Der heutige Konflikt ist ein religiöser

Boaz Bismuth, Israel HaYom, 19. November 2014

„Iraelische Polizei erschoss zwei Palästinenser in Synagoge“, berichtete die Internetseite des Daily Telegraph aus Großbritannien am Dienstag. CNN zählte gleichzeitig „zwei tote Palästinenser“ zu den Opfern. Der CNN-Korrespondent wachte anscheinend auf der linken Seite des Betts auf und präsentierte den Vorfall als „einen Angriff auf eine Moschee“. Es brauchte eine Weile, bis der Sender den Fehler behob und sich entschuldigte. Man fragt sich, war Freud zu all dem gesagt hätte.

Der quälende Vorfall in Jerusalems Viertel Har Nof vom Dienstag war kein gewöhnlicher Terroranschlag. Man sieht nicht oft Bilder von in Blut getränkten Talliot und Leichen der Opfer, die noch die Tefillin um die Arme gewickelt haben – selbst im jüdischen Staat, der so viele Terroranschläge erlebt hat. Und vielleicht wählte deshalb die französische Zeitung Le Monde, die uns normalerweise keine Kritik erspart, die folgende Schlagzeile: „Massaker in Jerusalemer Synagoge“.

Die internationale Presse erfuhr, dass nicht nur Terroristen des Islamischen Staats Massaker anrichten, sondern dass palästinensische Terroristen ebenfalls in der Kunst des Messerschwingens recht versiert sind. Vielleicht werden sie es diesmal auch drucken. Die Experten rund um den Globus erklärten jedoch, dass die Bautätigkeit in den Siedlungen hinter der jüngsten Eskalation der Feindseligkeiten in Jerusalem steckt. Mit anderen Worten: Die Welt glaubt immer noch, das Problem zwischen Israel und den Palästinensern sei ein territoriales. Wenn das doch nur der Fall wäre, hätte der Konflikt schon vor langer Zeit gelöst werden können.

Man muss ein für allem Male begreifen, dass der Konflikt religiöser Natur ist. Wie Yassir Arafat im Jahr 2000 hat sein Nachfolger Mahmud Abbas den religiösen Aspekt des Konflikts hervorgehoben. Nacht ist der PA-Präsident Pyromane, morgens ist er Feuerwehrmann.

Beispiele gefällig? Abbas lehnt es immer noch beharrlich ab den jüdischen Charakter Israels anzuerkennen. Warum sollten Juden einen Staat haben? Darüber hinaus hetzt er aus seinem Haus in Ramallah gegen die Juden. Er wurde zitiert, dass er während einer Kundgebung von Fatah-Unterstützern sagte: „Was wir auf jede mögliche Weise verhindern müssen, ist dass sie (die Siedler) unsere Moschee betreten und besudeln.“

Abbas meint natürlich den Haram al-Scharif (das Tempelberg-Gelände in Jerusalem), wo Juden beten wollen. Aus seiner Sicht ist das Gelände eine heilige muslimische Stätte, die die Juden zufällig als solche anerkennen (bewiesen durch die für die Aufsicht durch die jordanische Waqf). Die Palästinenser aber haben die Tendenz die Tatsache zu ignorieren, dass 967 vor unsere Zeitrechnung König Salomo den ersten Tempel an genau dieser Stelle errichtete. Die Palästinenser haben sich noch nie damit hervor getan, dass sie etwas über die Geschichte des Lands Israel lernten.

Und die Welt? Sie ist offensichtlich damit beschäftigt die Demografie daheim zu verändern, zudem mit der Schuld wegen ihrer nicht so lange zurückliegenden Vergangenheit, was zu etwas Verwirrung zur Chronologie führt, außerdem zu dem Glauben, der Tempelberg sei erste seit 1967 „in unserer Hand“.

So wie Maimonides vorschrieb, dass einem Juden erlaubt ist ein jüdisches Gebet in einer Moschee zu sprechen; so, wie israelische Regierungen die Heiligkeit des Ortes für die Muslime anerkannt haben – weil nach dem Islam der Prophet Mohammed von dort in den Himmel auffuhr – würde es der Palästinenserführung nicht schaden den jüdischen Glauben und ihre Geschichte zu respektieren und zu begreifen, dass eine Synagoge, nicht nur eine Moschee, ein heiliger Ort ist.

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