Etwas Mathematik zu muslimischer Gewalt

Vic Rosenthal, Abu Yehuda, 10. Januar 2015

Wenn einer von sechs Menschen auf der Welt Muslim ist, dann müsste das doch bedeuten, dass fünf von sechs es nicht sind. Richtig? Wenn es also keine übertriebene Neigung des Islam zu Gewalt und Terrorismus gibt, sollten dann die Taten muslimischen Terrorismus ein Fünftel des nichtmuslimischen Terrorismus betragen? D.h., wenn der Islam keinen größeren Hang zu Terrorismus hat, würde man erwarten, dass nichtmuslimische Terrorakte fünfmal (!) so häufig vorkommen wie die von Muslimen begangenen. – Martin Sherman

Das ist aber nicht so. Beachten Sie, dass die überwiegende Mehrheit der Terrortaten in den vergangenen Jahrzehnten (in denen „Terrorismus“ Gewalt bedeutet, die aus poltischen Gründen gegen Zivilbevölkerung verübt wird) von Muslimen begangen wird. Wenn man die von Muslimen gegen andere Muslime verübte Gewalt einrechnet, ist die Schieflage noch heftiger.

Und wenn man sich eine Liste der andauernden bewaffneten Konflikte ansieht, wird man feststellen, dass jeder einzelne der fünf großen Konflikte (mit mehr als 10.000 Toten pro Jahr) Muslime involviert, ebenso 5 von 8 der „kleineren“ (mit 1.000 bis 9.999 Toten pro Jahr).

Schon die reinen Zahlen sind atemberaubend. Lesen Sie Shermans Artikel* oder schauen Sie sich diese Grafik an.

Sherman erklärt auch, dass die üblichen „Erklärungen“ wie die Kolonisierung verantwortlich zu machen, nicht stichhaltig sind. Viele der gewalttätigsten muslimischen Gesellschaften waren nie kolonisiert (oder erlebten eine relativ kurze Zeit der Kolonialherrschaft) und viele nichtmuslimische Gruppen, die kolonisiert waren – zum Beispiel die Hindus – haben weit niedrigere Grade an Gewalt.

Es sind auch nicht nur die Araber. Grundverschiedene Ort wie Nigeria, Thailand und die Philippinen haben erst kürzlich horrenden islamischen Terrorismus erlebt.

Und es ist mehr als Terrorismus und Krieg. Dazu gehören drakonische Bestrafungen für geringfügige Vergehen (sowie die Kriminalisierung von Blasphemie, Abfall vom Glauben, Homosexualität usw.), gewalttätige Frauenfeindlichkeit und Sklaverei.

Man muss nicht den Koran analysieren oder gar Meinungsumfragen unter Muslimen veranstalten (obwohl Umfragen beständig zeigen, dass ein großer Teil der Muslime Terrorismus und andere Formen befürworten, die im Westen inakzeptabel sind). Einfache Arithmetik ist alles, was man braucht, um zu sehen, dass da etwas mit der muslimischen Kultur falsch ist, die die Neigung zu Gewalt hat entstehen lassen.

Das heißt nicht, dass es gerechtfertigt ist, dass ein bestimmter Muslim gewalttätig ist. Es bedeutet nicht, dass einige Muslime nicht von Gewalt entsetzt sind (der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi ist entsetzt). Aber es bedeutet (zum Beispiel), dass diejenigen, die gegen unbeschränkte muslimische Einwanderung nach Europa sind, die sich wegen in US-Gefängnissen missionierenden Muslimen Sorgen machen oder die für Profiling von Muslimen an Flughäfen sind, nicht notwendigerweise Fanatiker sind.

Sie können bloß rechnen.

(* Shermans ganzer Artikel folgt Donnerstag.)