in roten Keffiyehs halten Schilder über den Holocaust vor jüdischen Kosmetikläden in London hoch. Marginalisierte, über Algerien und Tunesien gekommene französische Jugendliche werfen Steine auf Synagogen. John Kerry unterbricht eine Rede über die Gefahren der globalen Erwärmung, als ein Helfer ihn über eine noch größere Gefahr für die Welt informierte. David leistete gerade die Anzahlung für eine Zweizimmer-Wohnung in Gvaot.

Man kann auf die Teppiche im Weißen Haus spucken und alles Gold in Griechenland stehlen. Man kann alles sprengen, was man will und bedrohen, wen man will, aber man sollte lieber keinen Bohrer in der Nähe der Hügel in die Hand nehmen, von denen Balaam das jüdische Volk verfluchen sollte und es nicht schaffte. Wo der alte, mesopotamische Zauberer scheiterte, treten seine Nachfolger in den Vereinten Nationen in seine Fußstapfen und verfluchen Israel jeden Tag der Woche.

Manche rmag glauben, dass Atombomben die ultimative Waffen seien, aber wie wir immer wieder sehen, sind die ultimative Waffe ein Hammer und eine Hand voll Nägel in einer jüdischen Hand.

Obama muss noch eine Strategie für ISIS ausgraben und kann sich nicht vorstellen, was er wegen Putin in der Ukraine unternehmen soll, aber es gibt immer eine Endstatus-Lösungsstrategie für Israel, zu der es gehört so viele jüdische Häuser wie möglich zu zerstören und die darin lebenden Familien zu vertreiben.

Jeder hat seine Standards. Es gibt Dinge, die wir alle nicht ertragen können. Und bei all den Miss America-Antworten über ein Ende der Kriege, des Hungers und das Tragen von Kariertem in der Öffentlichkeit ist das Einzige, gegen das jeder aufsteht oder sich setzt, ist das israelische Haus.

Wenn China ankündigt, es werde keine Demokratie in Hong Kong geben, ISIS eine Schlacht gegen die irakischen Streitkräfte verliert und Jihadisten die US-Botschaft in Tripoli besetzen, sind das alles nebensächliche Geschichten, die gründlich von dem Entsetzen erregenden Bericht begraben werden, dass Israel 998 Morgen Land für Hausbau „beschlagnahmen“ könnte.

Aus der Menge an Medienberichten hätte man auf die Idee kommen können, dass Israel Frankreich oder Kuwait erobert hätte statt etwas Land von der Größe eines Bauernhofs oder einer Ranch für Hausbau zuteilt. Hätte bloß Israel 2.000 Morgen zugeteilt, dann hätten Außerirdische in Berkeley landen können und die Nachrichten wären unter der Berichterstattung über die Häuser die möglicherweise gebaut werden und in der eines Tages Juden leben könnten, begraben worden.

Dass „beschlagnahmte“ Land hatte Israel gehört und es gab vorher keine Ansprüche darauf. Hätte Qatar entschieden ein muslimisches Bauprojekt an der Stelle zu finanzieren, wäre niemand dagegen gewesen. Doch für Juden gibt es andere Regeln. Es hat immer andere Regeln dazu gegeben, wo Juden leben dürfen. Das internationale Recht ist das neue Ghetto. Die es durchsetzen, sind Diplomaten und BDS.

Das US-Außenministerium hat behauptet, Häuser zu bauen sei für den Frieden „kontraproduktiv“. Andererseits scheint es nie kontraproduktiv zu sein, wenn die PA Terroristen finanziert. Die rechtliche Entscheidung zum Land wurde in Übereinstimmung mit dem bestehenden ottomanischen Recht des muslimischen Reichs getroffen. Doch muslimisches Recht ist nur dafür da angewendet zu werden, wenn es Muslimen Vorteile verschafft.

