Gedankenverlorenes Territorium – USA beschweren sich, nicht über Laubhüttenbau-Rausch informiert worden zu sein

Preoccupied Territory, 8. Oktober 2014

Washington, 8. Oktober – Berater von US-Präsident Barack Obama drückten heute ihr Missfallen aus, weil sie nicht über Pläne informiert wurden während in jüdischen Gemeinden in der letzten Woche Zehntausende provisorischer Wohnhütten gebaut wurden, sowohl in Israel als auch in Gebieten, die die Palästinenser beanspruchen.

Die Hütten bestehen hauptsächlich aus Holzplatten oder Metallrahmen, die Segeltuchwände halten und Schilf oder Palmblätter als Dach haben. Satellitenbilder und Augenzeugenberichte machten die Obama-Administration auf die Welle neue Bautätigkeit aufmerksam, die alle innerhalb der Grenzen bestehender jüdischer Gemeinden in diesen umstrittenen Gebieten stattzufinden scheinen. Die Bauten dienen offenbar als zusätzliche Wohnfläche, da die Bewohner dieser Gemeinden beobachtet wurden, wie sie Tische, Stühle, Betten und sogar Teppiche in diese Buden brachten.

Die Administration ging nicht ganz so weit die Regierung Netanyahu wegen der Bautätigkeit aktiv zu rügen, das die Anstrengungen die Kennzeichen einer Graswurzel-Initiative hat und keine offiziell sanktionierter Großbau der Art ist, die die Offiziellen des Weißen Hauses in der Vergangenheit zur Weißglut brachte. Fakt ist, dass im Verlauf der letzten Woche Hunderttausende solcher Gebäude selbst innerhalb der Linien von vor 1967 hastig gebaut wurden, was darauf hinweist, dass die Initiative breite Unterstützung in der Bevölkerung erfährt. Die Berater Obamas übermittelten aber die Sorge es Präsidenten wegen jeder Art der Entwicklung von Land, auf das die Palästinenser Anspruch für ihren Staat erheben.

Ein weiterer Faktor, der zur verhaltenen Reaktion der Administration beitrug, ist, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass die israelischen Regierungsbehörden die Gebäude genehmigt haben. Das Hinzufügen dieser Buden – oder in vielen Fällen einfach das Abdecken eines bestehenden, ummauerten Innenhofs oder einer Terrasse mit Schilf- oder Blatt-Dächern – stellt fast mit Gewissheit eine Verletzung von Bebauungsplänen dar, wo immer es auftritt; das Weiße Haus bewertet die Sache so, dass die israelischen Behörden die Einwohner mit fast absoluter Sicherheit darüber informieren werden, dass sie verpflichtet sind die Gebäude wieder abzureißen.

„Wir hatten sogar in den USA ein paar Fälle ähnlicher Natur“, sagte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses unter der Bedingung nicht genannt zu werden. „Wir hatten Gruppen von Juden, manchmal ganze Gemeinden, die diese provisorischen Bauwerke errichteten, die eindeutig Bebauungspläne, Planungszuweisungen und andere städtischen Genehmigungen verletzten, die für die Errichtung solcher Einheiten notwendig sind. Menschen beschweren sich darüber, die Stadt oder Gemeinde gibt den Eignern ein paar Wochen Zeit sie abzubauen und sie kommen dem nach. Derzeit gehen wir nicht davon aus, dass derselbe Prozess drüben in der Westbank ausgelebt wird, obwohl ich mir vorstelle, dass sie einige Schwierigkeiten haben werden sofort jeden einzelnen Hauseigentümer zu benachrichtigen.“

„Das scheint sich außerdem immer in dieser Zeit des Jahres abzuspielen“, sinnierte der Beamte. „Ich frage mich, ob es eine Möglichkeit gibt, dieses Phänomen vorherzusagen.“

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