Kommentar: Den Hass schüren also die Juden…

…und nur die Juden – ARD-tagesschau um 17 Uhr: Immer wieder versuchen extremistische Juden auf den Tempelberg zu gelangen. Das schürt Hass.

Geht es noch falscher? Haben die Knallchargen von den Medien wirklich nichts von der Hetze gegen Israel und die Juden gehört, die tagtäglich seit 22 Jahren von der PA betrieben wird? Von der Erziehung zum Hass und zum (Juden-) Mord, von den kolportierten Vorbildern (Terroristen!)? Vom Jubel über jeden Anschlag, der jüdisches Blut fordert?

Wer das ignoriert und behauptet, der Hass werde davon geschürt, dass Juden ihre Rechte am Tempelberg wahrnehmen wollen, hat von der Situation entweder nichts verstanden (ist zu blöde um sich zu informieren; zu dumm, um sich die Fakten anzusehen) oder er ist ein boshafter Lügner, der bewusst verschweigt, was wirklich los ist.

Ich unterstelle unseren Medien inzwischen das Zweite. Sie sind einfach zu beständig in ihrer Einseitigkeit, ihren Unwahrheiten, Halbwahrheiten und ihrer Desinformation. Und vor allem: Wenn am diese Leute auf ihre schiefe, unsachliche, Fakten widersprechende Sichtweise hinweist, werden sie böse. Das zeigt, dass sie nicht bereit sind sich den Tatsachen zu stellen, sich mit ihnen zu beschäftigen und sie zu berücksichtigen. Das ist mit Dummheit kaum erklärbar. Es ist gewollt. Die Juden müssen verantwortlich sein, die Araber die Opfer (die auch noch nichts dafür können, dass sie morden!).

Unsere Medien sind Teil der antisemitischen Propaganda. Daran gibt es nichts (mehr) zu rütteln.

28 Gedanken zu “Kommentar: Den Hass schüren also die Juden…

  1. Klasse Kommentar, Heplev, dem ist nichts mehr hinzuzufügen!!!

    Du sprichst mir, wie so oft aus der Seele!

      • PA-Fernsehprogramm ansehen; PA-Medien lesen; PA-Moscheen besuchen und zuhören; PA-Umfragen ansehen – dann weiß man, wo Hass verbreitet wird. Programmatisch und in voller Breite.

            • Ok, und wo gibt es dann auf deiner HP Israelkritik?(hilfreich wäre ein Link) Ich vermisse eine differenzierte Berichterstattung.Und was ist eine Knallcharge?

              • Was Knallchargen sind, kannst du dir in der entsprechenden Rubrik ansehen.
                Und das, was gemeinhin „Israelkritik“ genannt wird, wirst du hier nicht finden, weil es keine Kritik ist, sondern Hetze.

              • Na gut, dann frage ich anders: Was findest du an der israelischen Politik in Bezug auf den Nahostkonflikt problematisch? Und bist du gänzlich gegen einen weltweit anerkannten palästinensischen Staat?

              • Es ist unerheblich, was ich an der israelischen Politik problematisch finde.
                Ein Palästinenserstaat unter den derzeitigen Umständen (Abbas/Fatha/PLO, Hamas, Islamischer Jihad usw.) ist nicht hinnehmbar. Erst, wenn die so genannten Palästinenser der Gewalt abschwören und Israel als jüdischen Staat neben ihrem Staat anzuerkennen bereit sind, kann es einen Staat für die Araber zwischen Jordan und Mittelmeer geben. Alles andere wäre der Tod des möglichen Friedens und die Stärkung und Ermutigung derer, die Israel vernichten wollen. (Mal abgesehen davon, dass sie damit wieder ein Mittel mehr erhalten, um ihr Vernichtungsziel zu erreichen.)

              • Auch wenn es für dich unerheblich erscheint, würde mich interessieren, was du an der israelischen Politik in Bezug auf den Nahostkonflikt problematisch findest.

              • @heplev: Israelkritik ist also zwangsläufig Israelhetze, aber Islamkritik – und mag sie noch so pauschalisierend und stereotyp sein – ist wohl nie Islamhetze, gell? Das Schwarz-Weiß-Denken lässt grüßen. Soviel zu dumm und ignorant.

              • Der „Rabbiner“ meinte kürzlich, im ‚Tagesspiegel‘ erklären zu müssen, „die neuen Juden sind die Muslime.“ Wer eine solche Verharmlosung dessen, was Juden in Deutschland und durch Deutschland und dessen Verbündete schon auszustehen hatten, bevor die „Endlösung“ durch industriellen Mord beschlossen wurde, betreibt, hat sich für jede weitere Diskussion disqualifiziert. Ihn wohlwollend zu erwähnen, zeugt nicht eben von Ahnung.

