Wie die UNO und verschiedene Westler unbezahlte Ratgeber für genozidale palästinensische Mord-Befürworter wurden

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Ein wenig publizierter Aspekt der Operation Fels in der Brandung vom letzten Sommer war, dass die UNO zusammen mit einer Vielzahl prominenter Westler in der Tat – auch wenn das öffentlich nicht so anerkannt wird – als unbezahlte Ratgeber der Völkermord befürwortenden Terroristen der Hamas fungierten.

Bevor dieses Thema genauer analysiert werden kann, sollte man die Meinungen führender Fachleute zum Feldzug Fels in der Brandung zusammenfassen. General Martin Dempsey, der US-Generalstabschef, hat erklärt, dass die Israelischen Verteidigungskräfte „außergewöhnlich viel unternommen haben, um in ihrem Krieg gegen die Hamas Kollateralschäden und zivile Opfer zu vermeiden“. Die US Army hat deshalb eine Delegation zur IDF geschickt, „um die Lektionen aus dieser speziellen Operation im Gazastreifen zu lernen“. Dempsey merkte zudem an, dass Israel in einem Konflikt wie Operation Fels in der Brandung an einem Standard gemessen wird, der an seinen Feind nicht angelegt wird.1

Oberst Richard Kemp, ehemaliger Kommandeur der britischen Streitkräfte in Afghanistan, sagte in Bezug auf die israelische Armee: „Die IDF hat die umfassendsten und aufwändigsten Maßnahmen entwickelt, um zivile Opfer bei Angriffen gegen legitime militärische Ziele zu minimieren.“2

Kemp hat außerdem erklärt, dass im weltweiten Durchschnitt der Kriegsführung das Verhältnis der für jeden getöteten Kombattanten vier Zivilisten beträgt. Während Fels in der Brandung wurde trotz des Gebrauchs von menschlichen Schutzschilden durch die Hamas und ihre Nutzung von Wohngebieten für Beschuss und Raketenabschuss durchschnittlich ein Zivilist pro Kombattant getötet. Kemp formulierte: „Keine Armee der Welt agiert mit so viel Umsicht und größerer Sorgfalt wie die IDF, um Schäden zu minimieren. Die USA und Großbritannien sind vorsichtig, aber nicht so vorsichtig wie Israel.“3

Auf Grundlage einer Untersuchung von 40% der palästinensischen Toten des Feldzugs kam das Meir Amit Intelligence and Terrorist Information Center zu dem Schluss, dass im Gazastreifen 49% von ihnen Terroristen und 51% Zivilisten waren.4

Die Hamas-Charta erklärt ausdrücklich, dass die Bewegung alle Juden ausrotten will, weil das Allah gefällt.5 Palestinian Media Watch hat erwähnt, dass das Hamas-Fernsehen den Sommer über ähnliche Äußerungen ausstrahlte. Eine davon kam von Ismail Haniyeh, Führer der Hamas im Gazastreifen, der sagte: „Wir lieben den Tod wie unsere Feinde das Leben lieben! Wir lieben das Märtyrertum, die Art, wie [Hamas-] Führer starben!“6

Es ist dieser morbide Hintergrund der Liebe zum Tod, vor dem die Hamas versuchte so viele palästinensische Zivilisten wie möglich töten zu lassen, damit Westler Israel verurteilen würden. Die Hamas wusste: Je mehr zivile Opfer es in der palästinensischen Bevölkerung geben würde, desto mehr Verurteilungen würde Israel aus dem Westen erfahren. Mit der Verurteilung Israels ermutigten also Westler die Hamas, noch mehr palästinensisch Zivilisten israelischem Feuer auszusetzen, auch Kinder.

Hier können nur ein paar wenige Beispiele der de facto unbezahlten Berater der Hamas unter vielen angeführt werden. Eine Kategorie sind die Vereinten Nationen und einige der ihnen angegliederten Organisationen. Die Weltgesundheitsorganisation der UNO verurteilte Israel dafür, dass es zivile Bevölkerung ins Visier nahm. Sie ging sogar noch weiter, indem sie Israel für alle zivilen Opfer im Gazastreifen verantwortlich machte und die Tatsache ignorierte, dass eine Reihe getöteter palästinensischer Zivilisten, einschließlich neun Kindern in einem Flüchtlingslager in Gaza Stadt, in Wirklichkeit durch fehlgeschossene Raketen und Mörsergranaten der Hamas getötet wurden.7 Sollte die Hamas jemals einen „Hamas-Preis für die Liebe zum Tod“ schaffen, würde die WHO – so scheint es – ganz oben auf der Liste der Anwärter stehen.

Ein weiterer unbezahlter Berater war der UNO-Sicherheitsrat (UNSC). Der Vorsitzende des UNSC veröffentlichte eine Erklärung im Namen des gesamten Rats. Mit dieser wurde israelisches Handeln im Gazastreifen und der Verlust an zivilem Leben verurteilt. Man forderte außerdem eine Verstärkung der humanitären Hilfe für den Gazastreifen wegen dessen „bedenklichen humanitären Erfordernissen“. In der Erklärung des UNSC wurden die Nutzung der menschlichen Schutzschilde durch die Hamas, ihr Gebrauch von Wohngebieten als Deckung und dass sie gezielt israelische Zivilisten angriff ignoriert.8 Die Erklärung war ein weiteres Mittel die Hamas indirekt zu beraten die Zahl der zivilen Opfer zu erhöhen.

