Obamas Krieg gegen Israel

Daniel Greenfield, FrontPageMag, 13. Februar 2014

Hätte die Außenpolitik der Linken dieser Tage ein Motto, dann lautete dieses: „Boykottiert Israel, nicht den Iran.“ Das zweierlei Maß, so verlogen, dass es abstoßen ist, ist auch das Motto von Obamas Außenpolitik, die wohlwollend mit der einen Hand das iranische Atomprogramm segnet, während sie mit der anderen– ebenfalls im Namen des Friedens – Israel Zugeständnisse an die Terroristen abwürgt.

Beide Friedenspläne laufen auf katastrophale Weise nach Plan.

Der Iran hat klar gemacht, dass er nichts abbauen wird und dass er mit der Entwicklung von ballistischen Raketen und Atomtechnologie weitr machen wird. Seine Militärkommandeure drohen damit die USA anzugreifen und prahlen, dass ihre Schiffe jetzt auf Amerikas Ozeanküsten zugreifen können.

Die palästinensische Autonomiebehörde hat die letzten Reste an Demokratie abgelegt, während ihre Führer das zehnte Jahr einer vierjährigen Amtszeit beginnen und seine gewählte Legislative zugunsten des PLO-Rats ausrangiert wurde. Statt einerr repräsentativen Regierung zu haben, ist die PA auf das zurückgefallen, was sie immer war: die PLO.

Ein Palästinenserstaat ist in das Hirngespinst eines Traums zurückgegangen, weil Wahlen eine weit entfernte Erinnerung geworden sind und die Hamas weiter den Gazastreifen hält, womit der PLO-Mafia die Westbank bleibt, um ihr Monopol auf Zigaretten und weitere Konsumgüter zu behalten, während sie westliche Hilfsgelder an ihre Terrormilizen austeilt.

Je mehr Kerry Israel unter Druck setzt, desto kriegerischer sind die PLO-Führer geworden. Offizielle der Fatah haben Kerry beschuldigt zu drohen Abbas zu vergiften, den derzeitigen Präsidenten auf Lebenszeit der palästinensischen Autonomiebehörde. Die Anschuldigung ist lächerlich, aber die PLO fühlt sich wie der Iran von amerikanischer Schwäche ermutigt. Je softer amerikanische Macht wird, desto härter schlagen seine Feinde zu.

Obama Inc. hat sein Augenmerk jedoch nur auf Israel gerichtet. Seine Offiiellen und sein Medienapparat in New York und Washington haben sich entschieden Israels Premierminister persönlich für jede Kritik an Kerry und Obama haftbar zu machen – nicht nur für die israelischer Juden, sondern auch die von amerikanischen Juden.

Ein offizieller Vertreter von Obama Inc. sagte, Obama und Kerry seien verstört über „jüdischen Aktivismus im Kongress“ und dass die Administration Israel von ihrem Missfallen wegen „Kritik an ihnen durch amerikanische Juden“ informiert habe. Netanyahu für die Kommentare amerikanisch-jüdischer Leiter verantwortlich zu machen, ist einen üble Alinsky-Taktik, mit der Obama Israel als Geisel nimmt, um innenpolitische jüdische Kritik zum Schweigen zu bringen. „Halt’s Maul oder Israel kriegt Zunder.“

Die ständige Überwachung und Unterdrückung israelischer Kritik war derart überzeugend, dass Kerrys Betreuerin, Jen Psaki, eine Comedy-Video verurteilte, das sich über dessen desaströse Diplomatie lustig machte, die von einer politischen israelischen Gruppe veröffentlicht wurde, die Erwartungen diskutierte, dass israelische Führungspolitiker Kritik an Kerry an die Leine legen würde.

Psaki beschrieb Kritik an Kerry als „keinen Angriff auf ihn, sondern einen Angriff auf den Prozess. Und natürlich finden wir diese Art Rhetorik inakzeptabel.“ John Forbes, Kerry ist zur lebenden Verkörperung von Frieden geworden. Der Friedensprozess, ob nun im Iran oder in Israel, ist auf Frieden reduzierbar geworden. Dagegen zu sein bedeutet gegen Frieden zu sein und Krieg zu unterstützen. Und Kerry ist auf den Prozess und daher auf Frieden reduzierbar geworden. Ludwig XIV. hatte nur beansprucht der Staat zu sein. Kerry beansprucht Frieden zu verkörpern.

Derweil gibt Kerry schwach versteckte Drohungen über internationale Boykotte und Intifadas an Israel ab, während der Jerusalem der PLO verspricht.