Offizielle Vertreter des Weißen Hauses haben in der Vergangenheit schon behauptet Netanyahu habe Obama „gedemütigt“, indem er den Bau von Häusern genehmigte. Russland mag mit Atomkrieg gegen die USA drohen und der Iran mag Obama zum Narren halten, aber nur Israel hat es geschafft die offizielle Anerkennung der „Erniedrigung“ Obamas zu gewinnen, ohne da überhaupt versucht zu haben; damit ist wieder einmal bewiesen, dass die jüdische Rasse derart talentiert ist, dass sie oft etwas Erreicht, von dem andere träumen mögen, aber ohne dass sie je erkannte, was es tat.

Da Netanyahu jetzt auf – wörtlich – auf die Matratzen gegangen ist, indem er neuen Hausbau genehmigte, werden die Medien kreischen, Israel habe Obama noch einmal komplett erniedrigt. Man sagt, jedes Mal, wenn eine Glocke erklingt, bekommt ein Engel seien Flügel. Doch jedes Mal, wenn ein israelischer Presslufthammer tost, steht Obama wie der berühmte Müll beklagende nachgemachte Indianer mit einer Träne, die ihm langsam die glitzernde Wange herunterläuft, weil ein weiteres erniedrigende israelisches Haus zu sehen ist.

Nach Angaben der New York Times, die niemals falsch liegt, macht der Bau von Häusern Frieden unmöglich. Frieden, der keineswegs irgendwie durch Raketen, Selbstmord-Bomber, einseitige Staatsausrufungen und Kriegserklärungen behindert wird, stößt auf ein einziges Hindernis. Die entschlossene, unnachgiebige Mauer des israelischen Hauses.

Man kann israelische Häuser mit Artillerie beschießen und einbrechen, um die darin lebenden Menschen zu massakrieren, aber nach all dem geht Israel hin und baut mehr von diesen verdammten Dingern.

Die Hamas schießt tausende Raketen und Israel baut tausende Häuser. Doch israelische Häuser stehen allgemein da, wo sie gebaut wurden, während Hamas-Raketen genauso wahrscheinlich Gazaner töten, wie sie Löcher in die Dächer dieser niederträchtigen Häuser schlagen. Und in der Rüstungsspirale zwischen Häusern und Raketen schienen die Israelis zu gewinnen. Und das ist nicht gut für den Frieden.

Wenn die Israelis die gefährliche Idee haben, dass sie einfach weiter Häuser bauen können und all die talentierten Raketenschützen überdauern können, die ihre Zeit mit dem Koran vor dem einen und dem Anarchisten-Kochbuch vor dem anderen verbringen, welche Hoffnung gibt es da auf Frieden?

Das ist der Grund, dass sich niemand groß um Hamas-Raketen kümmert, die meistens Israelis töten, von denen die höchst vernünftigen Leute in London, Paris und Brüssel glauben, dass sie sowieso kommen; genau diese Leute geraten deshalb wegen eines israelischen Hauses ins Schäumen geraten.

Israelis zu töten ist nie ein Friedenshindernis gewesen. Zwanzig Jahre Mord an Israelis haben nicht eine einzige israelische Regierung davon abgebracht sich an den Tisch zu setzen und mit den Terroristen zu feilschen. Aber eine israelische Familie, di ein einem Haus lebt, hält Territorium nieder, womit es schwerer wird den Terroristen etwas abzutreten, wenn die Engel auf die Pauke gehauen haben, die Meere ausgetrocknet sind und Frieden auf einem goldenen Tablett von 72 Jungfrauen hereingetragen wird, die von ihren fliegenden Selbstmordbomber-Gefährten begleitet werden.

Das Problem ist ein altes. Pharao kämpfte damit. Hitler auch. Und die Hamas ebenfalls. Was macht man, wenn es zu viele lebende Juden gibt? Die Antwort ist offensichtlich.

Israels Friedenspartner versuchten auf die altehrwürdige ägyptische Tradition alle Juden ins Meer zu werfen zurückzugreifen. Doch obwohl ein gesamtes Offizierskorps des Vereinten Königreichs zeitweise „Urlaub“ von den Streitkräften hatte, bekamen sie nur gerade mal die Hälfte von Jerusalem, wo sie jede einzelne Synagoge sprengten, und nahmen Israels die Westbank oder, wie die nicht indigenen, zionistischen Invasoren ohne Wurzeln in der Region es nennen: Judäa und Samaria.