Eine zweite Kategorie unbezahlter Berater der Hamas sind die sogenannten „humanitären“ NGOs. In einem Artikel mit der Überschrift „Rechtswidrige israelische Luftangriffe töten Zivilisten“ argumentiert Human Rights Watch (HRW), dass israelische Luftangriffe gegen nicht militärische Hamas-Infrastruktur Kriegsverbrechen seien. Nach Angaben von HRW „hat Israel fälschlich behauptet, grundsätzlich seien zivile Mitglieder der Hamas oder anderer politischen Gruppen ‚Terroristen‘ und daher zulässige militärische Ziele und hat auf dieser Grundlage früher schon hunderte rechtswidrige Angriffe durchgeführt“9 Nach Angaben der USA und der EU ist aber die gesamte Hamas eine Terrororganisation, nicht nur ihr militärischer Arm.10

Eine dritte Kategorie unbezahlter Berater der Völkermord propagierenden Hamas sind verschiedene westliche Politiker. Das vielleicht beste Beispiel ist der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer. Er muss die Hamas recht glücklich gemacht haben, als er im August auf dem Europäischen Forum Alpbach sagte, Israel handle mit seinem Militär in einer Art, dass die Zahl der Toten beträchtlich ist, wenn nicht gar extrem unverhältnismäßig.11 Fischer sagte nichts darüber, dass die Hamas menschliche Schutzschilde nutzt, aus Wohngebieten schießt und ein aufwändiges Tunnelnetzwerk grub, das dazu genutzt werden sollte so viele israelische Zivilisten wie möglich zu töten.

Als Fischer 2008 Yad Vashem besuchte, schrieb er ins Gästebuch: „Von hier nehmen wir die Botschaft mit, dass wir an der Erziehung der jungen Generation zur Wahrung der Menschenrechte, der Würde des Menschen und zum gegenseitigen Respekt arbeiten müssen. In diesem Geist müssen wir auch alle Menschen dazu ermutigen gegen Rassismus und Antisemitismus in jeder Form einzustehen.“ Ein Präsident Österreichs, wo der Nationalsozialismus blühte, erzieht allerdings niemanden, indem er die Islamo-Nazis der Hamas indirekt unterstützt.12

Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter und die ehemalige Menschenrechtskommissarin und Präsidentin von Irland, Mary Robinson, fallen in eine ganz andere Kategorie. Sie unterstützen offen die Interessen der Hamas. In einem Artikel in Foreign Policy erklärten sie, dass der Konflikt über die Aufhebung der israelischen Blockade des Gazastreifens und die Anerkennung der Hamas als legitimen Partner in der Fatah-Hamas-Einheitsregierung durch Israel zu lösen ist.13

Kurz gesagt: Die Politik der Hamas, die palästinensische Bevölkerung durch Schießen aus Wohngebieten zu exponieren, Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu benutzen und damit die Zahl der Toten beim eigenen Volk zu erhöhen, hat ihr bei der UNO und Teilen der westlichen Welt Bonuspunkte eingebracht. Darüber hinaus werden die Kosten der Reparatur der im Gazastreifen verursachten Schäden von anderen bezahlt.14

Mit all diesen kostenlosen Beratern und der Bereitschaft diverser Länder die Rechnung für die Schäden zu bezahlen, hat sich die offizielle Hamas-Politik der Liebe zum Tod recht gut bezahlt gemacht. Eine Völkermord propagierende Organisation kann dieser Tage ein ziemlich gutes Image haben. Das gilt insbesondere, wenn es sich um eine palästinensische Organisation handelt.

Dr. Manfred Gerstenfeld war von 2000 – 2012 Vorsitzender des Jerusalem Center of Public Affairs. Er seinem kommenden Buch „The War of a Million Cuts“ analysiert er, wie Israel und die Juden delegitimiert werden und wie sie dagegen kämpfen sollten.
Jamie Berk ist ein Wissenschaftler, der an seinem Master of Arts in Politikwissenschaften an der Hebräischen Universität arbeitet.

 

1 Michael Wilner: Washington sent ‘lessons learned‘ team to model Operation Protective Edge. The Jerusalem Pot, 9. November 2014.
2 Richard Kemp: Gaza’s Civilian Casualties: The Truth is very Different. Gatestone Institue, 3. August 2014.
3 Lahav Harkov: Former British commander in Afghanistan: No army acts with as much discretion as IDF does. The Jerusalem Post, 4. September 2014.
4 Examination of the names of Palestinians killed in Operation Protective Edge- part five. The Meir Amit Intelligence and Terrorist Information Center, 22. September 2014.
5 Hamas Covenant 1988. Yale Law School, 18. August 1988.
6 www.palwatch.org/
7 Joshua Levitt: Italian Journalist Defies Hamas: ‘Out of Gaza Far From Hamas Retaliation: Misfired Rocket Killed Children in Shati’. The Algemeiner, 30. Juli 2014.
8 Statement by the President of the Security Council. United Nations Security Council, 28. Juli 2014.
9 Israel/Palestine: Unlawful Israeli Airstrikes Kill Civilians. Human Rights Watch, 16. Juli 2014.
10 US-Außenministerium: Foreign Terrorist Organizations. Anton La Guardia: Hamas is added to EU’s Blacklist of Terror. The Telegraph, 12.September 2003.
11 Bundespräsident Heinz Fischer beim Europäischen Forum Alpbach: “Nicht jede Kritik an Israel ist Antisemitismus.“
12 Yad Vashem: Visit of Austrian President Heinz Fischer at Yad Vashem.
13 Jimmy Carter/Mary Robinson: How to Fix it. Foreign Policy, 4. August 2014.
14 Bruce Maddy-Weitzmann: Reconstructing Gaza. Moshe Dayan Center, 17. Novembe 2014.