Das Fehlen von Alternativen ist Thema beider Friedenspläne. Sanktionen gegen den Iran bedeuten Krieg, behauptet Obama. Keinen Deal zu erzielen, der den Iran sein Atomprogramm behalten lässt, bedeutet Krieg. Und so bleibt auf wahrhaft chamberlainische Weise die einzige Alternative zu Krieg jedes Angebot zu akzeptieren, das der Feind macht.

Die Bereitschaft jeglichen Deal zu akzeptieren ist die traditionelle Verhandlungshaltung der Verlierer eines Krieges, doch wenn jede Alternative zu einem Friedenshandel als inakzeptabel betrachtet wird, kommen die Friedensverhandler als Verlierer eines Krieges an den Verhandlungstisch, der nicht ausgefochten wurde, weil sie bereits kapituliert haben, ohne das aber so zu nennen.

Als der Senat versuchte ein wenig parteiübergreifenden Druck auf den Iran auszuüben, begann Chris Hayes von MSCNBC die risiege jüdische Kriegsverschwörung brandmarken und die Linke der bereits linkslastigen Medien kreischte, wir würden von den zionistischen Kriegstreibern in einen Krieg gestürzt. Dieselben Medienorgane, die Israel-Boykotten Gehör verschaffen, skandieren in wütendem Einklang, jeder Boykott des Iran sei ein Kriegsakt.

Jeder gute Progressive in Obama Inc. und seinem Medienkorps weiß, dass der Iran – der Amerikaner als Geiseln nahm und hunderte Amerikaner ermordete – Opfer amerikanischer Außenpolitik ist, während Israel, das für einen niemals kommenden Frieden in nicht zu verteidigendes, zerbröckelte Territorium aufgeteilt werden soll, deren Nutznießer ist. Die terroristischen Friedensprozesse funktionieren nicht, aber das sollten sie auch nie.

Der Friedensprozess mit der palästinensischen Autonomiebehörde hat immer versagt, weil er immer versagen sollte. Frieden war die Große Lüge, nach der Israel immer streben sollte; es kam aber nie nahe genug, um ihn zu erreichen, zerschnitt sich mit den blutigen Messern der Unterhändler in der Hoffnung in Stücke, dass es der Welt seine Moral beweisen könne. Es stirbt dafür, dass man ihm erlaubt zu leben. Der Deal mit dem Iran ist mehr davon.

Vielleicht gibt es in Obamas Blut genug Farbe, dass er wirklich einen Welt ohne Atomwaffen haben will, aber wenn die USA ihre atomaren Fähigkeiten behalten soll, dann hält er es wie Oppenheimer und die übrigen Wissenschaftler, die der UdSSR halfen die Bombe im Namen des Weltfriedens zu bekommen: Für den Weltfrieden will er, dass der Iran die Bombe hat.

Premierminister Netanyahu glaubte, er könnte in der Lage sein den einen Friedensprozess für einen anderen einzutauschen, aber ist nie in der Lage gewesen im Tausch für Zugeständnisse an Terroristen Sanktionen gegen den Iran zu bekommen. Stattdessen hat er das schlimmste Schnäppchen gemacht, indem er seinen selbst verursachten Faustschlag ins Gesicht gegen einen Tritt des Feindes in die Zähne tauschte. Im Namen des Friedens hat es für Israel einmal mehr mit dem Schlimmsten aus beiden Welten geendet.

Obamas doppelter Friedensprozess hat dieselbe Agenda. Beide sollen Israel vernichten. Wenn die PLO den Job nicht ohne unregelmäßigen Terrorismus und Verhandlungen erledigen kann, wird es vielleicht ein nuklearer Iran tun. Das Ziel ist es genug Bedrohungen für Israel zu schaffen, dass es entweder aufhört ein lebensfähiger Staat zu sein oder einfach aufhört zu existieren.

Die Vernichtung Israels entsteht auf natürliche Weise aus der Vernichtung der amerikanischen Macht. Israel muss zu Fall gebracht werden, genauso wie Mubarak zu Fall gebracht wurde, so wie die USA militärisch zu Fall gebracht wurden, damit die Erniedrigungen der muslimischen Welt geheilt werden können. Die Vereinigten Staaten mussten in Afghanistan und dem Irak verlieren, sie mussten ihre Verbündeten im Nahen Osten zerstören, damit die Muslime sich gut fühlen konnten, dass sie endlich die USA besiegt haben.