Ein gefälschtes Schreckensvideo aus Gaza

Thomas Wictor, 21. Juli 2014 (Übersetzung: Yvaine de Winter)

Hurra Pallywood! Wer diesen Begriff nicht kennt: Pallywood nennt man die betrügerischen Videos, die Palästinenser und ihre Unterstützer veröffentlichen, um die Welt zu überzeugen, Israel sei das neue Dritte Reich. Heute veröffentlichte das International Solidarity Movement das unverfrorenste erfundene Videomaterial, das ich je gesehen habe. Ein Kind könnte dieses gefälschte Schreckensvideo auseinandernehmen.

Erst die Pallywood-Produktion. Seht sie euch in ganzer Länge an. Ich versichere euch, NIEMAND IST GESTORBEN.

Ok, zeigen wir nun also, was für Lügner diese Widerlinge sind. Erst einmal gehen die „Retter“ an einem Krankenwagen vorbei. Auf der Website des International Solidarity Movement steht hierzu:

Das israelische [sic] Militär hat auch Krankenwagen vom Roten Halbmond beschossen, während diese versuchten, Verletzte im Stadtteil Shajiya im Osten von Gaza City zu retten.

Sie haben auch die Fotos dazu.

Dieser Krankenwagen wurde nicht vom Militär beschossen. Es gibt kein Glas auf dem Boden, da die Palästinenser Vorschlaghämmer benutzt haben, um die Fenster in das Fahrzeug zu schlagen und die Windschutzscheibe einzubeulen. Dann beschossen sie den armen Toyota mit einer AK-47. Der Schaden ist absolut inkonsistent mit hochexplosiven Artilleriegeschossen, welche alles schreddern. Das hier ist tatsächlicher Schrapnellschaden.

Ironischerweise wurde er von einer Hamas-Rakete verursacht, die in ein Wohngebiet in Haifa, Israel, geschossen wurde.

Das International Solidarity Movement hat keine Ahnung von Ballistik, wie sie mit ihrem zweiten Foto eines zerstörten Krankenwagens beweisen.

Alle gezackten Kanten der Löcher sind nach außen gebogen, was bedeutet, dass das Fahrzeug von innen heraus explodierte. Entweder hat die Hamas das Fahrzeug selbst in die Luft gejagt, oder es wurde zum Transport von Munition benutzt und wurde beschossen, was eine zweite Explosion verursachte.

Beide Fotos sind also Lügen. Zurück zum Video.

Dies hier hat das International Solidarity Movement über den „getöteten“ jungen Mann zu sagen.

Im Video jedoch sehen wir ihn zuerst bei 0:24, wo er einen unverletzten Mann auf einer Bahre… irgendwo hinbrachte. Er bewegt sich in die den „Rettern“ entgegengesetzte Richtung.

Als er erkennt, dass er gefilmt wird, dreht er sich von der Kamera weg. Aus irgendeinem Grund hat er sein auffälliges T-Shirt nicht gewechselt, als er seine nächste Rolle spielte. Und er trägt einen Bart ohne Schnurrbart, was ihn als Hamas-Kämpfer kennzeichnet.

Nun zur Substanz des Videos. Bei 0:59 gibt es ein Knacken. Es ist ein Knallfrosch, ein elektrisch gezündeter Knallkörper. Ich gehe später noch darauf ein. Sie lassen ihn hochgehen, um die Leute glauben zu lassen, sie würden beschossen. Dann bei 1:30 sagen die Untertitel: „Ich weiß nicht. Wir sind von Panzern umstellt.“

Hört ihr irgendwelche Panzer? Hier ein Video, wie es sich im Inneren eines israelischen Merkava-Kampfpanzers (MBT) anhört, abgedämpft durch Schichten von Stahl, Kohlefaser und Keramik.

Ein MBT ist unglaublich LAUT. Motor, Geschütz, Gleisketten, Antriebskettenräder und die Federung hören sich an, als würde ein Haus abgerissen. Der Schauspieler, der im gefälschten Video zu telefonieren vorgibt, sagt, sie wären von israelischen Panzern umstellt. Warum hören wir dann keine? Warum gibt es dort nichts als ABSOLUTE STILLE?

Bei 2:01 im Video des International Solidarity Movement gibt es einen weiteren Fehler. Das Grünhemd gibt zu: „Es gibt hier keine Verletzungen.“ Das liegt daran, weil die IDF Zivilisten warnt, das Gebiet zu verlassen, bevor sie angreifen. Aber trotzdem sollen dieselben Leute mit Scharfschützengewehren auf Zivilisten schießen?

Bei 2:23 trifft der erste „Scharfschützenschuss“ das Grünhemd. Und plötzlich steht er nicht mehr neben dem Kameramann, sondern liegt im einzigen offenen Bereich des Schutts.

