Kommentar zu Psalm 83

Pastor Benjie, Texas (indirekt vom Autor)

Antiisraelische Stimmungen interpretiere ich wegen ihrer hirnlosen, moralischen Blindheit als grundsätzlich antisemitisch; sie nehmen in Europa und weltweit zu. Moralische Blindheit? Wenn Sie sehen, dass jemand die eigenen Kinder als Schutzschild gegen Raketen moralisch damit gleichsetzen Raketen zu nutzen, um die eigenen Kinder zu schützen, dann sind Sie moralisch blind, taub, dumm und bankrott. Und dieser Antisemitismus erreichte mit dem Urteil des Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) auf einen neuen Tiefpunkt; das Gericht stimmte damit für die Unterstützung der Terrororganisation Hamas.

Heute Morgen las ich Psalm 83 (1-5), den ich angesichts der aktuellen Ereignisse sehr interessant finde (Übersetzung: Gute Nachricht Bibel):

[Ein Lied Asafs.]

Gott, schweig nicht länger!

Schau nicht so stumm und tatenlos zu!

Sieh doch, wie deine Feinde toben,

wie hoch sie den Kopf tragen,

alle, die dich hassen!

Sie haben sich gegen dein Volk verschworen.

Heimtückisch schmieden sie Pläne gegen uns,

die wir unter deinem Schutz stehen.

»Auf«, sagen sie, »wir löschen Israel aus!

Dieses Volk muss verschwinden

und sein Name muss vergessen werden!«

Ich finde es sehr interessant, dass die Bibel Israels Feinde als die Feinde Gottes betrachtet und Seinem Urteil unterliegen. Tatsächlich offenbart ihre Haltung gegenüber Israel die Haltung ihrer Herzen gegenüber Gott. Ich glaube, dass das in der Geschichte sehr offensichtlich ist (siehe Hitler und die radikalen Islamisten).

Sie könnten sagen: „Das moderne Israel ist aber nicht das Israel der Bibel! Darauf ist sie nicht anwendbar.“ Aus Verweisen des Alten Testaments, besonders in Hesekiel, soll Gottes Israel neu gebildet und in der Endzeit vorhanden sein. Und sie sind immer noch die, die „unter Seinem Schutz stehen“ (V. 4) Nun, die Nachkommen Israels (Jakobs) sind zurück, am selben Ort, mit derselben Sprache, beanspruchen dieselbe Blutlinie, nutzen denselben Nationennamen und viele haben denselben Gott. Sie beanspruchen Israel zu sein. Vielleicht halten sie uns zum Narren und in Wirklichkeit ist es Simbabwe. Aber wahrscheinlicher ist, das diejenigen, die behaupten das moderne Israel sei nicht die in den immer noch herausragenden biblischen Prophetien beschriebene Nation ist, eine ganze Menge erklären müssen.

Wie Vers 5 oben deutlich sagt, werden Gottes Feinde versuchen die Nation Israel zu vernichten, eine Nation, die Gott kostbar ist. Nun, sie versuchen es. Aber Gott wird Israel schützen. Und Er wird sich mit seinen Feinden befassen.

Das Ende von Psalm 83 erzählt, wie der HERR Israel – und sein Überleben – als Mittel zu gebrauchen gedenkt die Nationen zu sich zu ziehen (V. 17-19):

Treib ihnen die Schamröte ins Gesicht,

damit sie anfangen, nach dir, HERR, zu fragen!

Bringe für immer Schmach und Schrecken über sie

und lass sie in ihrer Schande zugrunde gehen!

Sie sollen erkennen:

Du, HERR, unser Gott,

du allein bist der Höchste in aller Welt!

Einige tun Buße, wenn sie das Licht sehen. Andere, wenn sie den Druck verspüren. Der HErr akzeptiert beides, aber Letzteres ist nicht so angenehm.

Ich persönlich finde es moralisch extrem verwerflich, dass so viele Menschen, die sich selbst als hochgesinnt betrachten, die Wasserträger der bösartigsten Leute auf der Erde sind. Und sie sind dabei selbstgerecht. Es wird für sie nicht gut enden. Und in der Zwischenzeit wird eine Nation, die in erster Linie in Ruhe gelassen werden will, tagtäglich angegriffen.

„Betet für den Frieden Jerusalems! Es möge wohlgehen denen, die dich lieben!“ Psalm (122,6)

Benjie

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Ein Gedanke zu “Kommentar zu Psalm 83

  1. Zitat: „Ich finde es sehr interessant, dass die Bibel Israels Feinde als die Feinde Gottes betrachtet und Seinem Urteil unterliegen. Tatsächlich offenbart ihre Haltung gegenüber Israel die Haltung ihrer Herzen gegenüber Gott.“
    Hierzu möchte ich Folgendes sagen: Judenhass hat die Menschheit schon seit Jahrtausenden begleitet, Judenhass ist irrational und den Menschen meist völlig unerklärlich, sie versuchen es dann über Israels Politik oder über „Palästinenser“ oder sonstige Ersatzerklärungen herzuleiten, um verstehen zu können, warum sie so hilflos antisemitisch sind.
    Judenhass wirkt wie eine kollektive Geisteskrankheit, der sich die Menschen nicht erwehren können. Warum ist das so? Pastor Benjie spricht es an. Sie wollen von G’tt in Ruhe gelassen werden, wollen hier ihr eigenes Ding durchziehen, ohne Einmischung. Die ständige Präsenz von G’ttes eigenem Volk macht sie da wahnsinnig. G’ttes Volk gehört bekämpft und überall vertrieben, selbst aus seinem eigenen Heimatland, es hat keine Existenzberechtigung auf Erden. Man will von G’tt nichts wissen, egal wie gefestigt der eigene Glaube angeblich ist. In Wirklichkeit ist es Hass auf G’tt. Das eigene Ego steht im Vordergrund: „ICH hab recht, MEINE Religion ist die richtige, ICH will MEIN eigenes Ding durchziehen.“ So lässt sich der fanatische Hass auf Israel und die Juden erklären, so lässt sich die kollektive Geisteskrankheit des Antisemitismus erklären, mit dem sehr viele Menschen fast scheinbar „geboren“ werden und hilflos nichts daran ändern können und wollen. Keinem anderen Volk ist es je so ergangen, und der Judenhass lebt weiter und weiter. Keine Verleumdung ist zu schlimm, als dass man sie dem jüdischen Volk unterschieben könnte, keine Verschwörungstheorie und keine mörderische Imagination zu weit hergeholt, um sie den Juden anzulasten. Es ist eine Instinktreaktion, ganz tief unten in der menschlichen Psychologie — es ist Hass auf G’tt selbst, man will hier ohne G’tt und ohne die ständige Erinnerung an Ihn (= Sein Volk) leben.

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