Neunzehn Jahre später hatten Israels Friedenspartner ihr britisches Offizierskorps gegen ein sowjetisches ausgetauscht und verloren Jerusalem, die Westbank und Gaza, womit sie bewiesen, wenn es um das Töten von Juden geht, dann waren die Kommunisten besser darin, als die Juden nicht zurückschossen. Seitdem hat die Welt – oder die Teile davon, die in Gänze von Diplomaten und der Oberklasse der Journalisten bevölkert wird – Israel gedrängt das Land an ein erfundenes Land zurückzugeben, das ausschließlich von Terroristen bevölkert sein soll.

Dieser Friedensplan, der genauso gut funktioniert hat wie Feuer mit Benzin zu bekämpfen, ist von zwei Jahrzehnten Terror nie auch nur ansatzweise gefährdet gewesen, zittert aber jedes Mal bis hinunter zu seinen Zehen, wenn ein israelischer Hammer auf einen israelischen Nagel trifft. Denn das Land muss zurück, damit von ihm aus Raketen auf Israel geschossen werden können, so dass Israel wieder in es eindringen und zurückerobern kann und wegen dem es sich dann für einen weiteren Friedensprozess zur Rückgabe des Landes hinsetzt, aus dem die Raketen geschossen werden, in das eingedrungen wird, das zurückgegeben wird – für Frieden.

Und israelische Häuser gefährden diesen Kreislauf aus Frieden und Gewalt. Sie gefährden es, indem sie „Fakten vor Ort“ schaffen, eine pikante Formulierung, die nur auf Häuser mit Juden angewendet zu werden scheint. Muslimische Häuser schaffen keineswegs Fakten vor Ort, selbst wenn sie aus demselben Material gebaut und mit Menschen gefüllt sind. Oder vielleicht schaffen sie gute Fakten vor Ort. Die Art von Bevorrechtigung von Verhandlungen, die die professionellen Friedensmacher gut heißen.

Doch es ist schwierig zu wissen, welche davon die Friedensmacher genau gut heißen, denn ihre Argumente und ihre Definitionen verändern sich ständig. Alles, was wir wissen, ist, dass sie gegen israelische Häuser sind.

Die Vereinigten Staaten versicherten Israel wiederholt, dass Jerusalem auf keinen Fall durch den Friedensprozess gefährdet würde. Niemand Geringere als Joseph Robinette Biden Jr. war Co-Sponsor dreier Resolutionen im Senat, die darauf drängten, dass Jerusalem Israels ungeteilte Hauptstadt bleiben sollte. Dann war er wie alle guten Politiker furchtbar beleidigt, als die Israelis ihn tatsächlich beim Wort nahmen.

Obama hielt eine Wahlkampfrede, in der er erklärte, Jerusalem sollte ungeteilt bleiben. Einen Tag später erklärte er, dass er „ungeteilt“ in einer Art spirituellem Sinn meinte, der nicht ausschließt, dass es genau genommen physisch geteilt wird.

UNO-Chef Ban Ki-moon hat erklärt, israelische Häuser seien ein „fast tödlicher Schlag“ für den Friedensprozess. Es ist natürlich nur ein „fast tödlicher Schlag“, denn wie Dracula kann der Friedensprozess nicht getötet werden. Israelische Häuser sind, so furchterregend sie mit ihren Balkone und schlechten Heizungen im Winter auch sein mögen, niemals auch nur gerade gut genug um ihn zu töten.

Wie die Monster in einem Horrorfilm kommt der Friedensprozess immer wieder zurück und egal wie viele Schläge das israelische Haus ihm versetzt, ein Jahr später gibt es eine Fortsetzung, in der der Friedensprozess dem israelischen Haus erneut nachstellt.