          • Nein, die Palestinenser, wie ich sie kenne, sind genauso gut oder so schlecht, wie jede andere Volksgruppierung. Es sind die fanatisch eingestellten Politiker, die aus dem Elend noch Profit machen. Lies einmal im Koran, was sie über Juden und Christen denken.

            • Ach, etwa das mit dem erschlagen der Ungläubigen?
              Ich habe nirgendwo behauptet, dass die Araber besser oder schlechter wären als andere. Aber dass ihre Führung gezielt den Hass schürt und schüren lässt, ist nicht zu bestreiten – das ist dort „Staats“-Raison. Dass Israel das nicht tut, ist ebenfalls nicht zu bestreiten.
              „Diskussion“ beendet.

            • Ich finde den Rückschluss auf den Koran deplatziert. Einerseits weil ich (wie die meisten Menschen in Europa) von der Exegese von religiösen Offenbarungsschriften keine Ahnung habe (was soll ich folglich aus einer übersetzten Koranausgabe im Allgemeinen und über den Nahostkonfikt im Besonderen herauslesen können?); andererseits weil wir auch bei jeder Untat eines Juden auf die Tora und bei jeder Untat eines Christen auf das Evangelium verweisen könnten. Und der Koran ist doch weder eine hinreichende noch notwendige Ursache für den Nahostkonflikt. Abgesehen davon: Wie erklärst du die vielen Widersprüche innerhalb der einzelnen Offenbarungsschriften. Religion interessiert mich in Bezug auf den Nahostkonflikt höchtens peripher. Und seit wann sind Juden und Christen Ungläubige.? Laut Muslimen sind sie Andersgläubige.

              @heplev: Wie soll die Regierung diesen „klaren Sieg über die Terroristen“ denn erzielen?

              • Immer schön neue Nebenkriegsschauplätze eröffnen?
                Wer die Religion ausklammert, hat vom Nahen Osten nun wirklich nichts verstanden und sollte den Mund halten. Wer behautpet, dass Muslime Andersgläubige „Andersgläubige“ nennen und nicht „Ungläubige“, ist dumm oder zu ignorant. Such’s dir aus.
                Und weder mit Dummen noch mit Ignoranten werde ich weiter kommunizieren.

              • Dies gilt entsprechend auch für die Analyse des islamistischen Terrorismus
                und seines sympathisierenden Umfelds. Dass religiöse Legitimationsmuster
                hierbei eine entscheidende Rolle spielen, ist wiederum offenkundig. Dazu zählen die Abwertung der „Ungläubigen“ im islamistischen Schrifttum, militante Vorstellungen vom Dschihad und die Verklärung des „Märtyrertums“, untermalt mit von Macho-Phantasien diktierten Paradieseserwartungen. Für all dies gibt es Anhaltspunkte in Koran und Sunna, die in der Rezeption dschihadistischer Bewegungen radikalisiert werden (Heine 2003). Eine angemessene Beschreibung des islamistischen Terrorismus und seines Umfelds kann sich aber nicht darauf beschränken, einschlägige Zitate aus den Quellen des Islam zusammenzustellen, sondern muss auch die politischen und sozialen Bedingungen in islamisch geprägten Ländern in das Gesamtbild mit einbeziehen. Dazu zählen die Enttäuschungen nach dem Scheitern diverser ökonomischer Entwicklungsstrategien, der Eindruck einer doppelzüngigen Politik westlicher Staaten im Nahen Osten, die Perspektivlosigkeit großer Teile der Jugend, Gefühle kultureller Demütigung durch einen übermächtigen Westen, dessen Dominanz mit den eigenen Ansprüchen auf religiös-moralische Überlegenheit kontrastiert (Steinberg 2003). Das Internet sorgt dafür, dass antiwestliche und antisemitische islamistische Botschaften
                auch in der muslimischen Diaspora in Europa Verbreitung finden
                (Mekhenet u.a. 2006: 156ff.).

    • Lassen wir mal John Kerry, wahrlich nicht verrufen als Lautsprecher des zionistischen Regimes, diese Frage beantworten:

      „I call on the Palestinian leadership at every single level to condemn this in the most powerful terms. This violence has no place anywhere [..], and to have this kind of act, which is a pure result of incitement, of calls for days of rage, of just an irresponsibility, it is unacceptable.

      So, the Palestinian leadership must condemn this, and they must begin to take serious steps to restrain any kind of incitement that comes from their language, from other people’s language, and exhibit the kind of leadership that is necessary to put this region on a different path.“

      (http://translations.state.gov/st/english/texttrans/2014/11/20141118310997.html)

      Davon hat man aber in deutschen Medien vermutlich wenig hören, sehen oder lesen können … Sie pflegen halt ganz eigene Vorstellungen …

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