Bei 2:28 FILMEN IHN DIE VOLLTROTTEL DABEI, WIE ER SICH KUNSTBLUT AUF SEINE LINKE HAND SCHMIERT. Ihr könnt die Plastiktube deutlich in seiner rechten Hand sehen.

Das ist die Art kommerziell kaufbares Produkt, das von ihm benutzt wurde.

Um Fragen zu beantworten, stelle ich hier eine größere Ansicht des Blutbehälters rein. Es ist kein Handy, da es oben dick und unten zusammengepresst ist. Und schaut euch an, wie er es hält. Rollt ihr euren Ringfinger und kleinen Finger unter dem Handy zusammen, wenn ihr eure Facebookseite besucht, um alle wissen zu lassen, dass ihr von einem Scharfschützen beschossen werdet? Ihr könnt sehen, dass er bereits „Blut“ auf seiner linken Hand hat, bevor er seine „Wunde“ berührt. Achtet auf die Zeit und seht es euch selbst an.

Aus einem Winkel heraus sieht es wie ein Smartphone aus, aber die weiße Düse an der Seite ist klar sichtbar. Smartphones haben keine großen weißen Nippel.

Ich habe mir den Spaß gemacht und bei Google Images auf Arabisch nach „Tube Kunstblut“ gesucht.

Ganz viele breite, nach Smartphone aussehende Tuben, aber keine dünnen, runden Versionen. Eigenartig, nicht wahr?

Nachdem Grünhemd auf seiner linken Hand Blut verteilt, schmiert er es auf seinen Hintern. Die Frau sagt: „In der Hand!“ Grünhemd winkt gehorsam, aber matt, damit wir das Blut sehen können.

Bei 2:38 geht ein weiterer Knallfrosch hoch: „Knack!“

Bei 2:48 rattert die wirklich grausam schlechte Schauspielerin des International Solidarity Movement lustlos ihre Zeilen herunter: „Sie sollen aufhören. Sie sollen aufhören.“ Keinerlei Not in ihrer Stimme.

Bei 2:54 geht ein weiterer Knallfrosch hoch. Man kann den Rauch sehen und hört gleichzeitig den Knall.

Das ist der absolute, 100% unwiderlegbare Beweis, dass kein Scharfschütze auf ihn feuert. Man hört den Schuss und  den Einschlag des Geschosses nicht gleichzeitig, außer die Mündung des Gewehrs wird auf die eigene Stirn gedrückt. Zudem nutzen israelische Scharfschützen das Scharfschützensystem (SWS) .338 Lapua Magnum.

Hier ein Video, wie es sich anhört und welchen Schaden es verursacht. Keine Angst: Nur Porenbetonsteine wurden verletzt, und das sind sowieso alles Halunken. Scheiß auf sie.

Hört euch den lauten und schlagenden verzögerten Widerhall der Waffe an, nachdem die Steine getroffen wurden. Erinnert dieses POAM! auch nur entfernt an den hochtönenden Knall im gefälschten Schreckensvideo?

Laut dem International Solidarity Movement wurde das Kind dreimal getroffen, davon zweimal, als er schon am Boden lag. Er wurde von rechts beschossen, aus einer Allee heraus. Hier sieht man die Geschossbahn.

Ihr habt gerade gesehen, wie Lapua die Betonsteine zum Teufel gejagt hat. Wo sind die Wunden dieses Kindes? Liegt der israelische Scharfschützt direkt neben ihm und schießt nach oben?

Ich könnte Fotos posten, wie Leute aussehen, nachdem sie von Hochleistungs-Scharfschützenkugeln getroffen wurden. Doch da dieses wertlose Propagandavideo so amateurhaft ist, ist es nicht nötig, euch Bilder geschundener Leichen aufzubürden. Hier ist Grünhemd von der anderen Seite.

Keine Wunden auf seinem Körper, nirgendwo. Das „Blut“ auf seinem Handgelenk hat keine Quelle. Hätte eine .338-Kugel sein Handgelenk getroffen, würde er nur mit einem zerfetzten Stumpen in die Kamera winken. Und lächelt die Frau im Hintergrund?

Nachdem Grünhemd „tot“ war, öffnete er die Augen.

Hoppla! Bemerkt ihr, wie ruhig alle sind? Das liegt daran, weil es innerhalb ein paar Kilometern um den Ort, wo sie ihr Clownvideo aufnahmen, keine Israelis gab. Und wisst ihr, warum das International Solidarity Movement uns niemals den Namen des Kindes verriet? Der Grund ist, dass die Israelis Aufzeichnungen über jeden Palästinenser unterhalten, der in den Kriegen mit Gaza stirbt. Würde Grünhemds Name veröffentlicht, hätten die Israelis uns informiert, dass er gar nicht tot ist und dass er ein Hamas-Kämpfer ist.

Aber das wissen wir bereits von seinem Bart, den nicht beschossenen Krankenwägen, den Knallfröschen, der grottenschlechten Schauspielerei, dem Fehlen von Einschusswunden und der Tube mit Kunstblut.