Die Armee der tödlichen israelischen Häuser, die fünf Jahre lang nicht (oder gar nicht) gebaut werden dürfen, scheint im schwarzen Nachrichtendruck der New York Times und in den Explosionen der Kolumnisten des Guardian eindrucksvoll, doch ihr tatsächliches Potenzial beschränkt sich darauf jüdische Familien zu beherbergen und internationale Diplomaten und ihre Medien-Kleiderbügelhalter zur Weißglut zu bringen.

Europa ist fuchsteufelswild, Obama kocht, die UNO ist unter Strom gesetzt und irgendwo im Irak wischt der Kalif der ISIS sich das Schmalz aus dem Bart und fragt sich, was er tun könnte, um so viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Er schreibt kurz einige Gedanken auf eine Serviette und tut sie dann als zu unplausibel ab.

So viel Aufmerksamkeit er von der Welt bekommen könnte, es gibt keine Möglichkeit, dass ISIS Häuser für Juden in Israel bauen würde.

4 Gedanken zu “Das tödliche israelische Haus schlägt wieder zu

  1. SEHR guter Artikel. Was so ein Israelisches Haus doch alles bewirkt. Baut weiter liebe Juden/Israelis auf dass Eure Feinde doch alle einen Herzinfarkt bekommen sollen.
    Shalom

  2. Nun wollen wir doch mal die „Kirche im Dorf lassen“, so möchte ich den angeschlagenen Ton fortsetzen.

    Wohnhäuser sind für die Plästinenser militärisch-strategische Objekte. In ihnen werden Waffen angefertigt. Terrortunnel haben dort ihren Zugang. Die Dächer werden so gestaltet, dass sie Scharfschützen Deckung geben können. Im Keller wird Sprengstoff gelagert und im Erdgeschoss weren Raketen gebaut, die dann entweder im Hof, also im Schutz des Hauses oder vom Dach gestartet werden.

    Kann man es einem Palästinenser verübeln, wenn er die hier abgebildeten Häuser auf dem Berg, also in strategisch günstiger Lage, sieht, dass er annimmt, die Juden benutzen die Häuser ebenfalls als Militärbasen? Die kleinen Fenster ähneln doch eher Schießscharten? Das Bild am Anfang dieses Artikels, zeigt eine waffenstarrende Trutzburg. Das soll eine Wohnsidlung sein?

    LIeber Daniel, lieber Sultan, darüber solltet ihr mal nachdenken. 🙂

    Herzlich, Paul

      • Lieber heplev,
        danke für den Hinweis. Es gibt so vieles was ich nicht weiß. Meine Einsprachigkeit ist ein weiteres Handikap.

        Desshalb möchte ich Dir für Deinen großen Fleiß danken. Lese Deinen Blog regelmäßig. Er ist für mich eine gute Quelle, oft die Einzige, aus der ich Informationen bekomme, die ich sonst nicht erhalten würde.
        Wenn ich dann „gefiel mir“ signalisiere betrifft das oft nicht den Inhalt, sondern damit will ich meinen Dank für die Information ausdrücken. Bei anderen Artikel, so auch beim Vorstehenden, gilt das natürlich auch für den Inhalt. Ja, es muss möglich sein, sich diesem an und für sich sehr ernstem Thema auch mal satirisch zu nähern.

        Da fällt mir gerade noch was ein.
        Die Palästinenser sind gegen die Siedlungen, weil, für den Fall, dass bei einem Friedensvertrag sie in ihren Herrschaftsbereich fielen, sie den Abriss nicht übernehmen wollen. In Gaza hatten wohl die Siedler die Häuser zurückgebaut, wenn ich mich richtig erinnere. Die Gewächshäuser haben sie stehen gelassen. Die Palis hatten sehr viel Arbeit und Mühe beim Abriss der Gewächshäuser. Das möchten sie nicht noch einmal durchmachen müssen. Die Bedauernswerten.

        Dir eine gute Gesundheit und weiterhin den Elan diesen Blog in bewährter Weise zu führen.

        Herzlich, Paul

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