Wenn man lügt, weiß man, dass man die falsche Seite vertritt. Und was alle anderen betrifft: Glaubt nicht, was ihr im Internet seht und hört. Ihr mögt glauben, etwas müsse wahr sein, aber es kann trotzdem gefälscht sein.

Update

Das International Solidarity Movement hat einen Namen für die lebende Leiche veröffentlicht. Sie sagen, es habe zwei Tage gedauert, dieses Kind, mit dem sie einige Stunden verbracht haben, zu identifizieren. Da das International Solidarity Movement nach Gaza ging, um den Palästinensern zu „helfen“, wäre das erste gewesen, was Grünhemd getan hätte, sich vorzustellen. Die arabische Kultur erfordert extreme Gastfreundlichkeit gegenüber Fremden, insbesondere gegenüber jenen, die sagen, sie würden dir helfen. Sich nicht vorzustellen wäre respektlos. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie seinen Namen nicht kannten, ist null.

Sie brauchten zwei Tage, um einen Namen zu finden, der auf keiner israelischen Liste bekannter Hamas-Kämpfer ist.

Hier ist ihr Artikel, geschmückt mit einem Bildschirmfoto des Toten, der seinen Kopf über dem unbequemen Schutt hochhält.

Uns wird gesagt, es handele sich um Salem Khalil Salem Shammaly, 23 Jahre alt. Seine Schwester hat seinen unverletzten Körper erkannt – mit Kunstblut auf seinem Hintern –, einfach indem sie das Video auf YouTube sah. Die Fiktion geht weiter.

Dr. Mohammed Abu Arab hat beinahe keine Internetpräsenz. Trotzdem fand ich endlich einen Artikel auf Dänisch, der auf ihn Bezug nimmt. Er ist ein dänisch-palästinensischer Anästhesist, der während Operation Gegossenes Blei (27. Dezember 2008 bis 18. Januar 2009) nach Gaza ging. Dr. Arab sprach von dem Konflikt: „Es ist ein Massaker.“

Mohammed Abu Arab zögert nicht, die Verantwortung für die Toten und Verwundeten Israel zuzuschreiben. Die Tatsache, dass auch die Hamas Raketen auf israelische Zivilisten schießt, rechtfertigt seiner Meinung nach keine so gewaltsame Reaktion Israels.

„Es ist grausam, absolut schrecklich. Gewöhnliche Leute werden bombardiert. Frauen, Kinder, alte Menschen. Viele von ihnen in dieser Situation haben fast acht Stunden gebraucht, um ins Krankenhaus gebracht zu werden, und haben viel Blut verloren. Einige sterben unterwegs. Ich sehe es als Krieg. Es ist ein Massaker“, so der Anästhesist.

Israel muss aufhören

Mohammed Abu Arab befürchtet, dass die Zahl der Toten und Verletzten noch weiter zunimmt, wenn der Krieg weitergeht. Obwohl vor kurzem neue Vorräte in Gaza angekommen sind, braucht das Krankenhaus dringend einen Waffenstillstand.

„Wir brauchen Medikamente und haben noch immer mit vielen Stromausfällen zu kämpfen. Israel muss jetzt aufhören“, so Mohammed Abu Arab.

Nur damit ihr es wisst: Nach der Operation Gegossenes Blei veröffentlichten die Israelis die Namen aller getöteten Palästinenser. Es gab 1166 Tote, von denen 709 Hamas-Terroristen waren, 162 waren Männer ohne Verbindung zu einer Terrororganisation, und 295 waren Zivilisten.

Wie Dr. Arab sagte, es ist ein Krieg. Wenn Terroristen menschliche Schutzschilde verwenden, sich zivil kleiden, die Uniform des Feindes tragen, ihre Waffen unter Zivilisten aufstellen und während „humanitären“ Waffenstillständen Hinterhalte legen, ist das unausweichliche Ergebnis, dass Nichtkämpfer sterben.

Aber das Video des International Solidarity Movement ist trotzdem ein Schwindel von A bis Z. Es hätte besser folgende URL gehabt:

Update 2

Klickt hier für weitere definitive Beweise, dass Salem Khalil Salem Shammaly nicht getötet wurde. Er befand sich außerhalb des Schussfelds von der Allee aus, und die Sektion des Videos, die ihn auf dem Boden liegend zeigt, wurde zu einer anderen Tageszeit aufgenommen.

Update 3

Das endgültige Urteil über dieses gefälschte Video.

Ein Gedanke zu “Ein gefälschtes Schreckensvideo aus Gaza

  1. Das war mir sofort klar denn er fällt gleichzeitig mit dem „Schuss“.Ein Scharfschütze wäre dort aber sehr weit weg.Aber von sowas haben unsere Journalisten eben keine Ahnung oder sie wollen es nicht…

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